Keine drastische Erhöhung der Kita- und Hortbeiträge in Lübbenau/Spreewald!

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Helmut Wenzel und die Stadtverordneten
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

903 Unterschriften

100 %
696 von 390 für Quorum in Lübbenau/Spreewald Lübbenau/Spreewald

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  1. Gestartet 13.08.2026
  2. Sammlung noch > 8 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Helmut Wenzel und die Stadtverordneten

Die Stadt Lübbenau/Spreewald plant, im Oktober über eine neue Beitragsordnung für Kitas und Horte zu entscheiden. Nach dem aktuellen Entwurf sollen die Elternbeiträge erheblich steigen. So könnte der Beitrag für einen Krippenplatz für Kinder bis 3 Jahre von 325 € auf bis zu 850 € pro Monat steigen. Auch die Hortbeiträge sollen von 105 € auf bis zu 381 € pro Monat angehoben werden. Das sind Steigerungen um bis zu 260%.

Sollten diese Beiträge beschlossen werden, würden sie zu den höchsten Elternbeiträgen in Brandenburg gehören.

Diese Erhöhung ist ein massiver Einschnitt, der Familien empfindlich trifft und eine starke Zusatzbelastung schafft. Das steht im Widerspruch zu dem Anspruch, eine kinder- und familienfreundliche Stadt zu sein. Echte Kinderfreundlichkeit zeigt sich vor allem in einer bezahlbaren, verlässlichen Betreuung unserer Kinder.

Wir fordern die Stadtverordneten auf, den Entwurf in dieser Form nicht zu beschließen und stattdessen gemeinsam mit Eltern eine gerechte, maßvolle und schrittweise Lösung zu entwickeln, damit sie für alle Familien planbar und tragbar bleibt.

Wir sagen: Keine Absenkung ist Erhöhung genug!

Begründung

An den Bürgermeister und die Stadtverordneten der Stadt Lübbenau/Spreewald

Wir, die unterzeichnenden Eltern, Großeltern sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lübbenau/Spreewald, sprechen uns entschieden gegen die geplante drastische Erhöhung der Elternbeiträge für Kitas und Horte aus.

Nach dem vorliegenden Entwurf sollen die Beiträge für einen Krippenplatz von 325 € auf bis zu 850 € pro Monat und die Hortbeiträge von 105 € auf bis zu 381 € pro Monat steigen.

Sollten diese Beiträge beschlossen werden, würden sie zu den höchsten Elternbeiträgen in ganz Brandenburg gehören. Es ist zudem davon auszugehen, dass auch freie Kita-Träger diese Anpassung zum Anlass nehmen, ihre Beiträge zu erhöhen.

Für viele Familien würden sich die Betreuungskosten damit mehr als verdoppeln. Eine solche Entwicklung stellt insbesondere Familien mit mehreren Kindern vor erhebliche finanzielle Herausforderungen.

Gerade Familien der Mittelschicht, in denen beide Eltern berufstätig sind, tragen maßgeblich zur Wirtschaftskraft unserer Stadt bei – und geraten durch sprunghafte Gebührenerhöhungen besonders stark unter Druck. Familien tragen bereits heute hohe Belastungen durch gestiegene Lebenshaltungskosten. Bezahlbare Kinderbetreuung ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für die Chancengleichheit unserer Kinder.
Die Stadt muss daher auch die Folgen sinkender Kaufkraft von Familien in ihre Haushaltsplanungen einbeziehen (geringerer Konsum, Wegzug und ausbleibender Zuzug, weniger Geburten, mehr Teilzeittätigkeiten, längere Elternzeit, Fachkräftemangel).

Wir erkennen an, dass auch die Stadt vor finanziellen Herausforderungen steht. Diese dürfen jedoch nicht auf Familien mit Kindern verlagert werden. Kinderbetreuung ist keine freiwillige Luxusleistung: Kinderbetreuung hat einen Bildungsauftrag! Es ist zudem ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. In einer kinder- und familienfreundlichen Kommune müssen Bildung und Betreuung als zentrale kommunale Aufgabe verstanden werden. Familien sollen sich auch weiterhin das Leben in unserer Stadt leisten können.

Wir fordern daher: Keine Beschlussfassung über die geplanten Beitragserhöhungen in der vorliegenden Form!

Stattdessen: 

1.  Gerechte Anpassung
Sprunghafte Erhöhungen sind auszuschließen. Keine Absenkung ist Erhöhung genug!

Begründung:
Familien werden bereits jetzt übermäßig belastet. Hohe Beiträge für Kinderbetreuung gefährden den Zuzug junger Familien sowie Arbeitskräften und fördern den Wegzug dieser Personengruppen - die Lübbenau dringend braucht!

2.  Höhere Rabattierung für Geschwisterkinder
Die Rabattierung bei mehreren zu betreuenden Kindern in einer Familie ist zu gering, auch im Vergleich zu anderen Kommunen in Brandenburg. Sie sollte mindestens 50% pro Kind betragen.

Begründung: 
Zu hohe Belastung durch hohe Betreuungskosten treibt das Absinken der ohnehin niedrigen Geburtenrate weiter voran.

3.  Übergangsregelungen und Planungssicherheit
Berücksichtigung von Übergangsfristen von mindestens 2 Jahren.

Begründung:
Finanzielle Belastungen steigen an vielen Stellen. Familien benötigen ausreichend Zeit, sich auf die hohe Kostenlast einzustellen.

