8,6 Mio € für die Gde. Groß Twülpstedt und uns Bürger: Warum verzichtet der Rat auf diese Chance?

Petition richtet sich an
Gemeinderat Groß Twülpstedt

583 Unterschriften

Sammlung beendet

583 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet April 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung am 16.06.2025
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Gemeinderat Groß Twülpstedt

Wir appellieren hiermit an den Gemeindebürgermeister und die Gemeinderäte, jetzt mit dem „Ja“ zur Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck die Chance zu nutzen, um dringend benötigten Handlungsspielraum für die Gemeinde Groß Twülpstedt zu schaffen.
Wir Bürger wollen keine neuen Schulden, die langfristig zu Lasten aller gehen, sondern eine zukunftsorientierte Finanzpolitik. Nutzen wir diese Chance heute nicht, wird eine andere Gemeinde davon profitieren – während hier der Mangel regiert.

Begründung

Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Groß Twülpstedt, sind tief besorgt über die finanzielle Lage unserer Gemeinde. An vielen Stellen fehlen dringend benötigte Mittel, um notwendige Verbesserungen oder Renovierungen umzusetzen. Straßen, Wege, Schule, Kita, Spielplätze, Feuerwehren, Sportplätze und Friedhöfe leiden unter diesem Investitionsstau. Damit überhaupt etwas passiert, müssen Bürgerinnen und Bürger oft in Eigeninitiative einspringen und privates Geld aufwenden – eine Entwicklung, die langfristig die Attraktivität und Zukunft unserer Dörfer gefährdet. Das darf so nicht weitergehen. Dabei gibt es eine konkrete Chance, unsere Situation nachhaltig zu verbessern: Die Einnahmen aus der geplanten Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck könnten uns über Jahrzehnte hinweg enorm entlasten. 

Dennoch scheint bei der Gemeinde Groß Twülpstedt niemand das Potenzial zu erkennen: obwohl sogar von der Samtgemeinde unterstützt, hat der Gemeinderat die Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck kürzlich einfach abgewiesen. Stattdessen muss über die Aufnahme neuer Schulden nachgedacht werden. Und das, obwohl das Projekt schon ab 2027 viel Geld in die leeren Kassen spülen könnte – wenn man denn nur wollte.
Der Gemeinde winken gesetzliche Einnahmen von 192.000 Euro und nochmal weitere 96.000 Euro für die im Umkreis von 2,5 km angrenzenden Bürger - pro Jahr! In 30 Jahren Laufzeit (also bis 2060) wären das 5,8 Mio Euro für die Gemeinde plus 2,8 Mio Euro für die Bürger. Wohlgemerkt fließen für die Freiflächenphotovoltaik-Anlage keinerlei EEG-Subventionen. Bei der Windenergie ist das nicht so; hier müssen zudem große Teile der Einnahmen mit unseren Nachbargemeinden geteilt werden, mitunter außerhalb der Samtgemeinde Velpke. So regelt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)! Kurzum, wir alle könnten das Geld sehr gut gebrauchen. Es ist eine einmalige Chance. Wir sind überzeugt, über die Jahre wird sich das frühe „Nein“ des Gemeinderates zu dem Projekt rächen.
Unsere Forderungen:

  1. Revidierung der Entscheidung zur Freiflächenphotovoltaik-Anlage: Es wird gefordert, dass der Gemeinderat seine Entscheidung revidiert und zügigen Bau der Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck fördert, um mit den Einnahmen daraus die finanzielle Lage der Gemeinde ab 2027 nachhaltig zu verbessern.
  2. Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Erneuerbaren: Die Gemeinde muss alle Chancen nutzen, zusätzliche Einnahmen aus dem Ausbau der Erneuerbaren mitzunehmen. Daher müssen Entscheidungen über Energieprojekte und deren Auswirkungen auf die Gemeindekassen transparenter gestaltet und unter Einbeziehung der Bürger getroffen werden.

