Region: Moritzburg

Verhindert eine 380 KV-Leitung mit 100 ha Waldabholzung mitten durch den Friedewald!

Petition richtet sich an:
Landesdirektion Sachsen

407 Unterschriften

100 %
260 für Sammelziel

407 Unterschriften

100 %
260 für Sammelziel
  1. Gestartet 18.09.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten


22.09.2026, 09:08

Alle betroffenen Gemeinden benannt: Weinböhla, Niederau, Weinböhla und Moritzburg


Neuer Petitionstext:

Stromtrasse Korridor E: Landesdirektion Sachsen soll den ungeprüften Korridor ablehnen

50Hertz link:https://www.50hertz.com/de/Netz/Netzausbau/ProjekteanLand/Elbe-OberlausitzLeitung/

Petition richtet sich an: Landesdirektion Sachsen, Referat 34 Raumordnung, Stadtentwicklung (Dienststelle Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden)
Region: Moritzburg

Petitionstext

Wir fordern die Landesdirektion Sachsen auf, den Trassenkorridor E der 380-kV-Elbe-Oberlausitz-Leitung abzulehnen und gegenüber 50Hertz darauf hinzuwirken, dass dieser Korridor aus der Planung genommen wird, solange er nicht dieselbe Prüfung durchlaufen hat wie alle anderen Korridore: vollständige Unterlagen, öffentliche Auslegung, Beteiligung der GemeindeGemeinden und der Einwohner, raumordnerische Beurteilung.
Korridor E kam nach Abschluss der Raumverträglichkeitsprüfung in das Verfahren, ohne jemals öffentlich ausgelegt worden zu sein. Weder die Gemeindebetroffenen Gemeinden noch wir Einwohner konnten uns dazu äußern. Trotzdem soll er im Frühjahr 2027 gleichrangig neben den geprüften Korridoren zur Entscheidung stehen.

Die Gemeinden Moritzburg und Weinböhla haben Korridor E gegenüber der Landesdirektion Sachsen und 50Hertz bereits mit gemeinsamer Stellungnahme abgelehnt. Wir unterstützen diese Ablehnung und bitten die Landesdirektion, öffentlich Auskunft zu geben, wer Korridor E wann und mit welcher Begründung eingebracht hat.

Begründung

Bis Mai 2026 war das Verfahren geordnet. 50Hertz hatte im Juli 2025 vier Korridore (A bis D) zur Raumverträglichkeitsprüfung eingereicht, die Landesdirektion Sachsen hat sie im Herbst 2025 öffentlich ausgelegt und im Mai 2026 die Kombination A+D entlang der A13 als raumverträglich beurteilt, ausdrücklich wegen des Arten- und Biotopschutzes in der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft.
Dann tauchte Korridor E auf. 50Hertz schreibt auf der eigenen Projektseite, dieser Korridor sei im Zuge der Beteiligung eingereicht worden und nicht Teil der eingereichten Unterlagen gewesen. Er hat also weder den Alternativenvergleich des Netzbetreibers noch die Raumverträglichkeitsprüfung durchlaufen. Wer sich im Herbst 2025 zu den ausgelegten Unterlagen geäußert hat, konnte zu E nichts sagen, es gab ihn noch nicht.
Was Korridor E für MoritzburgMoritzburg, Weinböhla, Niederau und Coswig bedeutet: Masten um 70 Meter Höhe, so hoch wie ein Hochhaus mit 20 Stockwerken, in einem Trassenband von 200 Metern Breite. Die Schneise führt durch die Wälder von Weinböhla, Moritzburg, Niederau und Coswig.
Die Waldschneise beginnt am Kreisverkehr Steinbach und läuft rund acht Kilometer entlang der S81 durch den Friedewald bis zum Dippelsdorfer Teich; bei einem dauerhaft waldfreien Schutzstreifen von rund 110 Metern sind das etwa 88 Hektar Wald. Betroffen sind Steinbach und Auer am Anfang der Schneise ebenso wie Moritzburg, Friedewald und Reichenberg. Vor Dippelsdorf teilt sich der Korridor in zwei Alternativbänder, nördlich zwischen Teich und Moritzburg, südlich zwischen Dippelsdorf und Buchholz. Der Korridor verläuft im Landschaftsschutzgebiet entlang der Grenzen des Naturschutzgebietes Dippelsdorfer Teich, des FFH-Gebietes Moritzburger Teiche und Wälder und des Vogelschutzgebietes Moritzburger Kleinkuppenlandschaft; im Umfeld des Teiches sind ein Flächennaturdenkmal und 14 geschützte Biotope kartiert.

