• Änderungen an der Petition

    at 26 Apr 2021 20:50

    Neue, sehr relevante und gut fundierte Stellungsnahme einer hochrangigen Gesellschaft (DGPI) zum Thema der Petition wurde aufgenommen.


    Neue Begründung:

    Seit über einem Jahr fällt für Kinder und Jugendliche viel zu oft nicht „nur“ der normale Alltag mit Schulunterricht oder sozialem Lernen in Kindertagesstätten weg, sondern auch unkomplizierte Treffen mit Gleichaltrigen, Freizeitaktivitäten, Sport, Musikunterricht und vieles mehr. Es gibt zu wenige Frei- und Schutzräume. Dagegen erleben vermutlich zu viele Kinder und Jugendliche Angst, Gewalt und Vernachlässigung (1, 2). Experten sind sich einig, dass die psychosoziale Belastung für viele Kinder und Jugendliche in der Pandemie sehr hoch ist (3). Viele Eltern, Erzieher*innen, Lehrer*innen und andere Fachkräfte bemühen sich täglich, diese Probleme anzugehen. Kinder und Jugendliche und alle, die mit ihnen arbeiten, leisten Tag für Tag unglaublich viel – viele von ihnen mehr als zumutbar ist!

    Unabhängig von der Frage, wie ansteckend Kinder und Jugendliche sind und wie oft sie sich anstecken, haben sie ein Recht auf Bildung und soziale Teilhabe! (Anmerkung 26.04.2021: Laut einer aktuellen Stellungsnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie sind schwere Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen auch im Rahmen von Infektionen mit Virus-Mutationen sehr selten (5).) Isolation im Homeschooling oder auch Wechselunterricht sind hier keine langfristigen, tragfähigen Alternativen. Auch die soziale Spaltung wird dadurch verstärkt, weil Kinder unterschiedlich guten Zugang zu digitalen Endgeräten und zu Unterstützung im Lernen zu Hause haben. Und es bleibt dabei: Kinder brauchen Kinder! Jugendliche brauchen Jugendliche! Sozialkontakte kann man nicht durch Nachhilfeunterricht in den Sommerferien nachholen. Und alle brauchen endlich eine Perspektive!

    Auch die Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und die Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) warnen davor, die Grundrechte von Kindern leichtfertig einzuschränken und fordern den Erhalt des Betriebs von Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche als höchste Priorität (4). Schul- und Kitaschließungen dürfen nur das allerletzte Mittel sein!

    Es ist Zeit, nach über einem Jahr der Einschränkungen und Isolation, das psychische und soziale Wohl der Kinder und Jugendlichen vorne an zu stellen! Auch wenn die Angst vor Ansteckung, Mutationen und einer dritten Infektionswelle steigt. Anders als vor einem Jahr haben wir dem Virus etwas entgegenzusetzen: Wir wissen, dass Hygienemaßnahmen dessen Verbreitung verringern; es gibt unkomplizierte, breit verfügbare Schnell-Test-Möglichkeiten und es wurde bereits mit Impfungen von Lehrer*innen und Erzieher*innen begonnen.

    Quellen:

    (1) Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie: www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36053/

    (2)Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie: https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-haeusliche-gewalt-104.html

    (3) Psychische Folgen des Shutdowns: www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-kinder-psychische-folgen-betreuung-shutdown-100.html

    (4) Aktualisierte Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) zur Rolle von Schulen und Kindertagesstätten in der COVID-19 Pandemie; dgpi.de/aktualisierte-stellungnahme-der-dgpi-und-der-dgkh-zur-rolle-von-schulen-und-kitas-in-der-covid-19-pandemie-stand-18-01-2021/

    (5) Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)zu Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern in Deutschland; dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.285 (1.280 in Deutschland)

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