• Änderungen an der Petition

    at 13 Nov 2020 09:09

    Der Link am Ende der Petition, der zur Webseite der Initiative hinweist, wurde aktualisiert.


    Neue Begründung: 1. Die geplante Erweiterung des Parkhauses ginge zu Lasten der denkmalgeschützten Gebäude. Inwiefern das Mehr an Parkraum im Stadtzentrum tatsächlich zu einer (erfolgreichen) Wiederbelebung des Kaufhauses führen würde, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, da die bereits vorhandenen Parkhausstellplätze nicht ausgelastet sind. Des Weiteren muss das geplante Kaufhauskonzept des Investors und die damit verbundene Umgestaltung des Areals am Postplatz zu Parkplätzen und Anlieferungszone vor dem Hintergrund des in Erarbeitung befindlichen Einzelhandelskonzeptes für die Görlitzer Innenstadt bewertet werden.
    2. Fragwürdig ist das geplante Bauvorhaben auch im Hinblick auf die Mobilität der Zukunft in Görlitz. Mittelfristig muss der motorisierte Individualverkehr aus den zentralen städtischen Lagen auf einen ausgebauten ÖPNV umgelenkt werden. Denn das erklärte Ziel der Stadt Görlitz, bis 2030 CO2-neutral werden zu wollen, lässt sich mit weiteren großräumigen Abstellflächen für Fahrzeuge in der Innenstadt, und deren wirtschaftlichem Betrieb als Konkurrenz zum städtischen ÖPNV, nicht erreichen. Das Vorhaben des Investors muss sich daher in das geplante gesamtstädtische Mobilitätskonzept eingliedern.
    3. Ein mit dem Vorhaben forciertes stärkeres Verkehrsaufkommen rund um den zentralen Postplatz würde in den Anrainerstraßen (insbesondere Schützenstraße, Konsulstraße, James von Moltke-Straße und Bismarckstraße), für höhere Lärmbelastung, schlechtere Luftqualität und insgesamt verringerte Lebens- und Wohnqualität sorgen. Bereits jetzt stellt das hohe Verkehrsaufkommen in diesem Stadtgebiet ein Problem dar und führt zu Vermietungsproblemen und Einnahmeverlusten der dortigen Hauseigentümer:innen.
    4. Statt versiegelter Flächen und engerer Straßenfluchten sollten die bestehenden Grünflächen vor und hinter den Gebäuden Postplatz 5 und 6 erhalten und aufgewertet werden. Denn Grünflächen tragen vor allem in den heißer werdenden Sommermonaten zu einem gesünderen Stadtklima bei und machen die Innenstadt lebenswerter. Das geplante Bauvorhaben muss daher auch Maßnahmen zur Klimaanpassung berücksichtigen.
    5. Seine historische Bausubstanz als größtes zusammenhängendes Flächendenkmal Deutschlands und architektonisches Geschichtsbuch zum Erleben machen Görlitz besonders und einmalig. Dieses Erbe verpflichtet. Bestehende Regelungen zum Schutz und Erhalt der Denkmale müssen für alle Bauherr:innen gleichermaßen gelten. Einmal mehr, da sich der Abriss des Caféhauses am Postplatz sowie des Wilhelmstheaters gegenüber der Frauenkirche vor 20 Jahren (für den Neubau von City Center und Parkhaus) als schwerwiegende Fehlentscheidungen und Verlustgeschäfte erwiesen haben.
    6. Wächterhäuser haben die jüngere Görlitzer Stadtentwicklung nachhaltig mit geprägt. In ihnen haben zahlreiche, heute wie selbstverständlich zur bunten Stadtgesellschaft gehörende Vereine, Initiativen und Ideen ihren Anfang genommen. Seit mehr als 30 Jahren war der Postplatz 6 Anlaufstelle, Treffpunkt und Ausgangspunkt für vielfältiges, kreatives, weltoffenes und Grenzen überschreitendes Leben und Schaffen in der Europastadt. Wir wollen, dass auch künftig Wächterhäuser als Zwischennutzungen zum Erhalt historischer Bausubstanz beitragen und Freiräume in Görlitz bieten.
    Stadtgestaltung geht alle an!
    Wir fordern, dass sich die gewählten Stadtvertreter:innen für eine alternative Lösung und den Erhalt des Hauses Postplatz 6 sowie eine attraktive Innenstadt zum Wohnen und Erleben für Alle einsetzen.
    Deshalb rufen wir alle Görlitzer:innen dazu auf, diese Petition zu unterstützen, damit der geplante Abriss gestoppt werden kann.
    Wer mehr über die Geschichte des Gebäudes als Wohn- und Sozialraum erfahren will:
    www.Postplatz6bleibt.de
    postplatz6bleibt.de/

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 423 (211 in Görlitz)

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