Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich fordere den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, den Vorschlag der Rentenkommission abzulehnen, die Möglichkeit, eine Altersrente mit Abschlägen bereits ab dem 63. Lebensjahr zu beziehen, auf das 64. Lebensjahr anzuheben.
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen das Rentenalter erst nach jahrzehntelanger körperlicher oder psychischer Belastung. Besonders Beschäftigte in handwerklichen Berufen, in der Pflege, im Gesundheitswesen, im Baugewerbe, in der Industrie, im Einzelhandel oder in Schichtarbeit sind häufig schon vor dem regulären Renteneintritt gesundheitlich stark eingeschränkt. Für sie ist die Möglichkeit, selbst unter Inkaufnahme lebenslanger Rentenabschläge bereits mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen, ein wichtiger sozialer Ausgleich.
Eine Anhebung auf 64 Jahre würde gerade diejenigen besonders hart treffen, die bereits viele Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet haben und deren körperliche oder seelische Belastbarkeit häufig deutlich früher nachlässt als bei Beschäftigten in weniger belastenden Tätigkeiten. Viele Betroffene müssten entweder trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiterarbeiten oder wären gezwungen, länger Krankengeld oder andere Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Dadurch würden die Belastungen lediglich in andere Bereiche des Sozialsystems verlagert.
Die bisherige Regelung ermöglicht den Betroffenen eine eigenverantwortliche Entscheidung: Wer früher in Rente gehen möchte, akzeptiert dafür lebenslange Abschläge. Diese Möglichkeit verursacht keine ungerechtfertigten Vorteile, sondern stellt einen fairen Kompromiss zwischen individueller Freiheit und finanzieller Verantwortung dar.
Deshalb fordere ich den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die bestehende Möglichkeit des Renteneintritts mit Abschlägen ab dem 63. Lebensjahr uneingeschränkt beizubehalten, keine weitere Anhebung dieser Altersgrenze vorzunehmen, die besonderen Belastungen langjährig Beschäftigter bei zukünftigen Rentenreformen stärker zu berücksichtigen und die Wahlfreiheit der Versicherten beim Renteneintritt zu erhalten.
Ein sozial gerechter Staat muss den Menschen, die über Jahrzehnte gearbeitet und Beiträge geleistet haben, einen würdevollen und selbstbestimmten Übergang in den Ruhestand ermöglichen. Eine weitere Erhöhung der Altersgrenzen würde dieses Ziel untergraben und insbesondere langjährig Beschäftigte unverhältnismäßig belasten.
Ich bitte den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung daher, diese Petition zu unterstützen und sich für den Erhalt der bisherigen Regelung einzusetzen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gabriele Kolbe
Wenn jemand 45 Jahre gearbeitet hat dann sollte es genug sein und das Argument wir werden alle älter zählt nicht . Es nützt nichts älter zu werden wenn du spät in Rente gehst und nur noch 3 Jahre ein normales Leben führst und dann Pflegefall bist wo ist da die Logik