01.04.2026, 11:19
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats Groß Twülpstedt, sehr geehrte Damen und Herren der Samtgemeinde Velpke,
wir wenden uns erneut an Sie – diesmal mit einer Dringlichkeit, die über unsere Gemeinde hinausweist.
Zunächst zur Faktenlage.
Am 16. Juni 2025 haben wir Ihnen 577 Unterschriften übergeben – 544 davon aus der Gemeinde Groß Twülpstedt, 87 allein aus Klein Sisbeck. Das entspricht über 35 % der dort abgegebenen Stimmzettel bei der Kommunalwahl 2021. Seit diesem Tag haben Sie, der Gemeinderat, kein einziges konkretes Signal gegeben, dass Sie dieses Bürgervotum ernst nehmen. Kein Termin. Keine Stellungnahme. Kein Schritt auf den Investor zu.
Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine demokratische Verweigerung.
Wir erinnern Sie an die Faktenlage, die Ihre eigene Gemeindeverwaltung in der Beschlussvorlage GT/XI/101 vom 17. März 2025 schwarz auf weiß festgehalten hat:
- Die beantragten Flächen liegen „in großen Teilen" innerhalb der durch das Samtgemeinde-Konzept definierten Gunstflächen.
- Die Gemeindeverwaltung hat ausdrücklich empfohlen, die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.
- Die gesetzlich gesicherten Einnahmen belaufen sich auf 192.400 € jährlich für die Gemeinde und 96.200 € jährlich für die Anlieger – für 30 Jahre. Ohne EEG-Subventionen.
- Die Samtgemeinde Velpke hat das Projekt befürwortet.
Trotzdem haben Sie den Antrag am 17. März 2025 abgelehnt – mit 9 zu 2 Stimmen, ohne eine einzige inhaltliche Begründung zu Protokoll zu geben. Kein Argument, das einer fachlichen Überprüfung standhielte. Nur ein Verweis auf sogenannte „Gunstflächen", die laut Vorlage Ihrer eigenen Verwaltung praxisfern, zu klein und ohne Rücksicht auf Grundstücksgrenzen geschnitten sind – und auf denen faktisch kein wirtschaftliches Projekt realisiert werden kann.
Das ist keine verantwortungsvolle Kommunalpolitik. Das ist Blockade. Sie werden Ihrer Verantwortung für die Energiesicherheit diese Landes nicht gerecht.
Und jetzt zur Lage, die uns alle betrifft.
Seit Ende Februar 2026 blockiert der Iran die Straße von Hormuz – die wichtigste Energietransportroute der Welt. Rund 20 % des global verschifften Öls und Flüssiggases laufen dort durch. Der Brent-Rohölpreis ist seitdem von etwa 72 Dollar auf über 116 Dollar je Barrel gestiegen – ein Anstieg von mehr als 50 % in wenigen Wochen. Kraftstoffpreise über zwei Euro je Liter belasten Haushalte und Betriebe in unserer Region täglich. Der IEA-Chef warnt vor der schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten.
Besonders schmerzhaft wirkt sich das über den sogenannten Merit-Order-Effekt auf den Strompreis aus: An der Strombörse bestimmt stets das teuerste gerade laufende Kraftwerk den Preis für den gesamten Strom – und das sind in sonnenarmen Stunden, nachts und im Winter, Gaskraftwerke. Je teurer das Gas durch die Hormuz-Blockade wird, desto höher schießt der Börsenstrompreis in genau diesen Stunden – für alle, ohne Ausnahme. Heimische Solarenergie verdrängt in den Tagesstunden die teuren Gaskraftwerke aus dem Markt und drückt damit den Preis. Wer wie Sie den großflächigen den Ausbau der Photovoltaik blockiert, verlängert unsere Abhängigkeit von diesem Mechanismus.
Ökonomen des IMK haben die Wachstumsprognose für Deutschland bereits auf 0,9 % gesenkt – und das unter der Annahme, dass der Konflikt nicht über den Sommer andauert. Deutschland leidet unter struktureller Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Das ist kein Naturgesetz – es ist das Ergebnis von zu vielen, zu langen Verzögerungen beim Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. Auf jeder Ebene. Auch auf kommunaler.
76 Megawatt Freiflächenphotovoltaik in Klein Sisbeck hätten, wären sie bereits genehmigt und im Bau, einen direkten Beitrag zur Versorgungssicherheit unserer Region geleistet. Strom, der lokal erzeugt wird, ist nicht erpressbar. Er kennt keine Blockaden, keine Kriegsrisiken, keine Frachtaufschläge.
