Fracking vor dem Aus - NRW-Grüne entscheiden über Gasbohren mit Tektomechanik auf Landesparteitag

20.11.2016 13:14 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,

zunächst einmal die erfreuliche Nachricht: Exxon hat teilweise die Suche nach Erdgas in NRW aufgegeben!

- Exxon hat einen Antrag auf Teilaufhebung des großen Feldes Nordrhein-Westfalen Nord gestellt.

- Für die verbleibenden 1.970 km2 von den ursprünglichen 6.670 km2 stellt Exxon einem Verlängerungsantrag. In diesem verbleibenden Teil handelt es sich um Kohleflözgestein.

- Exxon hat erklärt, es wolle die am 29.01.2017 auslaufenden Felder Münsterland West und Herford nicht verlängern.

Zwei Gründe dürften Ausschlaggebend sein für diese Strategie. Zum einen könnte dies die erste Konsequenz aus der neuen Gesetzeslage zum Gasbohren sein. Zum anderen zeigt die Konzentration auf Kohleflözgestein. dass die Unternehmen nach alternativen Technologien zum Fracking suchen.

NRW-Grüne lehnen Tektomechankik und Gasbohren nicht grundsätzlich ab

Die Grünen in NRW werden auf ihrem Landesparteitag Anfang Dezember ebenfalls ihre Strategie zum Gasbohren festlegen. Und dort ist genau die Technologie für Kohleflözgestein noch offen. Besonders pikant: Die Grünen im Hammer Stadtrat haben sich ausdrücklich für Tektomechanik als Gasbohren-Technologie ausgesprochen.

Änderungsanträge unterstützen - Tektomechanik ablehnen

Zum Gasbohren liegt für den Landesparteitag der Grünen ein Änderungsantrag vor, der bereits von zahlreichen Grünen unterstützt wird.

www.klimabuendnis-hamm.de/?p=5835

Ziel des Antrages ist es, dass auch die Tektomechanik bei der Förderung von Erdgas abgelehnt wird von der Öko-Partei. Es geht dabei auch um die Glaubwürdigkeit der Grünen, die sich gerade mit großen Engagement gegen Kohle und für Dekarbonisierung positionieren. Sollte die Erdgasförderung in NRW von den Grünen durchgewunken werden, wäre dies ein Rückschlag beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.

Mail noch heute versenden

Deshalb schließt diese Mitteilung mit der Bitte, den Änderungsantrag für konsequenten Ausstieg aus fossilen Energieträgern und gegen Tektomechanik zu unterstützen. Unter folgenden Mail-Adressen können die Unterstützermails verschickt werden:

wp-gruene-2017@klimabuendnis-hamm.de

info@gruene-nrw.de

Stichwort: Tektomechanik Stoppen in NRW

Diese Mail muss rasch verschickt werden, denn die Änderungsanträge und deren Unterstützung werden bis Dienstag, 22.11.2017, 12 Uhr von der Grünen Landespartei eingesammelt.

Wir haben gemeinsam schon viel erreicht. Jetzt brauchen wir auf den letzten Metern und insbesondere für den Landeswahlkampf noch einmal Eure und Ihre Unterstützung.

Dank & Gruß

Jürgen Blümer

Petition in Zeichnung - Kommunalen Widerstand gegen Gasbohren mobilisieren

06.07.2016 16:14 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 05. Mai 2013 wurde die Korbacher Resolution verabschiedet. Darin hatten zahlreiche Bürgerinitiativen gegen Gasbohren Ihre Ziele formuliert und die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich mit einer Unterzeichnung der Resolution dem Widerstand anzuschließen. Im Laufe der letzten drei Jahre haben auch zahlreiche Kommunen diese Petition per Ratsbeschluss gezeichnet:

www.resolution-korbach.org/project/unterst-aus-de.php

Wir bitten Euch nun, diese Art des Widerstandes fortzusetzen. Der Beschluss des BUND-NRW gegen Gasbohren soll zum Thema in den kommunalen Vertretungen werden - insbesondere dort, wo das Gas abgebaut oder der Bohrschlamm aus den Bohrlöchern eingelagert werden soll.

