Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
In Deutschland werden so wenige Kinder geboren wie seit 1946 nicht mehr. Für viele Menschen ist der Kinderwunsch mit finanziellen Hürden verbunden: Erstausstattung, größere Wohnung, weniger Einkommen.
Deshalb wird gefordert: Ein Familienstartgeld von 5.000 Euro als Einmalzahlung bei jeder Geburt oder Adoption: für alle mit Anspruch auf Kindergeld, unbürokratisch und nicht auf Bürgergeld oder andere Sozialleistungen angerechnet.
Begründung
Geburten auf historischem Tief
2025 kamen in Deutschland nur noch rund 654.300 Kinder zur Welt - das vierte Rückgangsjahr in Folge und der niedrigste Stand seit 1946. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau liegt bei nur 1,35. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine abstrakte Zahl, denn der Kinderwunsch ist oft da, es fehlt jedoch die finanzielle Sicherheit. Laut dem UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2025 sind finanzielle Sorgen weltweit der häufigste Grund dafür, dass Menschen ihren Kinderwunsch nicht verwirklichen können. Eine Krise, die ausdrücklich auch wohlhabende Länder wie Deutschland betrifft. Wer diese Hürde senkt, nimmt Familien eine konkrete Sorge - genau am Anfang, wo der Druck am größten ist.
Der Start ist teuer und trifft viele Familien
Schon die Erstausstattung kostet schnell mehrere tausend Euro, dazu kommen oft eine größere Wohnung, laufende Kosten und Einkommensverluste in der Elternzeit. Besonders hart trifft das Familien mit wenig Einkommen: Schon heute ist jede siebte Person unter 18 Jahren in Deutschland armutsgefährdet - rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche. Und mit jedem weiteren Kind wächst die Last. Das Startgeld soll es deshalb für jedes Kind geben, nicht nur für das erste.
Unbürokratisches und automatisches Startgeld
Damit die Leistung schnell, einfach und gerecht wirkt, soll sie:
- für alle mit Anspruch auf Kindergeld gelten - das klärt, wer berechtigt ist und vermeidet neue Bürokratie.
- automatisch bei Geburt oder Adoption ausgezahlt werden, ohne komplizierte Anträge.
- nicht auf Bürgergeld oder andere Leistungen angerechnet werden, damit es auch einkommensschwache Familien erreicht.
An den bestehenden Kindergeldanspruch anzuknüpfen, macht die Leistung verlässlich - eine Bedürftigkeitsprüfung würde nur Zeit kosten und Bürokratie schaffen.
Alle Generationen profitieren
Die Gesellschaft altert rasant. Schon 2035 wird rund ein Viertel der Bevölkerung im Rentenalter sein und immer weniger Erwerbstätige müssen Renten, Pflege und Gesundheitsversorgung für immer mehr ältere Menschen tragen. Wenn die Geburtenrate wieder steigt, profitieren davon am Ende alle - die Familien selbst sowie das Renten- und Sozialsystem, auf das sich jede Generation verlässt.
Eine Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt
Es löst nicht alle Probleme wie Kinderbetreuung, Wohnen und berufliche Vereinbarkeit, doch es wirkt sofort. Kindergeld und Kinderzuschlag sind monatliche Leistungen, die sich über viele Jahre verteilen. Die größten Kosten fallen aber geballt am Anfang an - genau dann, wenn das Einkommen oft sinkt. Diese Lücke schließt das Startgeld. Bei rund 654.000 Geburten jährlich kostet es etwa 3,3 Milliarden Euro: weniger als ein Prozent des Bundeshaushalts 2025. Gut investiertes Geld - in Familien, in Kinder und in die Freiheit, den Kinderwunsch nicht aufschieben zu müssen.
Quellen
Bin Selbst Mutter & Hebamme, mir begegnen täglich die sinkende Geburtenzahlen im Kreißsaal & privat.
In schwierigen finanziellen Zeiten müssen immer mehr Tagesmütter, Erzieherinnen, Hebammen & andere Berufe zusehen, wie sie finanziell über die Runden kommen oder müssen gar ihren Beruf an den Nagel hängen. Familien & vor allem Frauen werden zu wenig gesehen, wertgeschätzt & finanziell unterstützt.
Kinder bekommen & aufziehen & Care-Arbeit sollte kein „Privileg“ sein oder etwas was man sich „leistet“ sondern eine freie Lebensentscheidung/-Entwurf und gesellschaftlich unterstützt werden.