Stattdessen: ein ungenutztes Feld und ein Investor, der bereit war, mindestens 50 Millionen Euro in unsere Gemeinde zu investieren – und den Sie ohne Begründung weggeschickt haben.
Unsere Forderung an Sie ist klar:
Beenden Sie Ihre Blockadehaltung. Nehmen Sie Kontakt zu ENGIE auf und signalisieren Sie die Bereitschaft, das Planungsverfahren zu starten. Nutzen Sie das Ihnen angebotene Gespräch mit der Gemeinde Sande, die mit einer vergleichbaren Anlage (83 MW) bewiesen hat, was möglich ist.
Und liefern Sie endlich – gegenüber Ihren Bürgerinnen und Bürgern, gegenüber der Öffentlichkeit – eine nachvollziehbare, sachliche Begründung für Ihre bisherige Haltung.
Sie tragen Verantwortung. Für die Finanzen dieser Gemeinde. Für die Energieversorgung unserer Region. Und für das Vertrauen der Menschen, die Sie gewählt haben.
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition „8,6 Mio € für die Gde. Groß Twülpst
01.04.2026, 10:45
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
zuerst noch einmal ein herzliches Dankeschön: 583 Bürgerinnen und Bürger haben unsere Petition unterschrieben – darunter allein 87 aus Klein Sisbeck selbst, also aus dem Dorf, in dem die Anlage entstehen soll. Gemessen an den Stimmzetteln der Kommunalwahl 2021 sprachen sich damit über 35 % der Klein Sisbecker ausdrücklich für das Projekt aus. Das ist ein überwältigendes Signal aus der Mitte der Gemeinschaft – nicht von außen, nicht von einem Investor, sondern von den Menschen, die dort wohnen und leben. Wir haben diese Stimmen am 16. Juni 2025 persönlich an den Gemeinderat übergeben. Die Braunschweiger Zeitung hat darüber berichtet. Und was war die Reaktion des Gemeinderats? Schweigen. Keine Rückmeldung, kein Termin, kein Entgegenkommen. Stattdessen die unverbindliche Aussage, man wolle sich „die Zeit nehmen, alle Unterschriften zu sichten." Wir warten noch immer.
Und jetzt schauen wir auf das, was gerade in der Welt passiert.
Seit Ende Februar 2026 führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Die Folge: Die Straße von Hormuz – das Nadelöhr des globalen Energiehandels, durch das täglich rund 20 Prozent des weltweit verschifften Öls und Flüssiggases fließen – ist faktisch blockiert. Der Brent-Rohölpreis ist seitdem von rund 72 Dollar auf über 116 Dollar je Barrel gestiegen: ein Anstieg von mehr als 50 Prozent in wenigen Wochen. Der IEA-Chef warnte vor der möglicherweise schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten. Kraftstoffpreise über zwei Euro je Liter belasten Haushalte und Betriebe. Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen für Deutschland bereits deutlich gesenkt. Und eine Entwarnung? Die ist nicht in Sicht. Das ist kein abstraktes Weltgeschehen. Das spüren wir alle – an der Tankstelle, beim Heizen, auf der Stromrechnung.
Und jetzt fragen wir ganz direkt: Was hat das mit unserem Gemeinderat zu tun?
Sehr viel. Denn genau jetzt, in diesem Moment, liegt ein genehmigungsreifes Projekt für eine 76-Megawatt-Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck auf dem Tisch – blockiert durch eine Gemeinderatsmehrheit, die bis heute keine einzige stichhaltige Begründung für ihre Ablehnung geliefert hat. Kein Beschlussprotokoll, das erklärt, warum die Flächen nicht geeignet sein sollen. Kein fachliches Argument. Nur ein knappes „Nein" – gegen die ausdrückliche Empfehlung der eigenen Gemeindeverwaltung, gegen die Beschlusslage der Samtgemeinde Velpke, gegen den erklärten Willen von mehr als einem Drittel der Klein Sisbecker.