Wir sind nicht gegen den Netzausbau. Der Bedarf der Leitung ist im Netzentwicklungsplan festgestellt, und mit A+D liegt eine geprüfte, von der Behörde bevorzugte Alternative vor. Wir sind gegen ein Verfahren, das einen ungeprüften Korridor durch die Hintertür neben geprüfte stellt und die Gemeinde übergeht. Die Landesdirektion ist zugleich Planfeststellungsbehörde für die Leitung; für Korridor E liegt ohne Raumverträglichkeitsprüfung kein Ergebnis vor, das sie im Planfeststellungsverfahren 2028 einbeziehen könnte. Die Korridorentscheidung will 50Hertz im Frühjahr 2027 treffen. Danach ist es zu spät.

Quellen: Projektseite 50Hertz zur Elbe-Oberlausitz-Leitung; Medieninformation der Landesdirektion Sachsen zur Raumverträglichkeitsprüfung, Mai 2026; gemeinsame Stellungnahme der Gemeinden Moritzburg und Weinböhla zu Korridor E; Radebeul Aktuell vom 4. September 2026; Geoportal Landkreis Meißen, Themen Natur und Landschaft.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 315 (127 in Moritzburg)



22.09.2026, 04:07

Die Gemeinde Moritzburg hat sich vor Kurzem gegen die Trasse positioniert, nun ist es wichtig, bei der Landesdirektion Sachsen unsere Petition gegen Trasse E einzubringen. Diese positive Entwicklung ist Grund für die Änderung der Petitionsadresse. Nun wollen wir gemeinsam mit den Gemeindeverwaltungen Weinböhla und Moritzburg und einem erweiterten Kreis (Sachsen statt nur Moritzburg) gegen die Trasse E votieren.


Neuer Petitionstext:

Stromtrasse Korridor E: GemeinderatLandesdirektion MoritzburgSachsen soll den ungeprüften Korridor ablehnen

50Hertz link:https://www.50hertz.com/de/Netz/Netzausbau/ProjekteanLand/Elbe-OberlausitzLeitung/

Petition richtet sich an: Landesdirektion SachsenSachsen, Referat 34 Raumordnung, Stadtentwicklung (Dienststelle Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden)
Region: Moritzburg

Petitionstext

Wir fordern dendie GemeinderatLandesdirektion der Gemeinde MoritzburgSachsen auf, den Trassenkorridor E der 380-kV-Elbe-Oberlausitz-Leitung abzulehnen und von der Landesdirektion Sachsen undgegenüber 50Hertz zudarauf verlangen,hinzuwirken, dass dieser Korridor aus der Planung genommen wird, solange er nicht dieselbe Prüfung durchlaufen hat wie alle anderen Korridore: vollständige Unterlagen, öffentliche Auslegung, Beteiligung der Gemeinde und der Einwohner, raumordnerische Beurteilung.
Korridor E kam nach Abschluss der Raumverträglichkeitsprüfung in das Verfahren, ohne jemals öffentlich ausgelegt worden zu sein. Weder die Gemeinde noch wir Einwohner konnten uns dazu äußern. Trotzdem soll er im Frühjahr 2027 gleichrangig neben den geprüften Korridoren zur Entscheidung stehen.Der

Die GemeinderatGemeinden sollMoritzburg denund BürgermeisterWeinböhla beauftragen,haben dieseKorridor HaltungE als Stellungnahme der Gemeinde zu vertreten, beigegenüber der Landesdirektion Sachsen und 50Hertz bereits mit gemeinsamer Stellungnahme abgelehnt. Wir unterstützen diese Ablehnung und bitten die Landesdirektion, öffentlich Auskunft einzuholen,zu geben, wer Korridor E wann und mit welcher Begründung eingebracht hat, und die Nachbargemeinden Weinböhla, Coswig, Niederau, Radebeul und Radeburg zu einer gemeinsamen Erklärung einzuladen.hat.

