Region: Hannover

Vergabeverbot für mobile Kaffee-Bikes am Maschsee in Hannover aufheben

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Belit Onay

746 Unterschriften

15 %
504 von 3.400 für Quorum in Hannover Hannover

746 Unterschriften

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504 von 3.400 für Quorum in Hannover Hannover
  1. Gestartet Juni 2026
  2. Sammlung noch 6 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Belit Onay

An den Rat der Landeshauptstadt Hannover, ​wir fordern die Stadtverwaltung auf, das Vergabeverbot für neue Sondernutzungslizenzen am Maschsee aufzuheben. Insbesondere für mobile, emissionsfreie Konzepte wie Kaffee-Bikes sollen neue Genehmigungen erteilt werden.

Begründung

Begründung: Der Maschsee ist Hannovers wichtigstes Naherholungsgebiet. Trotz der hohen Besucherzahl gibt es vor allem an den langen Uferwegen (z. B. am Ostufer) kaum Möglichkeiten, spontan ein Heißgetränk oder einen Snack zu erwerben.
1. ​Bedarf decken:  Mobile Händler schließen die Versorgungslücke zwischen den festen Gastronomiebetrieben.
2. ​Nachhaltigkeit: Moderne Kaffee-Bikes arbeiten autark, leise und verursachen keine Abgase.
3. Attraktivität:  Kleingewerbe belebt das Stadtbild und fördert die lokale Wirtschaftsvielfalt, ohne dauerhafte bauliche Eingriffe in die Uferlandschaft.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Heiko Fuchs, Hannover
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.06.2026
Sammlung endet: 07.12.2026
Region: Hannover
Kategorie: Kultur

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    inzwischen liegt die konkrete Planung der Landeshauptstadt Hannover für den Verkauf am Maschsee-Ostufer ab 2027 vor.
    In ihrer Stellungnahme zu dieser Petition hatte die Stadt am 23.06.2026 ausdrücklich erklärt:
    „Die beliebten Coffee-Bikes wird es auch zukünftig am Maschsee geben!“
    Weiter hieß es, durch die Neuregelung solle auch künftig ein gastronomisches Angebot „im mindestens bisherigen Umfang“ gewährleistet und ein transparenter sowie fairer Zugang für die Betreiber geschaffen werden.
    Nun wissen wir, wie dieses neue System konkret aussehen soll.
    Ab 2027 sollen am Maschsee-Ostufer insgesamt sechs feste Verkaufsstandorte vergeben werden – vier für Getränke und zwei für Speisen. Mobile Verkaufsstände wie Verkaufsfahrräder bzw. Coffee-Bikes bleiben damit grundsätzlich zulässig. Allerdings dürfen sie nicht mehr wie bisher mobil im Umherziehen verkaufen, sondern müssen an dem ihnen zugewiesenen Standort bleiben.
    Die Sondernutzungserlaubnis wird jeweils nur für ein Kalenderjahr erteilt. Gibt es mehr gleichwertige Bewerbungen als verfügbare Standorte, entscheidet das Los.
    Hinzu kommt eine erhebliche finanzielle Belastung: Für einen Verkaufsstand soll für 2027 eine Sondernutzungsgebühr von 3.192 Euro erhoben werden. Während des Maschseefestes vom 28.07. bis 15.08.2027 entfällt der jeweilige Standplatz; auch bei weiteren Großveranstaltungen kann dies geschehen. Ein Ersatzstandort wird nicht angeboten.
    Damit ist nun klarer, was die Stadt unter dem angekündigten Fortbestand der Coffee-Bikes versteht:
    Die Coffee-Bikes werden nicht verboten: das bisherige mobile Prinzip wird jedoch durch ein auf sechs Standorte begrenztes, ortsgebundenes und jährlich neu zu vergebendes System ersetzt.
    Besonders interessant bleibt für mich die Aussage der Stadt vom Juni, das gastronomische Angebot werde „im mindestens bisherigen Umfang“ erhalten bleiben. Ob sechs Standorte, davon lediglich vier für Getränke, dieses Versprechen tatsächlich erfüllen, sollte anhand der bisherigen Zahl der entsprechenden Anbieter bzw. Erlaubnisse überprüft werden.
    Positiv ist, dass die Stadt auf die Kritik reagiert und Coffee-Bikes ausdrücklich weiterhin zulassen möchte. Gleichzeitig unterscheiden sich die nun bekannt gewordenen Bedingungen erheblich vom bisherigen System. Gerade für langjährige Betreiber bedeutet die jährliche Neuvergabe einschließlich eines möglichen Losentscheids, dass der bisherige Standort bzw. die bisherige Tätigkeit nicht automatisch gesichert ist.
    Ich werde die weitere Entwicklung daher aufmerksam verfolgen.
    Vielen Dank an alle, die die Petition unterstützt haben!
    Heiko Fuchs