76 Megawatt sauberer, heimischer Strom. Kein Öl aus dem Persischen Golf. Keine Abhängigkeit von Schifffahrtsrouten, die durch Kriege geschlossen werden können. Stattdessen: 192.400 Euro jährlich direkt in die Gemeindekasse, 96.200 Euro für die Anlieger im Umkreis – für 30 Jahre. Gesetzlich gesichert, ohne EEG-Subventionen. Strom, den wir selbst erzeugen, macht uns unabhängig von genau den Preiskapriolen, die uns gerade so schmerzhaft treffen.
Jeder Gemeinderat, der dieses Projekt weiterhin ohne Begründung blockiert, trägt – im Kleinen – zur fossilen Abhängigkeit bei, die uns im Großen so verletzlich macht. Das ist keine Übertreibung. Das ist die nüchterne Konsequenz aus einer Entscheidung, die zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt aufrechterhalten wird.
Wir fordern den Gemeinderat Groß Twülpstedt daher erneut und mit Nachdruck auf: Beendet die Blockade. Jetzt.
Gebt dem Investor ENGIE die Chance, das Planungsverfahren zu beginnen. Nehmt das Gesprächsangebot der niedersächsischen Vorzeigekommune Sande an. Und erklärt endlich öffentlich und nachvollziehbar, warum ihr das bisher nicht tut.
Die Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde – und nicht nur die aus Klein Sisbeck – haben ein Recht auf diese Antwort.
Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition „8,6 Mio € für die Gde. Groß Twülpstedt und uns Bürger"
25.06.2025, 11:40
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
die Denkfabrik Agora Energiewende hat Zukunftsszenarien zur Stromerzeugung untersucht und kommt zu einem klaren Schluss: Nur wenn Deutschland weiterhin den großflächigen Ausbau der Erneuerbaren Energien (Freiflächenphotovoltaik & Windenergie) vorantreibt, wird der Strom für uns alle günstiger. Der Börsenstrompreis wird demnach bis 2030 um fast 25% sinken.
Falls der Ausbau jedoch nicht gelingt, wird der Strompreis im Jahre 2030 bei etwa 85 Euro je MWh (8,5 Cent je kWh) liegen. Nur mit hohem Ausbautempo sinkt er auf rund 65 Euro je MWh (6,5 Cent je kWh). Diese Reduzierung wird Haushalten und Unternehmen jedes Jahr bis zu 14 Milliarden Euro sparen.
Doch warum wird der Strom durch Erneuerbare billiger werden? Ganz einfach: an der Leipziger Strombörse bestimmt stets das teuerste am Netz befindliche Kraftwerk den Preis für den gesamten Strom. Wenn mehr günstiger Strom aus Erneuerbaren verfügbar ist, braucht man weniger und seltener teure Kohle- und Gaskraftwerke – also sinkt der Preis des verkauften Stroms insgesamt.
So schauen die Fakten aus: Laut dem Fraunhofer ISE (Studie aus 2024) kostet die Stromerzeugung mit großen Freiflächenphotovoltaik-Anlagen (FFPV) zwischen 41 und 69 Euro je MWh (4,1-6,9 Cent je kWh) und aus Wind zwischen 43 und 92 Euro je MWh (4,3-9,2 Cent je kWh). Kosten für Batteriespeicher in der Größenordnung von 20 bis 40 Euro je MWh (2,0-4,0 Cent je kWh) kommen jeweils noch hinzu.
Die Stromerzeugung mit Gas- oder Kohlekraftwerken kostet jedoch zwischen 151 und 326 Euro je MWh (15,1-32,6 Cent je kWh) – also weit mehr als doppelt so viel wie bei den Erneuerbaren!
Die klare Botschaft lautet: Der Ausbau der Erneuerbaren ist nicht das Problem – er ist die Lösung. Denn niedrige Strompreise helfen nicht nur beim Klimaschutz, sondern machen auch E-Autos und Wärmepumpen attraktiver. Sie sind außerdem ein wichtiger Standortfaktor für neue Industriezweige, insbesondere KI-Rechenzentren. Gleichzeitig sind sie unser Garant für mehr Unabhängigkeit von teuren Energieimporten.
Link zur Studie: www.agora-energiewende.de/aktuelles/planmaessiger-ausbau-von-erneuerbaren-energien-senkt-boersenstrompreise-bis-2030-um-bis-zu-23-prozent
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Wenn im Zuge des Neubau der zusätzlich benötigten Freiflächenphotovoltaik- und Windkraftanlagen die Netzanschlüsse miteinander kombiniert würden, ließen sich jedes Jahr Einsparungen im Milliardenbereich erzielen.