Begründung

Bis Mai 2026 war das Verfahren geordnet. 50Hertz hatte im Juli 2025 vier Korridore (A bis D) zur Raumverträglichkeitsprüfung eingereicht, die Landesdirektion Sachsen hat sie im Herbst 2025 öffentlich ausgelegt und im Mai 2026 die Kombination A+D entlang der A13 als raumverträglich beurteilt, ausdrücklich wegen des Arten- und Biotopschutzes in der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft, verbunden mit 17 raumordnerischen Vorgaben für das weitere Verfahren, u.a. zur Prüfung der A+D Verbindung im Raum Radeburg.Kleinkuppenlandschaft.
Dann tauchte Korridor E auf. 50Hertz schreibt auf der eigenen Projektseite, dieser Korridor sei im Zuge der Beteiligung eingereicht worden und nicht Teil der eingereichten Unterlagen gewesen. Er hat also weder den Alternativenvergleich des Netzbetreibers noch die Raumverträglichkeitsprüfung durchlaufen. Wer sich im Herbst 2025 zu den ausgelegten Unterlagen geäußert hat, konnte zu E nichts sagen, es gab ihn noch nicht.
Was Korridor E für Moritzburg bedeutet: Masten um 70 Meter Höhe, so hoch wie ein Hochhaus mit 20 Stockwerken, in einem Trassenband von 200 Metern Breite. Die Schneise führt durch die Wälder von Weinböhla, Niederau und Coswig.
Die Waldschneise beginnt am Kreisverkehr Steinbach und läuft rund acht Kilometer entlang der S81 durch den Friedewald bis zum Dippelsdorfer Teich; bei einem dauerhaft waldfreien Schutzstreifen von rund 110 Metern sind das etwa 10088 Hektar Wald. Betroffen sind Steinbach und Auer am Anfang der Schneise ebenso wie Moritzburg, Friedewald und Reichenberg. Vor Dippelsdorf teilt sich der Korridor in zwei Alternativbänder, nördlich zwischen Teich und Moritzburg, südlich zwischen Dippelsdorf und Buchholz. Der Korridor verläuft im Landschaftsschutzgebiet entlang der Grenzen des Naturschutzgebietes Dippelsdorfer Teich, des FFH-Gebietes Moritzburger Teiche und Wälder und des Vogelschutzgebietes Moritzburger Kleinkuppenlandschaft; im Umfeld des Teiches sind ein Flächennaturdenkmal und 14 geschützte Biotope kartiert.

Wir sind nicht gegen den Netzausbau. Der Bedarf der Leitung ist im Netzentwicklungsplan festgestellt, und mit A+D liegt eine geprüfte, von der Behörde bevorzugte Alternative vor. Wir sind gegen ein Verfahren, das einen ungeprüften Korridor durch die Hintertür neben geprüfte stellt und die Gemeinde übergeht. EinDie BeschlussLandesdirektion desist Gemeinderateszugleich steht in jeder späteren Abwägung und sichert der Gemeinde ihre RechtspositionPlanfeststellungsbehörde für die Leitung; für Korridor E liegt ohne Raumverträglichkeitsprüfung kein Ergebnis vor, das sie im Planfeststellungsverfahren 2028 einbeziehen könnte. Die Korridorentscheidung will 50Hertz im Frühjahr 2027 treffen. Danach ist es zu spät.

Quellen: Projektseite 50Hertz zur Elbe-Oberlausitz-Leitung; Medieninformation der Landesdirektion Sachsen zur Raumverträglichkeitsprüfung, Mai 2026; gemeinsame Stellungnahme der Gemeinden Moritzburg und Weinböhla zu Korridor E; Radebeul Aktuell vom 4. September 2026; Geoportal Landkreis Meißen, Themen Natur und Landschaft.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 289




