Petition richtet sich an:
Bundestag
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Empfehlungen zur Abschaffung des steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs (geringfügige Beschäftigung) entschieden abzulehnen. Das Parlament wird aufgefordert, von jeglichen Gesetzesinitiativen Abstand zu nehmen, die eine umfassende Sozialversicherungspflicht für alle Minijobber einführen würden. Der bewährte Charakter des Minijobs als unbürokratischer, abzugsfreier Zuverdienst muss vollumfänglich und für alle Bevölkerungsgruppen erhalten bleiben.
Begründung
Die aktuellen Vorschläge der Rentenkommission zur De-facto-Abschaffung beitragsfreier Minijobs bedrohen die wirtschaftliche Existenz von bis zu 6,8 Millionen Menschen in Deutschland. Die Pläne, den Sonderstatus zu streichen und Ausnahmen nur noch für Schüler zuzulassen, ignorieren die Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung.
Eine pauschale Sozialversicherungspflicht für alle Minijobber hätte verheerende soziale und wirtschaftliche Folgen:
- Direkter Einkommensverlust für Geringverdiener: Ökonomische Berechnungen wie die des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigen, dass eine Zwangsüberführung in reguläre Beschäftigungsverhältnisse für die Betroffenen massive Einbußen beim Nettoeinkommen bedeutet. Im Hier und Jetzt fehlt dieses Geld für den täglichen Lebensunterhalt.
- Kein Schutz vor Altersarmut: Das Argument, Pflichtbeiträge würden Frauen und Geringverdiener vor Altersarmut schützen, geht an der Realität vorbei. Die aus einem monatlichen Einkommen von maximal 603 Euro erworbenen Rentenansprüche sind nicht existenzsichernd. Betroffene fallen im Alter trotz Zwangsabgaben in die Grundrente – die Beiträge verpuffen wirkungslos im Gesamtsystem.
- Gefährdung von Branchen und Arbeitsplätzen: Ganze Wirtschaftszweige wie die Gastronomie, der Dienstleistungssektor und der Einzelhandel sind auf die personelle Flexibilität angewiesen. Wirtschaftsverbände wie der Handelsverband Deutschland (HDE) warnen vor dem Verlust Hunderttausender Arbeitsplätze.
- Anstieg der Schwarzarbeit: Wenn legale, flexible Zuverdienste durch hohe Abgaben unattraktiv werden, weichen Arbeitskräfte und Arbeitgeber unweigerlich in die Schattenwirtschaft aus. Das schadet dem Staat weit mehr, als es den Sozialkassen nützt.
- Entzug von Zuverdienstmöglichkeiten: Rentner, Studierende, pflegende Angehörige und Alleinerziehende werden durch eine solche Reform systematisch benachteiligt. Sie können oder dürfen oft keine reguläre Teilzeitstelle annehmen, sind aber auf das abzugsfreie Zusatzeinkommen angewiesen.
Das Ziel der Politik muss es sein, Anreize für Mehrarbeit durch steuerliche Entlastungen in Hauptberufen zu schaffen, anstatt die schwächsten Marktteilnehmer im Zuverdienst zu bestrafen.
Ich bin im Moment darauf angewiesen Geld dazu zuverdienen. Auf Grund von großen Kredit und Schulden muss ich mehr Arbeiten gehen.