Die Lehrmethode „Lesen durch Schreiben“ in den Grundschulen muss dringend abgeschafft werden. Kinder aus Migranten-Familien oder mit Dialekt-Einfärbung haben große Schwierigkeiten mit dem „Schreiben nach Gehör“. Christa Röber, Professorin für Grundschulpädagogik an der Universität Freiburg, kommt sogar zu dem Schluss: „Dieses Lern-Programm ist nur etwas für Kinder, die zu Hause zusätzlich gefördert werden. Alle anderen werden dadurch benachteiligt.“

Wenn die Kinder 2 Jahre lang nur nach Gehör schreiben und keinerlei Rechtschreibregeln lernen und sich dann von jetzt auf gleich umstellen müssen und korrigiert werden, kann das nur zu Frustration führen. Die Korrektur von Fehlern ist von den Lehrer noch nicht einmal zu hause von den Eltern erwünscht.

Wie sagten unsere Vorfahren schon? "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Unsere Kinder müssen von Anfang an die richtige Schreibweise lernen und nicht erst nach 2 Jahren, in denen Fehler überhaupt nicht korrigiert werden durften.

Begründung

„Lesen durch Schreiben“ ist auch bei Lehrerverbänden und Bildungsexperten umstritten. Die Methode basiert auf dem Ansatz, dass Kinder, durch das Schreiben automatisch lesen lernen. Das behauptet zumindest ihr Erfinder Jürgen Reichen (* 1939 in Basel; † 19. Oktober 2009 war ein in Hamburg lehrender Schweizer Reformpädagoge). Damit die Kinder Schreiben lernen, bekommen sie eine Anlauttabelle. Dabei dürfen die Kinder buchstäblich schreiben, wie sie sprechen. Fehler sollen dann erst in den späteren Grundschuljahren korrigiert werden. Auch der Philologenverband NRW ist skeptisch. Pädagogik-Experten beklagen zudem, dass dem Konzept von Jürgen Reichen jegliche wissenschaftliche Grundlage fehle. Kindern werden in den ersten 2 Jahren ihrer Schulzeit keine Regeln der deutschen Rechtschreibung vermittelt. In der dritten Klasse, wenn auf korrekte Rechtschreibung umgestellt werden müsste, kommt meist der Einbruch, der sich bis in die weiterführenden Schulen bemerkbar macht. Dann haben sich nämlich schon individuelle Rechtschreibschwächen fest setzen können, die durch "Lernen durch Schreiben" bisher verdeckt waren. Außerdem sind viele Schüler am Ende der Grundschulzeit verunsichert, denn was in den ersten Schuljahren nicht korrigiert wurde, wird nun als falsch angestrichen. Das frustriert Kinder und Eltern.

Unter Wissenschaftlern wird diskutiert, welche Methode die Erfolgreichste ist - also das Lernen nach einer Fibel oder "Lesen durch Schreiben" -, denn es gibt inzwischen die unterschiedlichsten Untersuchungen zu dem Thema. Eine aktuelle Metastudie bringt jetzt Klarheit. Professor Reinold Funke verglich die Ergebnisse von 16 Studien mit über 800 beteiligten Klassen. Dabei berücksichtigte er nur solche Untersuchungen, die sogenannte "Fibel-Klassen" mit "Lesen durch Schreiben"-Klassen in den Stufen eins bis vier verglichen. "Im Lesen waren die untersuchten 'Lesen durch Schreiben'-Klassen in Klassenstufe eins den untersuchten 'Fibel-Klassen' signifikant unterlegen." (Signifikant heißt, dass es unwahrscheinlich ist, dass dieses Ergebnis Zufall ist.)

Die deutsche Rechtschreibung ist ein wichtiges Gut, das den Kindern nach der bewährten Lernmethode Buchstabe für Buchstabe und der Fibel beigebracht werden sollte.

Deshalb umgehend Abschaffung der Lehrmethode "Lesen durch Schreiben". Zum Wohl unserer Kinder!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer,

    ich habe heute die Petition eingereicht.

    Immerhin 4.607 Menschen haben durch die Unterschrift zum Ausdruck gebracht, dass die Methode Lesen durch Schreiben nicht bzw. nicht uneingeschränkt weitergeführt werden soll.

    Es bleibt die Hoffnung, dass die Petition etwas bewirkt. Schließlich steht die Methode schon lange in der Kritik und wurde andernorts längst wieder abgeschafft.

    Sollte ich irgendeine Reaktion erhalten, werde ich das gern auf diesem Wege hier berichten.

    Vielen Dank für die Unterstützung!!

    Freundliche Grüße
    A. Vieten-Michael

  • Hallo!

    ...was für eine Enttäuschung. Erst wurde das Thema groß auf der Facebookseite angekündigt und nun kam in den knapp zwei Stunden nicht ein einziges Sterbenswörtchen darüber.

    Schade. SEHR schade!

    Dann bleibt uns nur die verbliebenen knapp 20 Tage zu nutzen und weiter Unterschriften zu sammeln. Bei 45000 Unterschriften holt openPetition eine Stellungnahme der Vertreter ein. Das ist sicherlich noch effektiver...

    Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben!

    Erneut gilt mein Dank allen Unterstützern.

    Ich wünsche allen einen schönen Abend,
    A. Vieten-Michael

Pro

Dieser Methode wird erst durch die Nachhilfe der Eltern zum partiellen Erfolg verholfen.Das sieht man an der Marburger Studie von 2002bis 2006.Bereits nach zwei Jahren wurden erste Ergebnisse veröffentlicht.Bei Sommer-Stumpenhorst waren es 23 % Rechtschreib-schwache,in der Fibelgruppe 5%.Wegen der beunruhigenden Nachrichten halfen die Eltern in der LDS-Gruppe ihren Kindern.Anders ist das Ergebnis von 2006 nicht zu erklären. es waren aber immer noch 16%. Genau diese Intervention durch professionelle Nachhilfe auf immer verhindert , das noch mehr Kinder scheitern.

Contra

Man will von Seiten der Reformpädagogischen Vertreter und ihrer politischen Unterstützer (Grüne, SPD,in NRW auch die CDU))gar keine wissenschaftlichen Vergleichsstudien zwischen analytisch-synthetischen,sowie silbenanalytischen Methoden mit direkter Instruktion,Feedback und Förderung der Selbstverbalisierung der Schüler im Vergleich mit offenen Unterrichtsmethoden durchführen, da man die Ergebnisse fürchtet.Schon die Hattie-Methaanalyse steht im direkten Widerspruch zu den Methoden der Reformpädagogik!Wir sehen eine ständige Veschlechterung der Schreib-und Lesefähigkeiten von NRW-Schülern.