21.09.2026, 02:04

  1. Korridor E als Alternativtrasse brachte die Firma 50Hertz informell gegen Ende der Raumverträglichkeitsprüfung der anderen Trassenvarianten ein. Da diese Trasse erst später hinzukam, war das Monitoring der Arten innerhalb des Untersuchungsraumes noch nicht abgeschlossen. Diese Variante wurde in der Raumverträglichkeitsprüfung daher nicht geprüft und wurde uns in einem informellen Treffen vorgestellt und nun ins Planfeststellungsverfahren aufgenommen.
  2. Das Gerücht, der NABU habe die Alternativtrasse vorgeschlagen oder würde diese bevorzugen ist uns vor kurzem ebenfalls zugetragen geworden. Unseren Informationen nach hatte die Öffentlichkeitsstelle von 50Hertz dies auf Bürgerversammlungen entsprechend dargestellt. Eine Richtigstellung, verbunden mit dem Wunsch auf respektvolle Zusammenarbeit, erging heute Vormittag.
  3. Mit Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vom 21.08.2026 äußerte sich der NABU Sachsen als anerkannter Naturschutzverband unter Zuarbeit der NABU-Regionalgruppe Dresden-Meißen e.V. und der NABU-Fachgruppe Großdittmannsdorf zum Scoping des Planfeststellungsverfahrens. Darin wird die naturschutzfachliche Ablehnung u.a. des Korridors E deutlich (gleich zu Beginn der STN). Ich habe Ihnen diese angehangen.
  4. Zur Raumverträglichkeitsprüfung (bevor Korridor E vorgeschlagen worden war), hatten wir uns ebenfalls mit einer Stellungnahme eingebracht. Sie finden diese in unserem Stellungnahmenarchiv unter:

https://sachsen.nabu.de/umweltundressourcen/naturschutzpolitik/29531.html


21.09.2026, 01:47

Dokument anzeigen

In verschiedenen Presseveröffentlichungen wurde die Aussage auf der Informationsveranstaltung in Großdobritz : „Der Hinweis auf diesen 20 Kilometer langen Trassenkorridor E kam in der Beteiligung vom Nabu”, sagt 50Hertz-Sprecherin Lisa Wollny.“ wiedergegeben. Folgende Richtigstellung wurde mir auf Nachfrage vom NABU zur Verfügung gestellt;Auszug aus der Mail:

  1. Korridor E als Alternativtrasse brachte die Firma 50Hertz informell gegen Ende der Raumverträglichkeitsprüfung der anderen Trassenvarianten ein. Da diese Trasse erst später hinzukam, war das Monitoring der Arten innerhalb des Untersuchungsraumes noch nicht abgeschlossen. Diese Variante wurde in der Raumverträglichkeitsprüfung daher nicht geprüft und wurde uns in einem informellen Treffen vorgestellt und nun ins Planfeststellungsverfahren aufgenommen.
  2. Das Gerücht, der NABU habe die Alternativtrasse vorgeschlagen oder würde diese bevorzugen ist uns vor kurzem ebenfalls zugetragen geworden. Unseren Informationen nach hatte die Öffentlichkeitsstelle von 50Hertz dies auf Bürgerversammlungen entsprechend dargestellt. Eine Richtigstellung, verbunden mit dem Wunsch auf respektvolle Zusammenarbeit, erging heute Vormittag.
  3. Mit Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vom 21.08.2026 äußerte sich der NABU Sachsen als anerkannter Naturschutzverband unter Zuarbeit der NABU-Regionalgruppe Dresden-Meißen e.V. und der NABU-Fachgruppe Großdittmannsdorf zum Scoping des Planfeststellungsverfahrens. Darin wird die naturschutzfachliche Ablehnung u.a. des Korridors E deutlich (gleich zu Beginn der STN). Ich habe Ihnen diese angehangen.
  4. Zur Raumverträglichkeitsprüfung (bevor Korridor E vorgeschlagen worden war), hatten wir uns ebenfalls mit einer Stellungnahme eingebracht. Sie finden diese in unserem Stellungnahmenarchiv unter:

https://sachsen.nabu.de/umweltundressourcen/naturschutzpolitik/29531.html

In der beiliegenden PDF befindet sich auch noch mal eine ausführliche Information des NABU zur Trasse E vom 21. August 2026 in einem Schreiben an die Landesdirektion Sachsen.


20.09.2026, 11:31

Infolge einer Bitte um Konkretisierung und Klarstellung des Ablaufs haben wir im Punkt Begründung Folgendes ergänzt: , verbunden mit 17 raumordnerischen Vorgaben für das weitere Verfahren, u.a. zur Prüfung der A+D Verbindung im Raum Radeburg.