  • Guten Tag Herr Fuchs,

    wir haben Kenntnis von Ihrer Petition erlangt und danken Ihnen für Ihr Engagement für eine vielfältige und lebendige Nutzung des Maschsees. Gerne möchten wir die Gelegenheit ergreifen, die Neuerungen durch die Änderung der Sondernutzungssatzung zu erläutern und ein anscheinend aufgetretenes Missverständnis auszuräumen.

    Vorab aber die Kernbotschaft: Die beliebten Coffee-Bikes wird es auch zukünftig am Maschsee geben!

    Mit Beschluss der Änderungssatzung zur Sondernutzungssatzung vom 19.03.2026 wurden die sogenannten Pingelscheine (Verkauf im „Umherziehen“ auf Grundlage von Einzelerlaubnissen) abgeschafft. Wichtig ist dabei: Alle bestehenden Pingelscheine behalten bis zum 31.12.2026 ihre Gültigkeit, sodass im laufenden Jahr keine Änderung erfolgen wird.

    Ab 2027 wird es eine Neuregelung geben, mit der wir für Besucher*innen wie auch für die Betreiber*innen von Verkaufsständen am Maschsee einen klareren Rahmen schaffen wollen. Konkret ist vorgesehen, klar definierte Verkaufsstandorte am Maschsee auszuweisen und diese in einem geregelten Verfahren zu vergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass weiterhin ein gutes, ausgewogenes gastronomisches Angebot im mindestens bisherigen Umfang vorhanden sein wird. Ein entscheidender Vorteil wird sein, dass die Verkaufsstände – so auch z.B. die Coffee-Bikes – einen festen Standplatz haben. Dadurch gibt es mehr Transparenz, denn die Standorte können sich mit den jeweiligen Angeboten bekannt machen und somit zuverlässig „aufgefunden“ werden, was gerade die Stammgäste freuen dürfte.

    Grundlage für die Vergabe der Verkaufsstandorte wird ein diskriminierungsfreies und transparentes Auswahlverfahren sein. Die Standorte und Eignungskriterien werden in dem Auswahlverfahren benannt. Dieses wird derzeit erarbeitet. Wir bitten bzgl. der Details also noch um etwas Geduld. Die Vergabe soll noch in diesem Jahr erfolgen, damit die Standbetreiber*innen frühzeitig Planungssicherheit haben. Die Neuregelung wurde auch in Abstimmung mit den Ratsgremien so getroffen, weil das bisherige System bei steigender Nachfrage zunehmend an seine Grenzen stößt – insbesondere im Hinblick auf Übersichtlichkeit, Steuerbarkeit und einen fairen Zugang für alle Interessierten.

    Gerne steht Ihnen der zuständige Bereich Marktwesen der Landeshauptstadt Hannover für weiterführende Fragen oder einen vertiefenden Austausch zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Landeshauptstadt Hannover
    Fachbereich Wirtschaft - Bereich Marktwesen
    (Bearbeitet)

