Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Ich fordere die Abschaffung des Ehegattensplittings. Dieses System verfestigt meiner Meinung nach alte Rollenbilder und benachteiligt insbesondere Frauen, die Teilzeit arbeiten oder familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. In einer modernen Gesellschaft muss das Steuersystem die tatsächliche Erwerbs- und Lebensrealität aller Menschen widerspiegeln.
In einer Zeit, in der jeder Mensch – und damit sind auch Frauen gemeint – selbst für die Rente sorgen muss, ist es nicht mehr vertretbar, ein derartiges Steuergefüge, wie das der Lohnsteuerklassen 3 und 5, vorzuhalten.
Außerdem befürchte ich, dass die Lohnungerechtigkeit, der Gender Pay Gap, ohne die Abschaffung des Ehegattensplittings nicht funktionieren wird. Die Lohnlücke lädt sogar noch dazu ein, dass ein Ehepartner, meistens die Frau, ein geringeres Einkommen hat und somit quasi gezwungen ist, die Lohnsteuerklasse 5 zu wählen. Von diesem geringen Einkommen müsste die Frau privat aber auch noch etwas für ihre Rente zurücklegen können.
Ich fordere die Bundestagsabgeordneten auf, die Initiative zur Abschaffung des Ehegattensplittings zu unterstützen und ein neues, gerechteres Steuermodell zu entwickeln. Dieses sollte die individuelle Leistung in den Vordergrund stellen und nicht die klassische Ehe als alleiniges Modell.
Diese Petition ist ein Aufruf an alle, die an einer fairen und gerechten Gesellschaft interessiert sind. Lasst uns gemeinsam an einem Steuersystem arbeiten, das die Vielfalt der Lebensentwürfe und die Gleichstellung der Geschlechter berücksichtigt. Gemeinsam für Gleichheit!
Unter den nachfolgenden Veröffentlichungen sind meine Argumente wiederzufinden:
Anpassung der Steuerklassen ersetzt nicht die Reform des Ehegattensplittings - Netzwerk Steuergerechtigkeit
Ehegattensplitting abschaffen? Steuerregel schafft falsche Anreize
Ehegattensplitting abschaffen? Was spricht dafür, was dagegen?
Ehegattensplitting - Steuerprivileg und Teilzeitfalle
OECD fordert Reformen gegen Fachkräftemangel | tagesschau.de
Ehegattensplitting verletzt Gleichheitsgebot - Hans-Böckler-Stiftung
Fragen & Antworten: Debatte um Abschaffung des Ehegattensplittings: Darum geht's | DIE ZEIT
Begründung
Meine Argumente für die Abschaffung:
1. Ungleichbehandlung von Frauen: Das Ehegattensplitting unterstützt vor allem Familien, in denen ein Partner auf eine Vollzeitbeschäftigung verzichtet. Dies führt dazu, dass viele Frauen in finanzieller Abhängigkeit von ihren Partnern bleiben, was gleiche Teilhabe und Selbstbestimmung einschränkt.
2. Hemmnis für die Erwerbstätigkeit: Frauen, die Teilzeit arbeiten oder aus Erziehungsgründen aus dem Arbeitsleben aussteigen, profitieren nicht von einem Steuermodell, das auf zwei Vollzeitverdiener*innen ausgerichtet ist. Diese alte Denkweise hindert Frauen daran, ihre beruflichen Ziele zu verfolgen.
3. Gleichstellung fördern: Ein modernes Steuersystem sollte Gleichheit fördern und nicht alte, patriarchale Strukturen zementieren. Die Abschaffung des Ehegattensplittings würde ein deutliches Zeichen für die Gleichstellung der Geschlechter setzen.
4. Bessere finanzielle Anreize: Ein individueller Steuertarif würde die Erwerbsarbeit von Frauen attraktiver machen und somit die wirtschaftliche Unabhängigkeit fördern. Frauen müssten nicht mehr auf eine steuerliche Begünstigung verzichten, wenn sie für ihre eigene Karriere und Lebensgestaltung entscheiden.
5. Reduzierung des Gender Pay Gaps: Die Abschaffung des Ehegattensplittings würde die Reduzierung des Gender Pay Gaps schneller in greifbare Nähe rücken, da die „Ausrede“, ein Mann müsste tendenziell mehr als die Frau verdienen, da er der Ernährer ist, nicht mehr greifen würde. Die Frau hat ihr eigenes Einkommen, und eine Einkommensschlechterstellung der Frau wird auch nicht mehr durch den Staat unter Verwendung des Ehegattensplittings untermauert.
ja und das sofort.