Region: Berlin

Mitgliedsbeitrag Berliner Ärztekammer: Wegfall der Kinderfreibeträge

Petition richtet sich an
Ärztekammer Berlin

2.815 Unterschriften

22 %
2.370 von 11.000 für Quorum in Berlin Berlin

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2.370 von 11.000 für Quorum in Berlin Berlin
  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung noch 8 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Ärztekammer Berlin

Ich fordere eine Rücknahme des Wegfalls der Kinderfreibeträge bei der Berechnung des Mitgliedbeitrags bei der Berliner Ärztekammer. Seit diesem Jahr wurden die Beiträge nicht nur insgesamt angehoben, sondern zusätzlich noch entfallen die Kinderfreibeträge bei der Berechnung. Das bedeutet eine ungerechte finanzielle Mehrbelastung für Ärzt*innen mit Kind(ern). Wer Kinder großzieht, weiß, wie lieb aber auch teuer sie sind. Eine überalternde Gesell- aber auch Ärzt*innenschaft sollte Familien und insbesondere Alleinerziehende mit Kind(ern) entlasten und diesen finanziellen Kraftakt weiter honorieren.

Begründung

Mein Mann und ich haben zusammen 4 Kinder. Zudem pflege ich meine Mutter. Daher arbeite ich in Teilzeit. Mein Beitrag ist durch den Wegfall der Kinderfreibeträge von letztes Jahr 84 Euro auf jetzt 311 Euro angehoben worden! Warum wird Pflege weiterhin Mitgliedbeitrags-senkend anerkannt, nicht aber
die Erziehung von Kindern? Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren insbesondere durch steigende Lebensmittelpreise, durch steigende Mieten aber auch durch die Kosten für Energie deutlich gestiegen. Das spüren Pflegende, aber insbesondere auch Eltern ganz deutlich. Ich fordere eine Rücknahme dieser Entscheidung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Isabel Trebesch, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.03.2026
Sammlung endet: 17.09.2026
Region: Berlin
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Liebe Frau Trebesch,
     
    haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mail und die Information über die Petition. Ich darf Ihnen als Präsident der Ärztekammer Berlin hierauf kurz antworten.
     
    Die Delegiertenversammlung, das Parlament der Ärztekammer Berlin, hat im November 2025 nach intensiven und ausführlichen Beratungen und Diskussionen die Beitragsordnung für 2026 beschlossen, die neben einer Anhebung der Beitragshebesätze auch die Abschaffung der so genannten Kinderfreibeträge beinhaltet. Die Entscheidung fiel mit knapper Mehrheit aus. Auch deswegen war der Wunsch aller groß, diese Entscheidung zeitnah zu reevaluieren. So hat der Vorstand der Ärztekammer bereits im Januar 2026 einen fraktionsübergreifenden Arbeitskreis gegründet. Er hat die Aufgabe, die Beitragsordnung zu bewerten, um daraufdem Vorstand und der Delegiertenversammlung Empfehlungen zur Weiterentwicklung auszusprechen. Der Arbeitskreis hat bereits intensiv debattiert und oft getagt, so dass ich zuversichtlich bin, dass er dem Vorstand und der Delegiertenversammlung noch in diesem Jahr konkrete Vorschläge unterbreiten wird. Ich nehme bei allen Beteiligten den Wunsch wahr, allen Mitgliedern der Ärztekammer Berlin eine solidarische, familien- und kinderfreundliche Beitragsordnung zur Verfügung zu stellen.

    Ich gehe derzeit davon aus, dass die Delegiertenversammlung noch in diesem Jahr in ihrer November Sitzung erneut über die Beitragsordnung beraten wird. Hier sollen die Vorschläge eingebracht werden, die vom Arbeitskreis vorbereitet wurden. Dazu wird auch die Frage nachden sogenannten Kinderfreibeträgen gehören, sodass vielleicht bereits im Jahr 2027 eine weiterentwickelte Beitragsordnung – gegebenenfalls auch mit Kinderfreibeträgen – in Kraft treten kann. 

    Aus meiner Sicht ist Ihre Petition sehr wichtig, da sie die Meinung einer beachtlichen Anzahl von Kammermitgliedern widerspiegelt. Ich bin mir sicher, dass die Forderung der Petition in den anstehenden Beratungen nicht nur Gehör findet, sondern auch beachtet wird. 
     
    Ich möchte mich bei Ihnen für Ihr Engagement für eine solidarische Beitragsordnung bedanken. Gleichzeitig will ich Ihnen versichern, dass der Vorstand und die Delegiertenversammlung unserer Kammer mit großer Ernsthaftigkeit und Nachdruck an der Weiterentwicklung der Beitragsordnung arbeitet.
     
    Zögern Sie bitte nicht, jederzeit auf mich zuzukommen, um Anmerkungen und Kritik zu äußern. Das ist wichtig, damit Entscheidungen im Sinne der Mitgliedschaft bestmöglich getroffen werden können. Schreiben Sie mich gerne unter p.bobbert@aekb.de an. Gerne vereinbaren wir auch einen Gesprächstermin. 
     
    Ihnen mit Dank verbunden.
     
    Mit besten Grüßen
     
    Peter Bobbert 

  • Instagram Link

    am 26.03.2026
  • PDF Widerspruch

    am 23.03.2026

    Hier die PDF Datei

Unglaublich ungerecht und vor allem neben der saftigen offiziellen Erhöhung auch noch eine gewaltige Erhöhung durch die Hintertür- ich möchte wetten, die Berliner Medizin ist ohnehin überwiegend weiblich -wenn man allein an alle Hausärztinnen denkt: möchtet unsere Kammer ein Zeichen setzen, dass es sich immer weniger lohnt in der (Hausarzt-) Medizin zu bleiben????

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Because I don't quite see the value of a regulatory organ like Ärztekammer in today's medical system and society. What is the benefit for physicians?

Durch die Verantwortung für die Familie nehmen Familien häufig schon Teilzeitbeschäftigung in Kauf und sind dadurch karrieremäßig und finanziell bereits schlechter gestellt als kinderlose Ärzte/Ärztinnen und haben noch mehr Ausgaben für die Familie. Die Beitragserhöhung zusammen mit dem Wegfall der Kinderermäßigung trifft Familien doppelt und stellt eine unverhältnismäßige Beitragserhöhung im Vgl zu Kinderlosen dar.

Ausgerechnet Familien mit Kindern finanziell stärker zu belasten ist eine untragbare Maßnahme im Rahmen dieser Zwangsmitgliedschaft, deren Nutzen für mich nicht erkennbar ist.

Familien kommen immer zu kurz.

Gerechtigkeit. Mütter können häufig nur in Teilzeit arbeiten.

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