Dazu ist es notwendig, vor Ort im Gemeinde- oder im Stadtrat eine sogenannte 'Bürgeranregung' einzureichen. Einen Entwurf zu einer solchen Anregung findet Ihr als WORD-Dokument unter folgender Adresse - lediglich der Name der Kommune muss eingetragen werden:

energiewende-jetzt.org/material/Buergeranregung_BUND_Entwurf.doc

Wir bitten Euch nun, dieses Schreiben an Eure Kommune anzupassen und bei der Verwaltung einzureichen. Damit wollen wir erreichen, dass auch Eure Kommune zu den Gasbohren-Planungen in NRW Stellung beziehen muss. Sollten sich viele Kommunen dem Beschluss des BUND-NRW anschließen, erhöhen wir den Druck auf die Landesregierung in Düsseldorf. Insbesondere vor den Landtagswahlen wollen wir die Politikerinnen und Politiker an Ihre Verantwortung für Heimat, Klima und Umwelt erinnern.

Nur mit Eurer Unterstützung kann Gasbohren gestoppt werden!

Gruß

Jürgen Blümer

Petition in Zeichnung - SPD Niedersachsen und Gasbohren-Industrie für Ende des Fracking-Moratoriums

16.06.2016 00:10 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,

es gibt schlechte Nachrichten aus Niedersachsen. Die dortige Landes-SPD plant zusammen mit der Gasbohren-Industrie ein Ende des aktuellen Fracking-Moratoriums. Alle weiteren Informationen zu diesem politischen Kurswechsel unter.

Jürgen Blümer

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Die SPD Niedersachsen und die Gasbohren-Industrie wollen das Fracking-Moratorium in Deutschland beenden und rasch diese umstrittenen Methode der Gasförderung wieder starten. Seit 2011 hatten die Förderunternehmen auf Fracking verzichtet. Nun sind die Konzerne nicht mehr bereit, weiter auf neue Genehmigungen zu warten. Unterstützt werden die Bergbau-Unternehmen und Energieversorger von der SPD in Niedersachsen, die die Arbeitsplätze in der Rohstoffindustrie gefährdet sieht.

www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Erdgasfoerderer-wollen-jetzt-wieder-fracken,fracking674.html

"Das Versagen der Berliner Regierung aus SPD, CDU und CSU beim Fracking-Verbot ist nun offensichtlich und wird sich bis nach Hamm und ins Münsterland auswirken", so die Prognose von Landschaftspate Jürgen Blümer. "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch bei uns die Rohstoffkonzerne Fracking und Bohrtürme beantragen - und die Bezirksregierung in Arnsberg wird zustimmen."

Blümer verweist auf die aktuelle Petition der Gasbohren-Gegner aus Hamm, die den BUND NRW bei der Forderung nach einem Verbot der Tektomechanik, nach einem generellen Fracking-Verbot und einer Modernisierung des Bergrechts unterstützt.

www.openpetition.de/petition/online/verbot-von-tektomechanik-im-landesentwicklungsplan

"Die Bürgerinnen und Bürger müssen ihren Widerstand gegen Gasbohren jetzt nochmals deutlich machen", appelliert Blümer. "Und nächstes Jahr bei Landtags- und Bundestagswahlen müssen die Parteien der Brunnenvergifter die Quittung für ihr Versagen beim Schutz unserer Heimat erhalten."

Einen Überblick über die ersten Stellungnahmen zu dem politischen Kurswechsel beim Fracking sind hier zu finden:

berliner-wassertisch.info/konzerne-wollen-fracking-erzwingen/

Änderungen an der Petition

12.06.2016 18:11 Uhr

Leerzeile eingefügt


Neuer Petitionstext: Diese Petition unterstützt folgende Forderung des Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BUND NRW) an die Landesregierung Nordrhein-Westfalens:
"Der BUND NRW fordert die Landesregierung auf, den Entwurf des Landesentwicklungsplans um ein generelles Verbot der Förderung von Kohlenwasserstoffen mit Hilfe risikoreicher Fördermethoden wie der Tektomechanik zu ergänzen. Alle weiteren Aufsuchungserlaubnisse und Betriebsplanzulassungen – auch für Probebohrungen – sind wegen der Gefährdung des Wohls der Allgemeinheit zu untersagen. Bestehende Aufsuchungserlaubnisse sind zurückzunehmen.
Darüber hinaus erwartet der BUND von der Landesregierung, dass sie sich weiterhin für ein generelles Fracking-Verbot auf Bundesebene und für eine grundlegende Novellierung des Bergrechts einsetzt."