openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Abschaffung der Lehrmethode  „Lesen durch Schreiben“ an Grundschulen Abschaffung der Lehrmethode „Lesen durch Schreiben“ an Grundschulen
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Sylvia Löhrmann, MINISTERIUM FÜR SCHULE UND ...
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 4.607 Unterstützende
    3.622 in Nordrhein-Westfalen
    Sammlung abgeschlossen

Abschaffung der Lehrmethode „Lesen durch Schreiben“ an Grundschulen

-

Die Lehrmethode „Lesen durch Schreiben“ in den Grundschulen muss dringend abgeschafft werden. Kinder aus Migranten-Familien oder mit Dialekt-Einfärbung haben große Schwierigkeiten mit dem „Schreiben nach Gehör“. Christa Röber, Professorin für Grundschulpädagogik an der Universität Freiburg, kommt sogar zu dem Schluss: „Dieses Lern-Programm ist nur etwas für Kinder, die zu Hause zusätzlich gefördert werden. Alle anderen werden dadurch benachteiligt.“

Wenn die Kinder 2 Jahre lang nur nach Gehör schreiben und keinerlei Rechtschreibregeln lernen und sich dann von jetzt auf gleich umstellen müssen und korrigiert werden, kann das nur zu Frustration führen. Die Korrektur von Fehlern ist von den Lehrer noch nicht einmal zu hause von den Eltern erwünscht.

Wie sagten unsere Vorfahren schon? "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Unsere Kinder müssen von Anfang an die richtige Schreibweise lernen und nicht erst nach 2 Jahren, in denen Fehler überhaupt nicht korrigiert werden durften.

Begründung:

„Lesen durch Schreiben“ ist auch bei Lehrerverbänden und Bildungsexperten umstritten. Die Methode basiert auf dem Ansatz, dass Kinder, durch das Schreiben automatisch lesen lernen. Das behauptet zumindest ihr Erfinder Jürgen Reichen (* 1939 in Basel; † 19. Oktober 2009 war ein in Hamburg lehrender Schweizer Reformpädagoge). Damit die Kinder Schreiben lernen, bekommen sie eine Anlauttabelle. Dabei dürfen die Kinder buchstäblich schreiben, wie sie sprechen. Fehler sollen dann erst in den späteren Grundschuljahren korrigiert werden. Auch der Philologenverband NRW ist skeptisch. Pädagogik-Experten beklagen zudem, dass dem Konzept von Jürgen Reichen jegliche wissenschaftliche Grundlage fehle. Kindern werden in den ersten 2 Jahren ihrer Schulzeit keine Regeln der deutschen Rechtschreibung vermittelt. In der dritten Klasse, wenn auf korrekte Rechtschreibung umgestellt werden müsste, kommt meist der Einbruch, der sich bis in die weiterführenden Schulen bemerkbar macht. Dann haben sich nämlich schon individuelle Rechtschreibschwächen fest setzen können, die durch "Lernen durch Schreiben" bisher verdeckt waren. Außerdem sind viele Schüler am Ende der Grundschulzeit verunsichert, denn was in den ersten Schuljahren nicht korrigiert wurde, wird nun als falsch angestrichen. Das frustriert Kinder und Eltern.

Unter Wissenschaftlern wird diskutiert, welche Methode die Erfolgreichste ist - also das Lernen nach einer Fibel oder "Lesen durch Schreiben" -, denn es gibt inzwischen die unterschiedlichsten Untersuchungen zu dem Thema. Eine aktuelle Metastudie bringt jetzt Klarheit. Professor Reinold Funke verglich die Ergebnisse von 16 Studien mit über 800 beteiligten Klassen. Dabei berücksichtigte er nur solche Untersuchungen, die sogenannte "Fibel-Klassen" mit "Lesen durch Schreiben"-Klassen in den Stufen eins bis vier verglichen. "Im Lesen waren die untersuchten 'Lesen durch Schreiben'-Klassen in Klassenstufe eins den untersuchten 'Fibel-Klassen' signifikant unterlegen." (Signifikant heißt, dass es unwahrscheinlich ist, dass dieses Ergebnis Zufall ist.)

Die deutsche Rechtschreibung ist ein wichtiges Gut, das den Kindern nach der bewährten Lernmethode Buchstabe für Buchstabe und der Fibel beigebracht werden sollte.

Deshalb umgehend Abschaffung der Lehrmethode "Lesen durch Schreiben". Zum Wohl unserer Kinder!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wegberg, 02.03.2015 (aktiv bis 01.09.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer, ich habe heute die Petition eingereicht. Immerhin 4.607 Menschen haben durch die Unterschrift zum Ausdruck gebracht, dass die Methode Lesen durch Schreiben nicht bzw. nicht uneingeschränkt weitergeführt werden soll. Es bleibt die ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Dieser Methode wird erst durch die Nachhilfe der Eltern zum partiellen Erfolg verholfen.Das sieht man an der Marburger Studie von 2002bis 2006.Bereits nach zwei Jahren wurden erste Ergebnisse veröffentlicht.Bei Sommer-Stumpenhorst waren es 23 % Rechtschreib-schwache,in ...

PRO: Meine älteste Tochter kam durch ihre Sprachentwicklungsverzögerung als Folge einer nicht erkannten beidseitigen Mittelohrerkrankung überhaupt nicht mit der Methode nach Sommer-Stumpenhorst /brügelmann zurecht. Ich habe ihr dann in den Sommerferien mit ...

CONTRA: Lesn durch schraibn ermöklicht den aigestendign schrfterwärp one hilfä dess leerers.ich kan schraibn wi ich wil. aba ale mainä bäwärbungen kamän zurük. Warumm is das so? Ale Bäwärbungn kamän zurük. Maine Fantsi hat kainä gräzn. maine kreatwität isst unbegränzt. ...

CONTRA: Man will von Seiten der Reformpädagogischen Vertreter und ihrer politischen Unterstützer (Grüne, SPD,in NRW auch die CDU))gar keine wissenschaftlichen Vergleichsstudien zwischen analytisch-synthetischen,sowie silbenanalytischen Methoden mit direkter Instruktion,Feedback ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf


aktuelle Petitionen