Bislang werden neue Anlagen einzeln mit ihrer vollen Leistung ans Netz angeschlossen. Doch die Leistungsspitzen von Photovoltaik- und Windkraftanlagen überlappen sich kaum. Windkraft ist eher nachts und im Winter stark, Photovoltaik bei Tageslicht von März bis September. Die meiste Zeit bleibt also viel der teuer bezahlten Anschlussreserve im Umspannwerk ungenutzt.
Das EWI der Uni Köln schlägt deshalb vor, Wind- und Photovoltaik-Anlagen lieber gemeinsam an einem Netzanschluss zu betreiben. Dann kann man die vorhandene Netzkapazität viel besser und gleichmäßiger ausnutzen. Man bräuchte auch weniger neue Leitungen. Zusätzlich eingesetzte Batteriespeicher könnten sogar noch mehr Strom speichern bzw. puffern und somit helfen, die Anlagen nicht ständig abregeln zu müssen. Dieses sogenannte „Überbauen“ des Netzanschlusses wird bereits durch das kürzlich in Kraft getretene „Solarspitzen-Gesetz“ unterstützt.
Link zur Studie: www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2025/06/EWI_Optimierte-Netzanschluesse-von-Wind-und-PV.pdf
Der Clou: Genau dieses Prinzip der „Überbauung“ greift auch bei uns in Klein Sisbeck! Denn mit dem riesigen neuen Windvorranggebiet (siehe Karte) im Süden von Klein Sisbeck bis nach Querenhorst, welches nach unserer Schätzung 100 bis 150 MW elektrische Leistung bringen wird, steht auch der verantwortliche Netzbetreiber AVACON vor großen Herausforderungen. Die AVACON wird daher ein erhebliches Interesse haben, möglichst wenige, dafür kombinierte neue Netzanschlüsse, also neue Umspannwerke, schaffen zu müssen. In diesem Sinne passen die 76 MW Leistung der Freiflächenphotovoltaikanlage in Klein Sisbeck perfekt!
Dass unser Gemeinderat bisher einseitig auf Wind setzt, ist also nicht gerade weitsichtig. Zudem wird diese Herangehensweise mutmaßlich unnötig höhere Kosten beim Netzausbau verursachen. Diese Mehrkosten zahlt am Ende die Allgemeinheit.
Neben den deutlich höheren Einnahmen für die Gemeindekasse kann unser Gemeinderat mit der cleveren Kombination von Wind und Photovoltaik also nicht nur die Reduzierung des Börsenstrompreises bis 2030 fördern sondern auch noch die Kosten des Netzausbaus gering halten!
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
Wenn das keine schlagkräftigen Argumente für unseren Gemeinderat sind, schleunigst seine Blockadehaltung gegen die 76 MW Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck zu beenden!
In diesem Sinne halten wir Dich weiter auf dem Laufenden. Danke für Deine Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition
23.06.2025, 09:13
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
heute vor einer Woche durften wir die Unterschriften aller Unterstützerinnen und Unterstützer an den Gemeinderat übergeben. Die Braunschweiger Zeitung berichtete am 18.06.2025 von unserem Termin: insgesamt 577 Unterschriften wurden überreicht, 544 davon aus der Gemeinde Groß Twülpstedt. Allein in Klein Sisbeck kamen 87 Unterschriften zusammen. Gemessen an der Zahl der abgegebenen Stimmzettel zur Kommunalwahl 2021 liegt die Zustimmung zum Projekt somit bei satten 35,7%!
Das ist gelebte Demokratie. Ein so klares Signal kann unser Gemeinderat nicht einfach übergehen. Wir danken Dir für deinen Beitrag an diesem großartigen Erfolg!
Leider gibt es einen Wermutstropfen: der Gemeinderat zeigte sich recht unbeeindruckt von Deinem Bürgervotum. Das Gefühl bleibt bestehen, man möchte sich noch immer nicht recht mit dem Thema anfreunden. Wir fragen: Wie sollen die Löcher in den Gemeindefinanzen denn sonst gestopft werden?
Immerhin: Die Samtgemeinde Velpke hat ihre Unterstützung zu dem Projekt erneut bekräftigt. Unser Gemeinderat möchte sich erstmal die Zeit nehmen, alle Unterschriften zu sichten. Wir sind gespannt, wann wir wieder etwas hören werden. Denn ein fester Termin wurde uns leider nicht zugesagt.
