Die Fotografeninnung FOCON aus Berlin fordert die Abschaffung der Unterteilung in Anlage A und Anlage B Berufe der Handwerksordnung (HWO).

Alle Handwerksberufe sollen gleichgestellt sein. Die Ausbildung innerhalb eines Handwerks durch Fachkräfte muss Voraussetzung für das Führen eines Betriebs sein – zum Schutz der Verbraucher und zum Schutz des Handwerks! Die Petition ist nicht handwerksgebunden. Jeder Betroffene der Anlage B und Unterstützer sind herzlich gebeten, die Petition zu unterschreiben.

Begründung

Für die 52 auf Anlage B stehenden Handwerke, darunter auch Fotografen, war die Novellierung der Handwerksordnung eine fatale Entscheidung.

Im Jahr 2004 wurden Handwerksberufe in Anlage A und Anlage B unterteilt (Weitere Informationen: bit.ly/2HSAbMU). Handwerksberufe der Anlage A gelten als zulassungspflichtig und setzen zum Führen eines Betriebs den Meister voraus.

Berufe, der Anlage B sind zulassungsfrei – es wird also kein Meister benötigt um einen Handwerksbetrieb führen zu dürfen oder auszubilden. Nicht einmal eine Berufsausbildung muss nachgewiesen werden. Die Unterteilung erfolgte alleine auf Grundlage einer Gefahreneinstufung.

Die Unterteilung hat für Meisterbetriebe desaströse und langfristige Folgen:

• Dumpingpreise, durch die Marktüberschwemmung von Ungelernten. Fachbetriebe können durch hochqualifiziertes Personal und hochwertiges Material diese Preise nicht anbieten.

• Qualität des Handwerks sinkt signifikant – vor allem aus Sicht der Verbraucher, da nicht ersichtlich ist, ob es sich um einen Fachbetrieb handelt oder nicht.

• Stark sinkendes Ausbildungsniveau, da Ungelernte innerhalb kürzester Zeit in einem Crashkurs der IHK oder HWK die Berechtigung zur Ausbildung erhalten können

• Rückgang der Ausbildungen, da das Ausbildungsniveau sinkt und die Ausbildung keine Voraussetzung für selbstständige Ausübung mehr darstellt.

• Langfristig gesehen: hoher Fachkräftemangel Im Sinne der Ausbildung, der Betriebe und auch der Verbraucher ist die Abschaffung der Aufteilung in zwei Klassen seitens der Politik unumgänglich.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Focon Innung der Fotografen / Philipp Schumann aus Berlin
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Pro

Hier mal ein par Zahlen vor der Abspaltung 2004 und danach: 2003 meldeten sich jährt. 4868 neue Betriebe an, 2005 waren es schon 39.104. Vor 2004 hatten 75% die MP, später nur noch 25%. 2003 haben sich 262 Fotografen selbständig gemacht, davon 32,1% mit bestandener MP, 2016 waren es 5.022, davon 0,7 % bestandene MP. 2003 gab es 4.314 Fotografenbetriebe, 2016 waren es 23.918, davon 13.858 Soloselbständige. 94 % aller Fotostudios haben einen Gewerbeertrag bis unter 24.500 €. Das nennt man Vernichtung von Humankapital. Hans Starosta für den Centralverband Deutscher Berufsfotografen

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • Nadja Pohl Bebertal

    am 29.07.2018

    Weil ich selbst im Handwerk arbeite und Freunde ebenfalls

  • am 14.06.2018

    Die Qualität leidet und die Wertschätzung für das Handwerk geht verloren.

  • am 08.06.2018

    Junge Menschen, die eine qualitativ gute und überprüfbare Aus-und Weiterbildung absolviert haben, werden massiv benachteiligt. Sie investieren viel Zeit und auch Geld, um in ihrem Handwerk gute Leistungen zu erbringen, die der Endverbraucher durch abgelegte Prüfungen auch erkennen kann. Dagegen steht der "Amateur", der das Handwerk mitunter nur nebenbei ausübt. Wie soll da ein ausgebildeter Jungunternehmer kalkulatorisch noch mithalten können. Welche Ungerechtigkeit! Somit gehen Qualität und Ausbildung der Handwerksberufe in Anlage B kaputt.

  • am 02.06.2018

    um die Vielseitigkeit der Ausbildung zu erhalten

  • am 31.05.2018

    Grundsätzlich hat die Qualität im Handwerk nachgelassen, viele Quereinsteiger mit unzureichender Ausbildung "inflationieren" den Beruf der Profifotografen.

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