Neuer Petitionstext:

Stromtrasse Korridor E: Gemeinderat Moritzburg soll den ungeprüften Korridor ablehnen

50Hertz link:https://www.50hertz.com/de/Netz/Netzausbau/ProjekteanLand/Elbe-OberlausitzLeitung/

Petition richtet sich an: Gemeinderat der Gemeinde Moritzburg

Petitionstext
Wir fordern den Gemeinderat der Gemeinde Moritzburg auf, den Trassenkorridor E der 380-kV-Elbe-Oberlausitz-Leitung abzulehnen und von der Landesdirektion Sachsen und 50Hertz zu verlangen, dass dieser Korridor aus der Planung genommen wird, solange er nicht dieselbe Prüfung durchlaufen hat wie alle anderen Korridore: vollständige Unterlagen, öffentliche Auslegung, Beteiligung der Gemeinde und der Einwohner, raumordnerische Beurteilung.
Korridor E kam nach Abschluss der Raumverträglichkeitsprüfung in das Verfahren, ohne jemals öffentlich ausgelegt worden zu sein. Weder die Gemeinde noch wir Einwohner konnten uns dazu äußern. Trotzdem soll er im Frühjahr 2027 gleichrangig neben den geprüften Korridoren zur Entscheidung stehen.
Der Gemeinderat soll den Bürgermeister beauftragen, diese Haltung als Stellungnahme der Gemeinde zu vertreten, bei der Landesdirektion Auskunft einzuholen, wer Korridor E wann und mit welcher Begründung eingebracht hat, und die Nachbargemeinden Weinböhla, Coswig, Niederau, Radebeul und Radeburg zu einer gemeinsamen Erklärung einzuladen.
Begründung
Bis Mai 2026 war das Verfahren geordnet. 50Hertz hatte im Juli 2025 vier Korridore (A bis D) zur Raumverträglichkeitsprüfung eingereicht, die Landesdirektion Sachsen hat sie im Herbst 2025 öffentlich ausgelegt und im Mai 2026 die Kombination A+D entlang der A13 als raumverträglich beurteilt, ausdrücklich wegen des Arten- und Biotopschutzes in der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft.Kleinkuppenlandschaft, verbunden mit 17 raumordnerischen Vorgaben für das weitere Verfahren, u.a. zur Prüfung der A+D Verbindung im Raum Radeburg.
Dann tauchte Korridor E auf. 50Hertz schreibt auf der eigenen Projektseite, dieser Korridor sei im Zuge der Beteiligung eingereicht worden und nicht Teil der eingereichten Unterlagen gewesen. Er hat also weder den Alternativenvergleich des Netzbetreibers noch die Raumverträglichkeitsprüfung durchlaufen. Wer sich im Herbst 2025 zu den ausgelegten Unterlagen geäußert hat, konnte zu E nichts sagen, es gab ihn noch nicht.
Was Korridor E für Moritzburg bedeutet: Masten um 70 Meter Höhe, so hoch wie ein Hochhaus mit 20 Stockwerken, in einem Trassenband von 200 Metern Breite. Die Schneise führt durch die Wälder von Weinböhla, Niederau und Coswig.
Die Waldschneise beginnt am Kreisverkehr Steinbach und läuft rund acht Kilometer entlang der S81 durch den Friedewald bis zum Dippelsdorfer Teich; bei einem dauerhaft waldfreien Schutzstreifen von rund 110 Metern sind das etwa 100 Hektar Wald. Betroffen sind Steinbach und Auer am Anfang der Schneise ebenso wie Moritzburg, Friedewald und Reichenberg. Vor Dippelsdorf teilt sich der Korridor in zwei Alternativbänder, nördlich zwischen Teich und Moritzburg, südlich zwischen Dippelsdorf und Buchholz. Der Korridor verläuft im Landschaftsschutzgebiet entlang der Grenzen des Naturschutzgebietes Dippelsdorfer Teich, des FFH-Gebietes Moritzburger Teiche und Wälder und des Vogelschutzgebietes Moritzburger Kleinkuppenlandschaft; im Umfeld des Teiches sind ein Flächennaturdenkmal und 14 geschützte Biotope kartiert.
Wir sind nicht gegen den Netzausbau. Der Bedarf der Leitung ist im Netzentwicklungsplan festgestellt, und mit A+D liegt eine geprüfte, von der Behörde bevorzugte Alternative vor. Wir sind gegen ein Verfahren, das einen ungeprüften Korridor durch die Hintertür neben geprüfte stellt und die Gemeinde übergeht. Ein Beschluss des Gemeinderates steht in jeder späteren Abwägung und sichert der Gemeinde ihre Rechtsposition für das Planfeststellungsverfahren 2028. Die Korridorentscheidung will 50Hertz im Frühjahr 2027 treffen. Danach ist es zu spät.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 142 (73 in Moritzburg)


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