Wir glauben, es gibt keine wertvolle Zeit zu verschenken! Denn Du hast zu Recht Erwartungen an unsere Gemeinde: Wir wollen hier gut leben, stabile Finanzen und saubere Energie. Die Energiewende bietet uns genau das – Einnahmen für die Gemeinde, sinkende Stromkosten für alle und aktiven Klimaschutz. Viele Nachbargemeinden treiben aktiv vergleichbare Projekte voran (z.B. im Südkreis oder in Salzgitter Ringelheim). Jetzt sind wir dran!
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Die Dringlichkeit unseres Anliegens dürfen wir am 08.07.20225 beim Landrat des Landkreises Helmstedt, Gerhard Radeck, vortragen. Herr Radeck hat uns diesen Termin dankenswerterweise zugesagt, nachdem er zur Übergabe der Unterschriften nicht in Rümmer erscheinen konnte. Wir erhoffen uns sehr viel von diesem Gespräch. Wenn der Landkreis mit unserer Gemeinde an einem Strang zieht, könnte das entscheidend sein. Denn der Landkreis Helmstedt engagiert sich aktiv und sehr ambitioniert für einen Ausbau der Wirtschaft in unserer Region. Mehr dazu in dem folgenden aktuellen Fernsehbeitrag: „Helmstedt – Von der Braunkohle in die Zukunft“ www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/helmstedt-von-der-braunkohle-in-die-zukunft/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS85OGFjNzk0Mi1mZWQxLTQwNTMtOWNmZC1iYWI3NjdkZDk2MGY
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Es auch anders: In der niedersächsischen Gemeinde Sande, Friesland, kann man beobachten, dass Großes erreicht werden kann, wenn Gemeinde (Bürgermeister Eiklenborg) und Landkreis (vertreten durch Landrat Ambrosy) in Sachen Energiewende gemeinsam vorgehen. „Der Hybride Energiepark Sande ist ein Paradebeispiel für innovative Energiekonzepte und lokale Partnerschaften.“ titeln die Medien. Dort wurde die größte Freiflächenphotovoltaik-Anlage Niedersachsens realisiert in Kombination mit bestehenden Windparks. Die bereits fertiggestellte Freiflächenphotovoltaik-Anlage ist mit 83 MW nur wenig größer als das geplante Projekt in Klein Sisbeck. Und weil alle Beteiligten und Bürger in Sande so zufrieden mit dem Erreichten sind, soll dort nun die nächste Stufe gezündet werden – mit weiteren 35 MW und direkt angebundener Produktion von grünem Wasserstoff. Dieser geht dann künftig z.B. an die Salzgitter AG.
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Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
Warum sollte dieser „Hybride Energiepark“ nicht auch ein visionäres Vorbild für unsere Gemeinde sein? Wir, die Initiatoren der Petition, haben inzwischen selbständig ein Gesprächsangebot der Gemeinde Sande an unseren Gemeinderat erreichen können. Denn wir haben durchaus Verständnis dafür, dass sich unser Gemeinderat schwer tut mit den Erneuerbaren Energien und einem großen Investor, der mindestens 50 Mio Euro in das Projekt Klein Sisbeck stecken will. Nun aber ist unser Gemeinderat am Zug: die Türen stehen offen, sich die Infos von der „Superstars der Energiewende in Niedersachsen“ höchst persönlich zu besorgen.
Wenn er es richtig macht, könnte der Gemeinderat zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: in den Kassen erheblich Spielraum für die Zukunft schaffen & Unsere Gemeinde in Sachen Erneuerbare Energien groß rausbringen!
Wir halten Dich weiter auf dem Laufenden. Danke für Deine Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition
06.06.2025, 00:15
openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Gemeinderat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
Bisher haben 2 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/8-6-mio-fuer-die-gde-gross-twuelpstedt-und-uns-buerger-warum-verzichtet-der-rat-auf-diese-chance
05.06.2025, 08:23
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
als „nächsten Schritt zur grünen Stahlherstellung“ will die zum Salzgitter-Konzern gehörende Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) die Lieferung von Strom aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Rahmen eines langfristigen Stromabnahmevertrags (Power Purchase Agreement, PPA) ausschreiben.