Unterstützen Sie als Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unsere Initiative für eine finanziell gesicherte Zukunft unserer Gemeinde! Es wäre schön, wenn jeder Erwachsene einzeln unterzeichnet. Ganz besonders würde es uns freuen, wenn Sie die Petition an Ihren Bekanntenkreis weiterleiten. Lieber ein Mal zu oft. Herzlichen Dank.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, BÜRGER FÜR DAS 76MW SOLARPROJEKT KLEIN SISBECK, Groß Twülpstedt
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.04.2025
Sammlung endet: 02.10.2025
Region: Groß Twülpstedt
Kategorie: Verwaltung

Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats Groß Twülpstedt, sehr geehrte Damen und Herren der Samtgemeinde Velpke,
    wir wenden uns erneut an Sie – diesmal mit einer Dringlichkeit, die über unsere Gemeinde hinausweist.
    Zunächst zur Faktenlage.
    Am 16. Juni 2025 haben wir Ihnen 577 Unterschriften übergeben – 544 davon aus der Gemeinde Groß Twülpstedt, 87 allein aus Klein Sisbeck. Das entspricht über 35 % der dort abgegebenen Stimmzettel bei der Kommunalwahl 2021. Seit diesem Tag haben Sie, der Gemeinderat, kein einziges konkretes Signal gegeben, dass Sie dieses Bürgervotum ernst nehmen. Kein Termin. Keine Stellungnahme. Kein Schritt auf den Investor zu.
    Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine demokratische Verweigerung.
    Wir erinnern Sie an die Faktenlage, die Ihre eigene Gemeindeverwaltung in der Beschlussvorlage GT/XI/101 vom 17. März 2025 schwarz auf weiß festgehalten hat:

    • Die beantragten Flächen liegen „in großen Teilen" innerhalb der durch das Samtgemeinde-Konzept definierten Gunstflächen.
    • Die Gemeindeverwaltung hat ausdrücklich empfohlen, die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.
    • Die gesetzlich gesicherten Einnahmen belaufen sich auf 192.400 € jährlich für die Gemeinde und 96.200 € jährlich für die Anlieger – für 30 Jahre. Ohne EEG-Subventionen.
    • Die Samtgemeinde Velpke hat das Projekt befürwortet.

    Trotzdem haben Sie den Antrag am 17. März 2025 abgelehnt – mit 9 zu 2 Stimmen, ohne eine einzige inhaltliche Begründung zu Protokoll zu geben. Kein Argument, das einer fachlichen Überprüfung standhielte. Nur ein Verweis auf sogenannte „Gunstflächen", die laut Vorlage Ihrer eigenen Verwaltung praxisfern, zu klein und ohne Rücksicht auf Grundstücksgrenzen geschnitten sind – und auf denen faktisch kein wirtschaftliches Projekt realisiert werden kann.
    Das ist keine verantwortungsvolle Kommunalpolitik. Das ist Blockade. Sie werden Ihrer Verantwortung für die Energiesicherheit diese Landes nicht gerecht.
    Und jetzt zur Lage, die uns alle betrifft.
    Seit Ende Februar 2026 blockiert der Iran die Straße von Hormuz – die wichtigste Energietransportroute der Welt. Rund 20 % des global verschifften Öls und Flüssiggases laufen dort durch. Der Brent-Rohölpreis ist seitdem von etwa 72 Dollar auf über 116 Dollar je Barrel gestiegen – ein Anstieg von mehr als 50 % in wenigen Wochen. Kraftstoffpreise über zwei Euro je Liter belasten Haushalte und Betriebe in unserer Region täglich. Der IEA-Chef warnt vor der schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten.
    Besonders schmerzhaft wirkt sich das über den sogenannten Merit-Order-Effekt auf den Strompreis aus: An der Strombörse bestimmt stets das teuerste gerade laufende Kraftwerk den Preis für den gesamten Strom – und das sind in sonnenarmen Stunden, nachts und im Winter, Gaskraftwerke. Je teurer das Gas durch die Hormuz-Blockade wird, desto höher schießt der Börsenstrompreis in genau diesen Stunden – für alle, ohne Ausnahme. Heimische Solarenergie verdrängt in den Tagesstunden die teuren Gaskraftwerke aus dem Markt und drückt damit den Preis. Wer wie Sie den großflächigen den Ausbau der Photovoltaik blockiert, verlängert unsere Abhängigkeit von diesem Mechanismus.
    Ökonomen des IMK haben die Wachstumsprognose für Deutschland bereits auf 0,9 % gesenkt – und das unter der Annahme, dass der Konflikt nicht über den Sommer andauert. Deutschland leidet unter struktureller Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Das ist kein Naturgesetz – es ist das Ergebnis von zu vielen, zu langen Verzögerungen beim Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. Auf jeder Ebene. Auch auf kommunaler.
    76 Megawatt Freiflächenphotovoltaik in Klein Sisbeck hätten, wären sie bereits genehmigt und im Bau, einen direkten Beitrag zur Versorgungssicherheit unserer Region geleistet. Strom, der lokal erzeugt wird, ist nicht erpressbar. Er kennt keine Blockaden, keine Kriegsrisiken, keine Frachtaufschläge.
    Stattdessen: ein ungenutztes Feld und ein Investor, der bereit war, mindestens 50 Millionen Euro in unsere Gemeinde zu investieren – und den Sie ohne Begründung weggeschickt haben.
    Unsere Forderung an Sie ist klar:
    Beenden Sie Ihre Blockadehaltung. Nehmen Sie Kontakt zu ENGIE auf und signalisieren Sie die Bereitschaft, das Planungsverfahren zu starten. Nutzen Sie das Ihnen angebotene Gespräch mit der Gemeinde Sande, die mit einer vergleichbaren Anlage (83 MW) bewiesen hat, was möglich ist.
    Und liefern Sie endlich – gegenüber Ihren Bürgerinnen und Bürgern, gegenüber der Öffentlichkeit – eine nachvollziehbare, sachliche Begründung für Ihre bisherige Haltung.
    Sie tragen Verantwortung. Für die Finanzen dieser Gemeinde. Für die Energieversorgung unserer Region. Und für das Vertrauen der Menschen, die Sie gewählt haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Initiatoren der Petition „8,6 Mio € für die Gde. Groß Twülpst

  • Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,

    zuerst noch einmal ein herzliches Dankeschön: 583 Bürgerinnen und Bürger haben unsere Petition unterschrieben – darunter allein 87 aus Klein Sisbeck selbst, also aus dem Dorf, in dem die Anlage entstehen soll. Gemessen an den Stimmzetteln der Kommunalwahl 2021 sprachen sich damit über 35 % der Klein Sisbecker ausdrücklich für das Projekt aus. Das ist ein überwältigendes Signal aus der Mitte der Gemeinschaft – nicht von außen, nicht von einem Investor, sondern von den Menschen, die dort wohnen und leben. Wir haben diese Stimmen am 16. Juni 2025 persönlich an den Gemeinderat übergeben. Die Braunschweiger Zeitung hat darüber berichtet. Und was war die Reaktion des Gemeinderats? Schweigen. Keine Rückmeldung, kein Termin, kein Entgegenkommen. Stattdessen die unverbindliche Aussage, man wolle sich „die Zeit nehmen, alle Unterschriften zu sichten." Wir warten noch immer.

    Und jetzt schauen wir auf das, was gerade in der Welt passiert.

    Seit Ende Februar 2026 führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Die Folge: Die Straße von Hormuz – das Nadelöhr des globalen Energiehandels, durch das täglich rund 20 Prozent des weltweit verschifften Öls und Flüssiggases fließen – ist faktisch blockiert. Der Brent-Rohölpreis ist seitdem von rund 72 Dollar auf über 116 Dollar je Barrel gestiegen: ein Anstieg von mehr als 50 Prozent in wenigen Wochen. Der IEA-Chef warnte vor der möglicherweise schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten. Kraftstoffpreise über zwei Euro je Liter belasten Haushalte und Betriebe. Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen für Deutschland bereits deutlich gesenkt. Und eine Entwarnung? Die ist nicht in Sicht. Das ist kein abstraktes Weltgeschehen. Das spüren wir alle – an der Tankstelle, beim Heizen, auf der Stromrechnung.

    Und jetzt fragen wir ganz direkt: Was hat das mit unserem Gemeinderat zu tun?

    Sehr viel. Denn genau jetzt, in diesem Moment, liegt ein genehmigungsreifes Projekt für eine 76-Megawatt-Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck auf dem Tisch – blockiert durch eine Gemeinderatsmehrheit, die bis heute keine einzige stichhaltige Begründung für ihre Ablehnung geliefert hat. Kein Beschlussprotokoll, das erklärt, warum die Flächen nicht geeignet sein sollen. Kein fachliches Argument. Nur ein knappes „Nein" – gegen die ausdrückliche Empfehlung der eigenen Gemeindeverwaltung, gegen die Beschlusslage der Samtgemeinde Velpke, gegen den erklärten Willen von mehr als einem Drittel der Klein Sisbecker.
    76 Megawatt sauberer, heimischer Strom. Kein Öl aus dem Persischen Golf. Keine Abhängigkeit von Schifffahrtsrouten, die durch Kriege geschlossen werden können. Stattdessen: 192.400 Euro jährlich direkt in die Gemeindekasse, 96.200 Euro für die Anlieger im Umkreis – für 30 Jahre. Gesetzlich gesichert, ohne EEG-Subventionen. Strom, den wir selbst erzeugen, macht uns unabhängig von genau den Preiskapriolen, die uns gerade so schmerzhaft treffen.
    Jeder Gemeinderat, der dieses Projekt weiterhin ohne Begründung blockiert, trägt – im Kleinen – zur fossilen Abhängigkeit bei, die uns im Großen so verletzlich macht. Das ist keine Übertreibung. Das ist die nüchterne Konsequenz aus einer Entscheidung, die zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt aufrechterhalten wird.

    Wir fordern den Gemeinderat Groß Twülpstedt daher erneut und mit Nachdruck auf: Beendet die Blockade. Jetzt.

    Gebt dem Investor ENGIE die Chance, das Planungsverfahren zu beginnen. Nehmt das Gesprächsangebot der niedersächsischen Vorzeigekommune Sande an. Und erklärt endlich öffentlich und nachvollziehbar, warum ihr das bisher nicht tut.
    Die Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde – und nicht nur die aus Klein Sisbeck – haben ein Recht auf diese Antwort.

    Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Initiatoren der Petition „8,6 Mio € für die Gde. Groß Twülpstedt und uns Bürger"
  • Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,

    die Denkfabrik Agora Energiewende hat Zukunftsszenarien zur Stromerzeugung untersucht und kommt zu einem klaren Schluss: Nur wenn Deutschland weiterhin den großflächigen Ausbau der Erneuerbaren Energien (Freiflächenphotovoltaik & Windenergie) vorantreibt, wird der Strom für uns alle günstiger. Der Börsenstrompreis wird demnach bis 2030 um fast 25% sinken.

    Falls der Ausbau jedoch nicht gelingt, wird der Strompreis im Jahre 2030 bei etwa 85 Euro je MWh (8,5 Cent je kWh) liegen. Nur mit hohem Ausbautempo sinkt er auf rund 65 Euro je MWh (6,5 Cent je kWh). Diese Reduzierung wird Haushalten und Unternehmen jedes Jahr bis zu 14 Milliarden Euro sparen.

    Doch warum wird der Strom durch Erneuerbare billiger werden? Ganz einfach: an der Leipziger Strombörse bestimmt stets das teuerste am Netz befindliche Kraftwerk den Preis für den gesamten Strom. Wenn mehr günstiger Strom aus Erneuerbaren verfügbar ist, braucht man weniger und seltener teure Kohle- und Gaskraftwerke – also sinkt der Preis des verkauften Stroms insgesamt.

    So schauen die Fakten aus: Laut dem Fraunhofer ISE (Studie aus 2024) kostet die Stromerzeugung mit großen Freiflächenphotovoltaik-Anlagen (FFPV) zwischen 41 und 69 Euro je MWh (4,1-6,9 Cent je kWh) und aus Wind zwischen 43 und 92 Euro je MWh (4,3-9,2 Cent je kWh). Kosten für Batteriespeicher in der Größenordnung von 20 bis 40 Euro je MWh (2,0-4,0 Cent je kWh) kommen jeweils noch hinzu.
    Die Stromerzeugung mit Gas- oder Kohlekraftwerken kostet jedoch zwischen 151 und 326 Euro je MWh (15,1-32,6 Cent je kWh) – also weit mehr als doppelt so viel wie bei den Erneuerbaren!