4.  Familienfreundlichkeit als Leitlinie in der Stadt Lübbenau/Spreewald
Kinderbetreuung muss als Bildungsbestandteil anerkannt und damit als zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge behandelt werden

Begründung: 
Krippe, Kita und Hort sind nicht nur Betreuung und Dienstleistung für berufstätige Eltern, sondern wesentlicher Bestandteil (frühkindlicher) Bildung. Einer stark alternden Bevölkerung muss zum Wohle der Stadt entgegengewirkt werden, um demografische Herausforderungen nicht weiter zu verschärfen.

5.  Transparenz und Dialog 
Für einen fairen Prozess benötigt es einen offenen Dialog mit Elternvertretungen und betroffenen Familien vor der endgültigen Entscheidung. 

Begründung:
Vollständige Transparenz über die Berechnungsgrundlagen und die Notwendigkeit der Beitragserhebung sowie eine ernsthafte Prüfung alternativer Finanzierungs- und Einsparmöglichkeiten, bevor Familien zusätzlich belastet werden, sind für uns Voraussetzung für ein faires Verfahren.

Wir appellieren an den Bürgermeister und alle Stadtverordneten, im Oktober eine familienfreundliche und verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Lübbenau soll eine Stadt bleiben, in der Familien willkommen sind und gute Kinderbetreuung für alle leistbar bleibt.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift. Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen für unsere Kinder, unsere Familien und die Zukunft unserer Stadt setzen.

Weitere Infos zur Beschlussvorlage unter: https://www.luebbenau.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=1001598&refresh=false
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kitaprotest Lübbenau, Lübbenau/Spreewald
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.08.2026
Sammlung endet: 06.12.2026
Region: Lübbenau/Spreewald
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtrat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 2 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/keine-drastische-erhoehung-der-kita-und-hortbeitraege-in-luebbenau-spreewald
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
     
    wir möchten ein kurzes Update zum aktuellen Stand geben. Gestern fand der Austausch mit dem Bürgermeister und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Lübbenau statt. Das knapp zweistündige Gespräch haben wir als freundlich und konstruktiv wahrgenommen.
    Unsere Bedenken hinsichtlich der teils gravierenden Auswirkungen des ursprünglichen Entwurfs konnten wir darlegen und uns wurde versichert diese bei der Erarbeitung neuer Entwürfe zu berücksichtigen. Die Stadt Lübbenau ist sich der Problematik offenbar inzwischen bewusst.
    Gleichzeitig wurde erklärt, dass die Stadt Lübbenau den Stadtverordneten deutlich machen wird, welche Kosten durch Veränderungen bei den Beiträgen entstehen werden. Ob und wie diese Kosten dann aber anderweitig getragen werden können, sei eine politische Entscheidung unserer Stadtverordneten.
    Es wird jetzt besonders wichtig, mit den Stadtverordneten weiter im Gespräch zu bleiben und die Bedeutung der Kostenbeitragssatzung für die Stadt Lübbenau ins Bewusstsein zu bringen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu unterstreichen.

    Außerdem konnten wir bereits Gespräche mit den Fraktionen Linke, Grüne, Freie Wähler sowie FDP führen und sind darüber hinaus weiter im Austausch. Ein Gespräch mit der SPD-Fraktion steht unmittelbar bevor. Trotz mehrfacher Anfragen haben wir bisher von den Fraktionen AFD, AWG und CDU keine Rückmeldung erhalten.
     
    Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Interesse!

Ich habe da mal einen Vorschlag für die Stadt verordneten und dem Bürgermeister: wie wäre es wenn sie mal an den größten Arbeitgeber der Stadt Lübbenau herantreten KAUFLAND und ihm bitten einen Betriebskindergarten für alle Kinder der Stadt zu eröffnen, oder als Sponsor für die jetzigen Kitas der Stadt zu gewinnen.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Ich möchte mich hiermit für alle betroffenen Eltern und ihre Kinder stark machen! Auch mein Enkel besucht seit August diesen Jahres einen Hort in Lübbenau.. und er fühlt sich dort sehr wohl, genießt als Einzelkind die Gemeinschaft unter Kindern.
Dieses soziale Gefüge ist grad für Kinder in diesem Alter enorm wichtig, gibt ihnen Halt und Sicherheit. Besonders in dieser schnellen und schwierigen Zeit müssen wir unseren Kindern ermöglichen, miteinander in Kontakt treten zu können. Hierbei spielt der Hort eine große Rolle und sollte möglichst vielen Kindern zugänglich bleiben!!

Ich finde, dass Kinderbetreuung bezahlbar sein sollte für Eltern, die eh finanziell und mental belasteter sind, dank der politischen Lage.

Wir sind aus beruflichen Gründen auf die Kita Betreuung angewiesen sind. Diese Beitragserhöhung würde ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen welches für Normalverdiener mittlerweile eine hohe Belastung darstellen würde.

Wer an der Ausbildung spart, sägt an dem Ast worauf er sitzt.
Bringt Gewerbe nach Lübbenau, dann ist auch mehr Geld in der Kasse.

Es kann nicht sein das der Bürgemeister im Vorstand der WIS ist und das wir auch noch für die reinigung der Parkplätze bezahlen sollen die öffendlich sind und gerade die Besucher des Pinguinbad unsere Parklätze mit benutzen und auch Ihre Windeln in die Büsche werfen . Das sollte die Stadt bezahlen aber die Stadt versucht in jeder hinsicht zu sparen und dann auch noch für unsere Kinder . Kinder sind unsere Zukunft das begreift wahrscheinlich der Bürgermeister nicht .

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