Hätte die Gemeinde das Potenzial der Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Klein Sisbeck schon früher erkannt und wäre der Bau schon fortgeschritten, dann könnte ein Großteil dieses Stroms künftig direkt aus Klein Sisbeck nach Salzgitter fließen. So gehen Energiewende, Arbeitsplatzsicherung (hier: durch Umstellung der Produktion auf künftig dringend benötigten CO2-reduzierten Stahl in Salzgitter) und lokale Wertschöpfung bei der Stromerzeugung im Einklang! Was für eine Zukunftschance für unser schönes Bundesland.
Auch wenn der Zug nach Salzgitter aufgrund der bisher ablehnenden Haltung unseres Gemeinderates abgefahren zu sein scheint - lass uns gemeinsam nicht aufgeben. Denn ähnliche Chancen werden sich auch in der Zukunft auftun.
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition
www.pv-magazine.de/2025/06/04/salzgitter-konzern-startet-ausschreibung-fuer-150-megawatt-photovoltaik-und-on-site-batteriespeicher/
02.06.2025, 04:48
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
Es gibt endlich gute Nachrichten! Der Gemeinderat hat unseren Terminvorschlag zur Übergabe der Unterschriften unserer Petition bestätigt. Das zeigt, dass Dein Engagement Früchte trägt! Eine so große Anzahl von Unterstützern kann der Rat also nicht ignorieren.
Nun sind wir natürlich auf den Termin gespannt. Bitte sei mit dabei, um Dein Interesse an den langfristigen Einnahmen für die Gemeinde auch vor Ort deutlich zu machen.
Wie wird der Gemeinderat reagieren? Können wir vielleicht schon mit festen Zusagen rechnen, dass er sich nun aktiv mit ENGIE um einen Kompromiss bemühen wird? Wie soll die verlorene Zeit wieder aufgeholt werden? Es dürfte jedenfalls nicht leicht werden, dass Vertrauen des Investors zurückzugewinnen.
Wir sehen dem Termin jedenfalls gemeinsam mit Dir mit Spannung entgegen.
Danke für Deine Unterstützung, die uns einen großen Schritt nach vorne gebracht hat.
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition
22.05.2025, 15:47
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
heute erreichte uns eine Nachricht der betroffenen Flächeneigentümer aus Klein Sisbeck. Man hatte dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Fläche der Freiflächenphotovoltaik-Anlage um mehr als 15% zu verkleinern, in der Hoffnung, einen Kompromiss zu finden. Du glaubst auch, da muss doch irgendwie eine Einigung möglich sein? Leider weit gefehlt!
Denn der Gemeinderat hat klar gemacht, dass er überhaupt nicht an einem Kompromiss interessiert ist. Obwohl die Samtgemeinde Velpke bereits ihr grünes Licht zum jetzigen Entwurf gab, will unser Gemeinderat das Projekt auf sogenannte Gunstflächen beschränken.
Dabei muss man wissen, dass diese Gunstflächen von einem privaten Ingenieurbüro für Stadtplanung (!), nicht etwa von einer öffentlichen Einrichtung oder Behörde, anhand wenig nachvollziehbarer Kriterien am grünen Tisch festgelegt wurden. Mit gesundem Menschenverstand ginge man davon aus, dass dabei auch maßgebliche, wirtschaftliche Kriterien Berücksichtigung gefunden hätten.
Doch ob das Ingenieurbüro überhaupt das nötige energiewirtschaftliche Know-How dazu hatte, erscheint zumindest fraglich: Denn auf den markierten Gunstflächen wird niemals eine Freiflächenphotovoltaik-Anlage errichtet werden können. Die Gunstflächen sind schlichtweg praxisfernen: zu klein und ohne Rücksicht auf Grundstücksgrenzen, noch dazu unförmig geschnitten, so dass sich darauf einfach kein Projekt mehr sinnvoll realisieren lässt. So kann man den Ball auch ins Seitenaus kicken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Projektentwickler ENGIE hat dem Gemeinderat jedenfalls bereits deutlich gemacht, dass er seine geschätzten 50 Millionen Euro unter diesen Umständen nicht bei uns investiert, sondern dann eben woanders. Das alles weiß der Gemeinderat genau. Trotzdem zuckt er nur mit den Schultern. Die schönen Zukunftschancen für unsere Gemeinde zerplatzen wie eine Seifenblase. Und wir werden alle gemeinsam leer ausgehen.
