Region: Bonn

Hände weg von Umweltspuren und Radwegen! Radverkehr in Bonn fördern, nicht behindern

Petition richtet sich an
Stadtrat der Stadt Bonn, Oberbürgermeister Guido Déus

1.946 Unterschriften

65 %
1.620 von 2.500 für Quorum in Bonn Bonn

1.946 Unterschriften

65 %
1.620 von 2.500 für Quorum in Bonn Bonn
  1. Gestartet 15.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Stadtrat der Stadt Bonn, Oberbürgermeister Guido Déus

Der Bonner Stadtrat hat angesichts des Verkehrschaos nach Sperrung der Nordbrücke am 11. Juni 2026 mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP, BBB und AFD beschlossen, die Radspuren auf der Oxfordstraße und der Adenauerallee zu entfernen und den Autoverkehr dort wieder vierspurig zu führen. Wo kein Schutzstreifen möglich ist, soll der Radverkehr schlicht verboten werden (Quelle: Ratsbeschluss).

Wir fordern: Die Radspuren auf Oxfordstraße und Adenauerallee müssen erhalten bleiben, der Wechsel aufs Rad unterstützt und gefördert werden.

Jetzt, in dieser akuten Mobilitätskrise, braucht Bonn das Fahrrad mehr denn je. Sogar der ADAC-Mobilitätsexperte Prof. Roman Suthold empfiehlt im Kölner Stadt-Anzeiger, in der Krisensituation keine Fahrrad- und Umweltspuren für den Autoverkehr zu opfern.

Begründung

Oxfordstraße: Alternativlos und unsicher ohne Radspur

Die Oxfordstraße ist die wichtigste Ost-West-Verbindung für den Radverkehr in der Bonner Innenstadt. Eine gleichwertige Alternative gibt es nicht, da parallele Führungsmöglichkeiten im Straßennetz schlicht nicht vorhanden sind.

Dort soll der Radfahrstreifen nun einem Schutzstreifen weichen oder ganz entfallen. Was das bedeutet: Radfahrende teilen sich die Fahrbahn mit Lkw und Autos im Stau, mit einem gestrichelten Strich als einzigem Schutz. Untersuchungen belegen, dass der vorgeschriebene Überholabstand auf solchen Streifen regelmäßig unterschritten wird, außerdem ist fraglich, ob die Menschen dort mit dem Rad überhaupt noch durchkommen. Bestehende Schutzstreifen sind im Stau regelmäßig komplett mit Autos vollgestellt, wie etwa in der Römerstraße zu beobachten ist.

Und was bringt das Ganze? Voraussichtlich wenig bis gar nichts. In der Verkehrsplanung gilt das Flaschenhalsprinzip: Die Leistungsfähigkeit eines Straßenzuges wird maßgeblich durch seine Engpässe bestimmt. Solange die Engpässe auf der Kennedybrücke selbst und auf anderen zwangsweise einspurigen Abschnitten wie der Thomastraße oder am Combahnfriedhof bestehen bleiben, wird sich der Stau durch die Beseitigung einiger einspuriger Abschnitte nur verlagern, aber nicht verschwinden.

Adenauerallee: Kein Stauhelfer, aber ein Politikum

Die Adenauerallee hat keine direkte Entlastungsfunktion für die gesperrte Nordbrücke und darüber hinaus auch zwei einspurige Passagen auf knapp zwei Kilometer Länge. Der Beschluss, auch hier den Radverkehr zu verdrängen, lässt sich verkehrlich kaum begründen, wohl aber politisch: Die CDU bekämpft die Radspur auf der Adenauerallee seit Jahren als ideologische Unvernunft. Nun scheint sie in der Ausnahmesituation die Gelegenheit zu sehen, Fakten schaffen zu können.

Die vorgeschlagenen Ausweichrouten über Kaiserstraße und Rheinufer sind kein gleichwertiger Ersatz für alle, die entlang der Adenauerallee zur Schule gehen, studieren oder arbeiten.

Das Fahrrad entlastet alle, auch den Autoverkehr

Wer jetzt auf das Rad umsteigt, nimmt ein Auto von der Straße und erleichtert die Situation damit nicht zuletzt für all diejenigen, die nicht wechseln können, etwa Handwerker, mobilitätseingeschränkte Personen oder diejenigen, die einen sehr weiten Weg haben. Die Menschen, die seit dem 3. Juni täglich auf das Fahrrad umgestiegen sind, sorgen dafür, dass der Kollaps nicht noch schlimmer ist. Wer sie jetzt derartig verdrängt, sorgt dafür, dass sie ins Auto zurückkehren, mit dem Ergebnis von mehr Stau, nicht weniger.

Bonn hat mit dem Radentscheid 2021 versprochen, zur Fahrradstadt zu werden. Dieses Versprechen ausgerechnet dann zu brechen, wenn das Fahrrad beweist, dass es unverzichtbar ist und ungemeine Potentiale bietet, wäre eine Entscheidung gegen die Sicherheit aller, die täglich Rad fahren und jene, die es in der neuen Situation erstmals ernsthaft in Betracht ziehen.

Wir fordern den Rat der Bundesstadt Bonn auf, die Beschlusspunkte 1.6, 1.7 und 1.8 zurückzunehmen und stattdessen das zu tun, was diese Krise wirklich braucht: Radverkehr fördern, nicht verbieten.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.06.2026
Sammlung endet: 14.12.2026
Region: Bonn
Kategorie: Verkehr

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

Warum Menschen unterschreiben

Bonn wird über die kommenden Jahre ein Verkehrchaos bleiben. Deswegen Busse&Bahnen kostenfrei gestalten und den ganzen Verkehr raus aus unserer Stadt, nur noch Busse&Bahnen, Rettungsdienste, Handwerker&Lieferanten und Anwohner mit dem PKW noch in die Stadt fahren lassen, Parkplötze außerhalb der Stadt zur Verfügung stellen und ÖPNV nutzen

Mehr Spuren für den MIV wird das Verkehrsproblem nicht lösen. 'Another lane will fix it' ist wissenschaftlich nachgewiesen keine Lösung!

AFD Verbot jetzt!

Anstatt Radwege zu sperren, sollte es genau hier jetzt eine Förderung von Auto-Alternativen Verkehrsmitteln geben, um endlich ein Zeichen der Verkehrswende zu setzten. Genau jetzt mehr Fahrradwege aufmachen, mehr Bus und Bahn fördern. Mehr zukunftsorientierte Beförderung , Konzepte die umweltverträglicher und klimafreundlicher ist zu fördern ist weitsichtiger .

Jahrelanger Radpendler zur Arbeit. Das Bonner Verkehrskonzept war schon vor der Nordbrücken Sperrung eigentlich seit Jahrzehnten überholt und chaotisch (nur als Beispiel die Bus und Bahnspuren auf vielbefahrenen Straßen sind vorsintflutlich und in anderen Städten bereits Ende des letzen Jahrtausends abgeschafft worden - international und national)

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern