Region: Hanover

Vergabeverbot für mobile Kaffee-Bikes am Maschsee in Hannover aufheben

Petition is addressed to
Oberbürgermeister Belit Onay

563 Signatures

12 %
392 from 3,400 for quorum in Hanover Hanover

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  1. Launched 08/06/2026
  2. Time remaining > 4 months
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News

06/23/2026, 08:56

Guten Tag Herr Fuchs,

wir haben Kenntnis von Ihrer Petition erlangt und danken Ihnen für Ihr Engagement für eine vielfältige und lebendige Nutzung des Maschsees. Gerne möchten wir die Gelegenheit ergreifen, die Neuerungen durch die Änderung der Sondernutzungssatzung zu erläutern und ein anscheinend aufgetretenes Missverständnis auszuräumen.

Vorab aber die Kernbotschaft: Die beliebten Coffee-Bikes wird es auch zukünftig am Maschsee geben!

Mit Beschluss der Änderungssatzung zur Sondernutzungssatzung vom 19.03.2026 wurden die sogenannten Pingelscheine (Verkauf im „Umherziehen“ auf Grundlage von Einzelerlaubnissen) abgeschafft. Wichtig ist dabei: Alle bestehenden Pingelscheine behalten bis zum 31.12.2026 ihre Gültigkeit, sodass im laufenden Jahr keine Änderung erfolgen wird.

Ab 2027 wird es eine Neuregelung geben, mit der wir für Besucher*innen wie auch für die Betreiber*innen von Verkaufsständen am Maschsee einen klareren Rahmen schaffen wollen. Konkret ist vorgesehen, klar definierte Verkaufsstandorte am Maschsee auszuweisen und diese in einem geregelten Verfahren zu vergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass weiterhin ein gutes, ausgewogenes gastronomisches Angebot im mindestens bisherigen Umfang vorhanden sein wird. Ein entscheidender Vorteil wird sein, dass die Verkaufsstände – so auch z.B. die Coffee-Bikes – einen festen Standplatz haben. Dadurch gibt es mehr Transparenz, denn die Standorte können sich mit den jeweiligen Angeboten bekannt machen und somit zuverlässig „aufgefunden“ werden, was gerade die Stammgäste freuen dürfte.

Grundlage für die Vergabe der Verkaufsstandorte wird ein diskriminierungsfreies und transparentes Auswahlverfahren sein. Die Standorte und Eignungskriterien werden in dem Auswahlverfahren benannt. Dieses wird derzeit erarbeitet. Wir bitten bzgl. der Details also noch um etwas Geduld. Die Vergabe soll noch in diesem Jahr erfolgen, damit die Standbetreiber*innen frühzeitig Planungssicherheit haben. Die Neuregelung wurde auch in Abstimmung mit den Ratsgremien so getroffen, weil das bisherige System bei steigender Nachfrage zunehmend an seine Grenzen stößt – insbesondere im Hinblick auf Übersichtlichkeit, Steuerbarkeit und einen fairen Zugang für alle Interessierten.

Gerne steht Ihnen der zuständige Bereich Marktwesen der Landeshauptstadt Hannover für weiterführende Fragen oder einen vertiefenden Austausch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Wirtschaft - Bereich Marktwesen
(Bearbeitet)

Unsere Einschätzung
Wir begrüßen ausdrücklich die Aussage der Stadt, dass Coffee-Bikes auch künftig am Maschsee vertreten sein sollen. Gleichzeitig bleiben aus unserer Sicht wichtige Fragen offen. Die bisherigen Pingelscheine wurden bereits abgeschafft, während die konkreten Standorte, Vergabekriterien, Gebühren und Rahmenbedingungen für das neue Verfahren noch nicht veröffentlicht wurden.
Die Stellungnahme der Stadt enthält zahlreiche Zusicherungen und Absichtserklärungen, bleibt jedoch bei den für Betreiber und Besucher entscheidenden Fragen bislang wenig konkret. Viele Aussagen beschreiben die Ziele des zukünftigen Verfahrens, ohne dessen praktische Umsetzung näher zu erläutern.
Für Betreiber und Besucher ist daher derzeit nicht nachvollziehbar, wie die Vergabe ab 2027 konkret erfolgen wird und welche Chancen die bisherigen Anbieter haben werden.
Insbesondere stellen sich derzeit folgende Fragen:
-         Wie viele Standorte werden künftig vergeben?
-         Wo werden sich diese Standorte befinden?
-         Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Betreiber?
-         Wer entscheidet über die Vergabe der Standorte?
-         Wird die Entscheidung durch eine unabhängige Kommission oder durch die Verwaltung getroffen?
-         Werden die Vergabekriterien und Bewertungen öffentlich nachvollziehbar sein?
-         Welche Gebühren und Auflagen sind mit den Standorten verbunden?
-         Werden bisherige Betreiber bei der Vergabe berücksichtigt?
-         Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit, Regionalität und die bisherige Präsenz am Maschsee?
-         Wie lange gelten die zukünftigen Genehmigungen?
-         Können einzelne Anbieter mehrere Standorte erhalten?
-         Wie wird sichergestellt, dass auch kleine lokale Anbieter gegenüber größeren Unternehmen faire Chancen haben?
-         Wie wird die Vielfalt des bisherigen Angebots erhalten?

Genau deshalb bleibt die Petition weiterhin relevant. Es geht nicht nur um die grundsätzliche Existenz von Coffee-Bikes, sondern auch um Transparenz, Planungssicherheit und faire Rahmenbedingungen für die Menschen, die diese Angebote seit Jahren erfolgreich betreiben.

Wir werden die weitere Entwicklung konstruktiv begleiten und die Öffentlichkeit über neue Informationen informieren. Sobald die Stadt die konkreten Standorte und Vergabekriterien veröffentlicht, werden wir diese selbstverständlich ebenfalls transparent kommunizieren.



06/12/2026, 05:03

Guten Tag,

vielen Dank für Ihr wichtiges Feedback und Ihre Unterstützung für die Initiative.

Sie sprechen einen absolut berechtigten Punkt an. Uns ist es ein großes Anliegen, dass der Maschsee als Naherholungsgebiet sauber bleibt.

Ihr Einwand hat uns direkt zum Handeln bewegt: Nach Rücksprache mit den Betreibern der betroffenen Coffee-Bikes („Mocca Liebe“ und „Chill Vibes /54“) werden wir das Thema Müll proaktiv und mit einem konkreten Hebel angehen.

Im Zuge der zukünftigen Umsetzung wird ein konsequenter Verzicht auf Einwegplastik fest verankert. Zudem wird ein „Bring-Your-Own-Becher“-Rabatt von 50 Cent eingeführt. Wer seinen eigenen Mehrwegbecher mitbringt, spart sofort bares Geld, was einen echten Anreiz zur Müllvermeidung schafft.

Gleichzeitig sehen wir aber auch die Stadt in der Pflicht: Die vorhandenen städtischen Mülleimer werden an gut besuchten Tagen oft nicht bedarfsgerecht von der Stadt geleert. Das Problem ist also häufig nicht der Mangel an gutem Willen, sondern die überlastete städtische Infrastruktur. Wir überlegen daher bereits, hierzu im Anschluss eine eigene, separate Petition für eine bessere Müllentsorgung durch die Stadt zu starten.

Wir nehmen dieses kombinierte Konzept als starken Trumpf mit in die Gespräche mit der Stadtverwaltung.

Beste Grüße
Heiko Fuchs
(Initiative für mobile Konzepte am Maschsee)




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