Gleichzeitig wartest Du mit 450 weiteren Unterzeichnern vergeblich auf die ausstehenden Stellungnahmen der Gemeinderäte auf der Website der Petition. Neben Herrn Neuendorf hat sich noch kein weiterer Gemeinderat öffentlich geäußert. Allerdings hat Frau Janshen Ihre Unterstützung für die Petition durch Ihre Unterschrift deutlich gemacht. Für diese herausragende Offenheit und den Mut, sich mit ihrer Meinung der Öffentlichkeit zu stellen sind wir beiden Ratsmitgliedern sehr dankbar! So stellen wir uns gelebte Demokratie vor.
Und wir geben noch lange nicht auf! Mit der Unterstützung von mehr als 450 Unterschriften trotzen wir dem eisigen Gegenwind aus der Gemeinde. Bitte bleib auch Du mit uns am Ball. Je mehr Bürgerinnen und Bürger die völlig unverständliche, kompromisslose Blockadehaltung des Gemeinderats offen hinterfragen, desto besser!
Im nächsten Schritt werden wir die Unterschriftenlisten während der Gemeinderatssitzung am 16.06.2025 im Dorfgemeinschaftshaus Rümmer übergeben. Eine entsprechende Ankündigung haben wir an Herrn Bochannek und Herrn Fricke verschickt. Zusätzlich werden wir noch weitere Interessierte (wir denken da an unser Bundestagsmitglied Herrn Jordan, den Landrat etc.) und die Presse einladen.
Bitte sei auch Du mit dabei! Mit Deiner Anwesenheit zeigst Du, wie wichtig Dir die Energiewende und die Zukunft unserer Dörfer sind.
Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatoren der Petition
19.05.2025, 05:04
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar,
vielen Dank, dass Du unsere Petition unterstützt hast! Deine Unterschrift, Deine positiven Kommentare und die vielen tollen Gespräche zeigen: Wir stehen nicht allein da. Fast 450 Menschen aus unserer Gemeinde sagen inzwischen deutlich „Nein“ zum Gemeinderats-Entscheid gegen die große Freiflächen-Photovoltaikanlage – dies sind schon über 20 % aller Wahlberechtigten!
Das ist gelebte Demokratie. Ein so klares Signal kann unser Gemeinderat nicht einfach übergehen. Darum haben wir OpenPetition gebeten, alle Gemeinderäte um eine Stellungnahme zu bitten. Bisher hat aber erst Herr Neuendorf geantwortet. Wir hoffen, bald die Rückmeldungen aller Gemeinderäte zu sehen.
Du hast zu Recht Erwartungen an unsere Gemeinde: Wir wollen hier gut leben, stabile Finanzen und saubere Energie. Die Energiewende bietet uns genau das – Einnahmen für die Gemeinde, sinkende Stromkosten für alle und aktiven Klimaschutz. Was spricht also dagegen, statt Mais-Monokultur demnächst Photovoltaik auf unseren Flächen zu nutzen?
Noch am 9. Dezember bestätigte Herr Fricke "Das Vorhaben würde der am 03.12.024 im Samtgemeinderat festgelegten Beschlusslage entsprechen." Auch viele Nachbargemeinden stürzen sich auch vergleichbare PV-Projekte (z.B. im Südkreis oder in Salzgitter Ringelheim). Jetzt sind wir dran! Es gilt keine wertvolle Zeit zu verschenken. Bitte sprich in den nächsten Wochen in Deinem Familienkreis, mit Freunden und beim nächsten Treffen mit Gemeinderäten über unsere Idee. Teile auch den Link zur Petition gern weiter, falls noch jemand fehlt.
Demnächst übergeben wir die Unterschriften – wahrscheinlich bei einer Gemeinderatssitzung. Wir informieren Dich rechtzeitig über Datum und Ort. Es wäre super, wenn Du dabei bist!
Herzlichen Dank für Dein Engagement und Deine Unterstützung – gemeinsam machen wir den Unterschied!
Nochmals vielen Dank & Viele Grüße
die Initiatoren der Petition
PS: Ich in der heutigen Bauausschusssitzung der Gde. Groß Twülpstedt (ab 18:00 Uhr in Rümmer) wird das Projekt mit Sicherheit thematisiert werden. Sei dabei und bring Deine Fragen ein!
10.05.2025, 00:00
openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/8-6-mio-fuer-die-gde-gross-twuelpstedt-und-uns-buerger-warum-verzichtet-der-rat-auf-diese-chance
Warum fragen wir das Parlament?
Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.
Was können Sie tun?
Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
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