Die Königshöhe ist Teil eines Landschaftsschutzgebiets und erfüllt wichtige Funktionen für Natur, Landschaft, Stadtklima und Naherholung. Gerade der Schutzstatus macht deutlich, dass es sich nicht um eine beliebige Fläche handelt, die ohne Weiteres für eine dauerhafte touristische Großinfrastruktur zur Verfügung steht.
Mit der geplanten Hängebrücke und der Seilbahn soll das Landschaftsschutzgebiet durch neue technische Infrastruktur verändert werden. Die geplante Hängebrücke soll nach den derzeitigen Planungen rund 850 Meter lang werden. Eine derartige Konstruktion würde das Erscheinungsbild der geschützten Landschaft erheblich verändern und wäre weithin sichtbar. Auch die geplante Seilbahn soll dauerhaft betrieben werden und die Königshöhe als Endpunkt erschließen.
Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Ist es mit dem Schutzgedanken eines Landschaftsschutzgebiets vereinbar, dort dauerhafte Großbauwerke und touristische Infrastruktur zu errichten?
Wir meinen:
- Der Schutz eines Landschaftsschutzgebiets muss ernst genommen werden.
- Der Schutzstatus darf nicht zum bloßen Abwägungsfaktor werden
- Ein Landschaftsschutzgebiet wird ausgewiesen, um bestimmte Landschaften wegen ihrer besonderen Bedeutung für Natur und Landschaft, ihrer Eigenart, Schönheit oder Erholungsfunktion zu schützen.
Unser Grundsatz lautet:
- Was sich vermeiden lässt, sollte nicht zerstört werden.
- Das gilt insbesondere für Waldflächen und gewachsene Landschaftsstrukturen.
- Auch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können den Verlust oder die dauerhafte Veränderung eines konkreten geschützten Landschaftsbereichs nicht vollständig ungeschehen machen.
Der Bürgerentscheid von 2022 ist keine Zustimmung zu Hängebrücke und Seilbahn
2022 haben die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger über die grundsätzliche Frage der BUGA-Bewerbung entschieden. Dieser Bürgerentscheid war keine Abstimmung über die konkrete Hängebrücke zwischen Königshöhe und Kaiserhöhe und keine Abstimmung über eine Seilbahn-Bergstation auf der Königshöhe. Die konkreten Projekte und ihre heutige Ausgestaltung wurden erst anschließend weiterentwickelt und geplant. Deshalb ist es demokratisch legitim und notwendig, dass die Bürgerinnen und Bürger heute ihre Meinung zu diesen konkreten Eingriffen äußern. Eine Zustimmung zur BUGA ist nicht automatisch eine Zustimmung zu jedem einzelnen BUGA-Bauprojekt.
Ja zur BUGA – aber nicht auf Kosten des Landschaftsschutzgebiets
Diese Petition richtet sich nicht gegen Wuppertal und nicht grundsätzlich gegen die BUGA 2031. Wir wünschen uns eine BUGA, die Wuppertal langfristig bereichert. Eine Bundesgartenschau kann Natur erlebbar machen, Grünflächen aufwerten, nachhaltige Mobilität fördern und Menschen für den Schutz unserer Umwelt sensibilisieren.
Gerade deshalb sollte sie mit gutem Beispiel vorangehen. Eine BUGA sollte den Wert geschützter Landschaften sichtbar machen – nicht ihre Schutzwürdigkeit durch Großbauwerke infrage stellen.
Wir wünschen uns eine BUGA, die
- bestehende Natur- und Landschaftsschutzinteressen ernst nimmt,
- Waldflächen erhält,
- geschützte Landschaften respektiert,
- vorhandene Infrastruktur nutzt,
- nachhaltige Mobilität fördert,
und auch nach 2031 einen langfristigen Mehrwert für Wuppertal schafft.
Wir fordern Alternativen
Die Frage sollte nicht lauten: „Wie können Hängebrücke und Seilbahn auf der Königshöhe verwirklicht werden?“
Sondern: „Wie kann die BUGA 2031 erfolgreich umgesetzt werden, ohne das Landschaftsschutzgebiet Königshöhe durch dauerhafte Großinfrastruktur zu beeinträchtigen?“
Wir fordern deshalb eine ernsthafte Prüfung von Alternativen. Dazu gehören Konzepte, die
- vorhandene Infrastruktur nutzen,
- bestehende Wege und Einrichtungen stärken,
- den öffentlichen Nahverkehr verbessern,
- Natur- und Landschaftsschutz stärker berücksichtigen,
- und Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet vermeiden.
Unser Appell
Die BUGA 2031 ist eine große Chance für Wuppertal. Gerade deshalb sollte sie zeigen, dass Stadtentwicklung, Tourismus und Naturschutz miteinander vereinbar sind. Ein Landschaftsschutzgebiet sollte nicht deshalb seinen Schutz verlieren oder erheblich beeinträchtigt werden, weil eine touristische Attraktion an diesem Standort geplant ist.
Die Königshöhe ist auch ohne Hängebrücke und Seilbahn ein wertvoller Ort. Ihr Wert liegt in ihrer Landschaft, ihrem Wald, ihrer Natur und ihrer Bedeutung für die Erholung der Menschen.
Deshalb bitten wir den Rat der Stadt Wuppertal und die Verantwortlichen der BUGA 2031:
- Schützen Sie das Landschaftsschutzgebiet Königshöhe.
- Stoppen Sie die Planungen für Hängebrücke und Seilbahn auf der Königshöhe.
- Prüfen Sie Alternativen außerhalb des geschützten Landschaftsbereichs.
Unterstützen Sie diese Petition!
Für eine BUGA, die Wuppertal bereichert – ohne das Landschaftsschutzgebiet Königshöhe dauerhaft zu beeinträchtigen.
Ich möchte verhindern, das gesunde alte Bäume dafür gefällt werden