• Von: Ljiljana Huhle mehr
  • An: Deutscher Bundestag (Petitionsausschuss)
  • Region: Deutschland
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 155 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Rentenbonus: 20 Entgeltpunkte für jedes Kind - 3 Entgeltpunkte für Kinderlose

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Der Generationsvertrag ist als Solidarvertrag zwischen Eltern und Kindern zu verstehen, so wie es ursprünglich von Wilfried Schreiber bei der Einführung der Rente durch Konrad Adenauer vorgesehen war.

Wir fordern deshalb eine Gesetzesänderung, die vorsieht:

20 Entgeltpunkte Rentenbonus für jedes Kind
3 Entgeltpunkte für Kinderlose, die ein Leben lang keine Ausfallzeiten wegen Kindern hatten und ausreichend verdient haben, um sich privat gegen Altersarmut abzusichern.

denn

Eltern verzichten viele Jahre wegen ihren Kindern auf ein zweites Einkommen, damit ihre Kinder ein Zuhause haben. Nach langer Familienzeit, werden Mütter in ihrem erlernditen Beruf nicht mehr eingestellt.

Der Generationsvertrag sieht nicht vor, dass diejenigen, die Beiträge zahlen, ihre Beiträge zurückempfangen wenn sie Rentner sind. Durch die Beiträge haben sie nicht die Rente erdient, sondern erstattet, was die Generation zuvor ihnen gegeben hat. Die Rente, die sie selbst beziehen wollen, die verdienen sie sich durch die Aufzucht des Nachwuchses (Zeppernick).

Die Überschrift dieser Petition ist mit Absicht provokant - angeregt wird eine rege Debatte zwischen den "hier Diskriminierten". Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, wird von einigen "Unwissenden", die selbst keine Kinder haben, soziales Faulenzen unterstellt, indem behauptet wird, dass Mütter ja gar nicht arbeiten wollen!!!

Begründung:

Bei der Umsetzung des Generationsvertrages durch Konrad Adenauer ist ein Fehler unterlaufen, der korrigiert werden muss:

Der Gesetzgeber hat bei der 1957 in Kraft getretenen Rentenreform den Zusammenhang zwischen Familienlastenausgleich und Altersversorgung völlig übersehen und außer acht gelassen und dadurch ermöglicht, dass Kinderlose und Kinderarme ihr Dasein, insbesondere ihre Versorgung im Alter, auf anderer Leute Kinder aufbauen.

Dieser Konstruktionsfehler führte bisher zu Altersarmut bei den Müttern und zu der gesellschaftlichen Erkenntnis, dass sich Eltern zunehmend keine Kinder mehr leisten können.

Wilfried Schreiber hatte im Generationsvertrag den in der vorindustriellen Gesellschaft bestehenden „Solidarvertrag“ innerhalb der Familie vorgesehen, wonach die Eltern, die Kinder großzogen dadurch den selbstverständlichen Anspruch auf Unterstützung im Alter erwarben.

Durch die Verwirklichung nur des sich zugunsten der älteren Generation auswirkenden Teils des „Schreiber-Plans“ wurde die erwerbstätige Generation lediglich verpflichtet, dynamische Renten an die nicht mehr erwerbstätige Generation zu zahlen. Eine vergleichbare Verpflichtung gegenüber der nachfolgenden Generation in Form einer „dynamischen Kindheits- und Jugendrente“, die Schreiber als „Preis“ für die dynamische Altersrente betrachtete, wurde nicht verwirklicht.

Die Unterhaltskosten der Kinder einschließlich des Erziehungsaufwandes blieben ganz überwiegend bei den Eltern, während der Rentenanspruch an Erwerbstätigkeit gekoppelt wurde, wodurch Eltern mit Kindern weniger Ansprüche erwerben als Altersgenossen ohne Kinder.

Nach Wilfried Burkhardt ist das Aufziehen von Kindern der eigentliche Vorsorgebeitrag für das eigene Alter, und nicht etwa die Sozialabgaben, die der Alterssicherung der eigenen Eltern dienten. Indem Eltern die zukünftigen Arbeitskräfte aufziehen, welche die Renten auch der Kinderlosen durch ihre Beiträge werden finanzieren müssen, finanzieren sie über ihren Beitrag zur Humankapitalbildung indirekt die Renten der Kinderlosen mit, die zudem im Durchschnitt vergleichsweise höhere Rentenanwartschaften erwerben können. Die so genannte „Transferausbeutung der Familien“ lässt sich in weniger krasser Form auch in den übrigen Transfersystemen nachweisen (Martin Werding Wesen).

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Seevetal, 07.04.2013 (aktiv bis 06.10.2013)


Neuigkeiten

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Debatte zur Petition

PRO: Wir sollen in einem Wohlfahrtsstaat leben. Mütter die arbeiten oder studieren wollen habe zu kämpfen mit Kindergärten, die die Kinder nicht vor 08:00 oder nur bis 16:00 haben wollen, unzuverlässigen Schulbetrieb, misserablen Schülertransporten. Und wenn ...

PRO: Mütter, die Leistungsträger aufziehen, sollen dafür auch mit 20 Entgeltpunkten belohnt werden ABER Mütter von SCHULABBRECHERN gehören NULL PUNKTE. Denn Schulabbrecher liegen uns ein Leben lang auf der Tasche.

CONTRA: Liebe Eltern, wir gönnen euch das Glück eurer Kinder, aber denkt gefälligst vor dem F...n drüber nach ob ihr euch das auch leisten könnt und wollt. Man kann das ewige gejammere nicht mehr ertragen, wie ihr euch dann die Taschen mit dem hart erarbeiteten ...

CONTRA: Guten Morgen! Ist denn niemandem aufgefallen, dass der Generationenvertrag längst Geschichte ist? Ich bin kinderlos, berufstätig, unterstütze damit die Rentenkasse für die ältere Generation und sichere meine Zukunft ab. Da sollen mir noch Rentenpunkte ...

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