    Die klare Botschaft lautet: Der Ausbau der Erneuerbaren ist nicht das Problem – er ist die Lösung. Denn niedrige Strompreise helfen nicht nur beim Klimaschutz, sondern machen auch E-Autos und Wärmepumpen attraktiver. Sie sind außerdem ein wichtiger Standortfaktor für neue Industriezweige, insbesondere KI-Rechenzentren. Gleichzeitig sind sie unser Garant für mehr Unabhängigkeit von teuren Energieimporten.

    Link zur Studie: www.agora-energiewende.de/aktuelles/planmaessiger-ausbau-von-erneuerbaren-energien-senkt-boersenstrompreise-bis-2030-um-bis-zu-23-prozent

    ***

    Wenn im Zuge des Neubau der zusätzlich benötigten Freiflächenphotovoltaik- und Windkraftanlagen die Netzanschlüsse miteinander kombiniert würden, ließen sich jedes Jahr Einsparungen im Milliardenbereich erzielen.

    Bislang werden neue Anlagen einzeln mit ihrer vollen Leistung ans Netz angeschlossen. Doch die Leistungsspitzen von Photovoltaik- und Windkraftanlagen überlappen sich kaum. Windkraft ist eher nachts und im Winter stark, Photovoltaik bei Tageslicht von März bis September. Die meiste Zeit bleibt also viel der teuer bezahlten Anschlussreserve im Umspannwerk ungenutzt.

    Das EWI der Uni Köln schlägt deshalb vor, Wind- und Photovoltaik-Anlagen lieber gemeinsam an einem Netzanschluss zu betreiben. Dann kann man die vorhandene Netzkapazität viel besser und gleichmäßiger ausnutzen. Man bräuchte auch weniger neue Leitungen. Zusätzlich eingesetzte Batteriespeicher könnten sogar noch mehr Strom speichern bzw. puffern und somit helfen, die Anlagen nicht ständig abregeln zu müssen. Dieses sogenannte „Überbauen“ des Netzanschlusses wird bereits durch das kürzlich in Kraft getretene „Solarspitzen-Gesetz“ unterstützt.

    Link zur Studie: www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2025/06/EWI_Optimierte-Netzanschluesse-von-Wind-und-PV.pdf

    Der Clou: Genau dieses Prinzip der „Überbauung“ greift auch bei uns in Klein Sisbeck! Denn mit dem riesigen neuen Windvorranggebiet (siehe Karte) im Süden von Klein Sisbeck bis nach Querenhorst, welches nach unserer Schätzung 100 bis 150 MW elektrische Leistung bringen wird, steht auch der verantwortliche Netzbetreiber AVACON vor großen Herausforderungen. Die AVACON wird daher ein erhebliches Interesse haben, möglichst wenige, dafür kombinierte neue Netzanschlüsse, also neue Umspannwerke, schaffen zu müssen. In diesem Sinne passen die 76 MW Leistung der Freiflächenphotovoltaikanlage in Klein Sisbeck perfekt!

    Dass unser Gemeinderat bisher einseitig auf Wind setzt, ist also nicht gerade weitsichtig. Zudem wird diese Herangehensweise mutmaßlich unnötig höhere Kosten beim Netzausbau verursachen. Diese Mehrkosten zahlt am Ende die Allgemeinheit.

    Neben den deutlich höheren Einnahmen für die Gemeindekasse kann unser Gemeinderat mit der cleveren Kombination von Wind und Photovoltaik also nicht nur die Reduzierung des Börsenstrompreises bis 2030 fördern sondern auch noch die Kosten des Netzausbaus gering halten!

    Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,

    Wenn das keine schlagkräftigen Argumente für unseren Gemeinderat sind, schleunigst seine Blockadehaltung gegen die 76 MW Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck zu beenden!

    In diesem Sinne halten wir Dich weiter auf dem Laufenden. Danke für Deine Unterstützung!

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Initiatoren der Petition

Andere Gemeinden nutzen das Potenzial aktiv: Weil südöstlich von Ringelheim eine rund 67 Hektar große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen soll, die die „enercity Erneuerbare GmbH“ errichten will, wittern die Einwohner finanziell Morgenluft. Denn der Ökostromanbieter, muss als Investor eine gesetzlich vorgeschriebene „Akzeptanz-Abgabe“ an die Stadt leisten.

Noch kein CONTRA Argument.

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