    Unsere Einschätzung
    Wir begrüßen ausdrücklich die Aussage der Stadt, dass Coffee-Bikes auch künftig am Maschsee vertreten sein sollen. Gleichzeitig bleiben aus unserer Sicht wichtige Fragen offen. Die bisherigen Pingelscheine wurden bereits abgeschafft, während die konkreten Standorte, Vergabekriterien, Gebühren und Rahmenbedingungen für das neue Verfahren noch nicht veröffentlicht wurden.
    Die Stellungnahme der Stadt enthält zahlreiche Zusicherungen und Absichtserklärungen, bleibt jedoch bei den für Betreiber und Besucher entscheidenden Fragen bislang wenig konkret. Viele Aussagen beschreiben die Ziele des zukünftigen Verfahrens, ohne dessen praktische Umsetzung näher zu erläutern.
    Für Betreiber und Besucher ist daher derzeit nicht nachvollziehbar, wie die Vergabe ab 2027 konkret erfolgen wird und welche Chancen die bisherigen Anbieter haben werden.
    Insbesondere stellen sich derzeit folgende Fragen:
    -         Wie viele Standorte werden künftig vergeben?
    -         Wo werden sich diese Standorte befinden?
    -         Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Betreiber?
    -         Wer entscheidet über die Vergabe der Standorte?
    -         Wird die Entscheidung durch eine unabhängige Kommission oder durch die Verwaltung getroffen?
    -         Werden die Vergabekriterien und Bewertungen öffentlich nachvollziehbar sein?
    -         Welche Gebühren und Auflagen sind mit den Standorten verbunden?
    -         Werden bisherige Betreiber bei der Vergabe berücksichtigt?
    -         Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit, Regionalität und die bisherige Präsenz am Maschsee?
    -         Wie lange gelten die zukünftigen Genehmigungen?
    -         Können einzelne Anbieter mehrere Standorte erhalten?
    -         Wie wird sichergestellt, dass auch kleine lokale Anbieter gegenüber größeren Unternehmen faire Chancen haben?
    -         Wie wird die Vielfalt des bisherigen Angebots erhalten?

    Genau deshalb bleibt die Petition weiterhin relevant. Es geht nicht nur um die grundsätzliche Existenz von Coffee-Bikes, sondern auch um Transparenz, Planungssicherheit und faire Rahmenbedingungen für die Menschen, die diese Angebote seit Jahren erfolgreich betreiben.

    Wir werden die weitere Entwicklung konstruktiv begleiten und die Öffentlichkeit über neue Informationen informieren. Sobald die Stadt die konkreten Standorte und Vergabekriterien veröffentlicht, werden wir diese selbstverständlich ebenfalls transparent kommunizieren.

​Die Petition ist keineswegs obsolet! Laut Neue Presse (23.6.26) gibt es wegen des „Umsetzungsprozesses“ der Stadt noch keinen festen Termin für das neue Vergabeverfahren. Ohne konkreten Zeitplan hängen die Betreiber in der Luft. Da im Herbst 2026 Kommunalwahlen anstehen, droht das Thema im Wahlkampf unterzugehen. Bis 2027 ist es für die Saison zu spät. Die Petition schafft den nötigen Druck für echte Planungssicherheit statt behördlicher Hinhaltetaktik.

Jeder soll nach seiner Façon leben! Wenn der Platz ordentlich hinterlassen wird, dürfte das kein Problem sein und wenn ich diesen älteren Menschen sehe, der womöglich seine Rente aufbessern will, wieso nicht! Nicht jeder hat in D mehr Geld für im Cafe zu sitzen und so auch im vorbeigehen mal eben einen Cafe holen. Das ist Innovation und trägt zum guten Stadtbild bei und eine schöne Idee!

Warum Menschen unterschreiben

Es ist Teil unserer hannoveranischen Kultur, diese Stände sind ein Teil unseres Alltags, unserer Gewohnheiten, die Verkäufer:innen sind mit ihrer freundlichen und offenen Art ein Teil unseres Miteinanders. Wir müssen nicht nur das dahinterstehende Gewerbe als lokale Wirtschaft stärken sondern auch weiterhin ein Blick auf das werfen, was uns als Gesellschaft aus macht, was uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Kaffeebikes sind Lebenslust und die allermeisten bieten eine sehr gute Kaffee-Qualität - denn das ist (fast) ihr einziges Produkt, mit dem alles steht und fällt.
Müssen wir denn alles bis ins Detail reglementieren? Wenn wir nicht ständig alles bürokratisieren und dadurch künstlich teurer machen, dann werden die Produkte auch nicht ständig teurer.

Können wir nicht einfach mal leben?

Ich liebe Kaffee und will ihn zugänglich für alle erhalten

Ohne Coffee Bikes fehlt mir ein schönes Stück Hannover-Flair

Wir lieben die Coffee bikes. Das gehört zum Flair von Hannover bzw. Südstadt dazu.

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