E-Sport? Was ist das eigentlich?

Bei E-Sport handelt es sich um einen virtuellen Wettkampf, bei dem zwei Teams mit der jeweils gleichen Anzahl an Spielern bzw. E-Sportlern gegeneinander antreten. Hierbei benötigen die Teams gut durchdachte Taktiken und Spielzüge, wie auch antrainierte feinmotorische Fähigkeiten, um sich gegen das konkurrierende Team durchzusetzen. Solche Wettkämpfe finden zumeist über das Internet auf offiziellen professionellen Turnieren, aber auch immer mehr in großen Hallen vor Publikum statt.

Die E-Sport Kultur ist in Deutschland aktuell auf dem Vormarsch und jetzt schon stärker integriert, als viele vermuten würden. Das Finale der „League of Legends Championship“, hatte Jahr 2014 eine Zuschauerzahl von 11,2 Millionen vor den Bildschirmen und 40 000 Zuschauer im Stadion in Süd-Korea. Als Austragungsort des Finales der europäischen Meisterschaft wurde für 2015 Berlin auserwählt. In Süd-Korea ist E-Sport bereits eine Nationalsportart und deutlich populärer als Fußball oder Handball. E-Sportler werden in diesen Ländern wie Rockstars gefeiert. Einen solchen Hype kann man sich in Deutschland kaum vorstellen.

Was sind die Probleme des E-Sports?

Das Grundproblem des E-Sports in Deutschland ist, dass er nicht als offizielle Sportart anerkannt ist. Dies liegt unter anderem an der teilweise sehr kritischen und konservativen Einstellung der deutschen Bevölkerung sowie der des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund). Diese negative Haltung richtet sich nicht direkt gegen E-Sport, sondern allgemein gegen Computerspiele. Die Medien zeichnen gerne das stereotype Bild eines aggressiven, einsamen, übergewichtigen Computerspielers mit Hang zum Amoklauf. Da es auch dem DOSB an Akzeptanz und Toleranz gegenüber dieser modernen Kulturbewegung mangelt, fällt es den E-Sportlern schwer, sich für ihre Ziele in Deutschland durchzusetzen, weil sie kaum Unterstützung in unserer Gesellschaft bekommen.

Was sind die Vorteile der Anerkennung für Deutschland und seine E-Sportler?

Vorteile und Hauptgründe für die Anerkennung sind die finanzielle Förderung, soziale wie auch gesellschaftliche Akzeptanz und die Unterstützung der Jugendkultur. Eine Anerkennung würde erlauben, dass sich eine ähnliche Vereinsstruktur wie beim Fußball bilden kann, die ihren Spieler ein festes Gehalt bezahlt, sodass die Spieler nicht auf die unsicheren Preisgelder angewiesen sind.

Begründung

E-Sport muss als Sportart anerkannt werden, denn eine Prüfung der vom DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) vorgegebenen Kriterien sowie der Definitionen auf Wikipedia fällt vornehmlich positiv aus. Das Hauptkriterium, die „körperliche und motorische Aktivität“, wird zwar nicht im herkömmlichen Sinne, z. B. in Form des Laufens, erfüllt, jedoch gibt es andere motorische Abläufe, die eine körperliche Aktivität darstellen. So müssen beim Spielen die Hände Präzisionsbewegungen erfüllen und die notwendige Hand-Augen-Koordination ist mit der des Sportschießens gleichzusetzen. Viele Leute meinen, dass E-Sport kein richtiger Sport werden kann, da Fitness bzw. Gesundheit gar nicht gefördert werden. Hierbei wird aber außer Acht gelassen, dass dies nicht nur im E-Sport, sondern auch in diversen schon anerkannten Sportarten gegeben ist: Sportschießen, Schach, Dart und Billard sind ebenfalls Sportarten, bei denen man sich kaum oder nur geringfügig bewegt. Auch die Formulierung, dass „die Ausübung der Sportart eine eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität [eines jeden] zum Ziel haben [muss]“, ist hinfällig, da in den Bewegungsabläufen identische Sportarten wie Golf und Minigolf, Tennis und Tischtennis, Eishockey und Hockey etc. ebenfalls anerkannt wurden. Somit kann E-Sports nicht allein auf der Basis ausgeschlossen werden, dass bei Spielen wie „DOTA 2“ oder „League of Legends“ identische Bewegungsabläufe nötig sind. Darüber hinaus liegt dem E-Sport der Wettbewerbsgedanke zugrunde, ein entscheidendes Kriterium, das beim DOSB in seinen veralteten Statuten oftmals zugunsten der körperlichen Aktivität vernachlässigt wird. Eine zeitgemäße Überarbeitung von Definitionen und Überlegungen liefert somit schnell ein weiteres Argument für die Würdigung von E-Sport als Sportart. Ebenso zeitgemäß ist die Anerkennung der Tatsache, dass E-Sports heute ein wichtiger Bestandteil der deutschen Jugendkultur ist und damit einen erheblichen Einfluss auf das Sozialverhalten hat. Profispieler werden nicht nur anhand ihrer feinmotorischen Fähigkeiten ausgewählt, sondern der soziale Gedanke, d. h. das Zusammenspiel im Team, Kommunikation und Fairplay, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Im E-Sport wird gerade Fairness sehr hoch gehalten und somit ist ein weiterer, wesentlicher Punkt aller anerkannten Sportarten erfüllt. Zu dem Gesichtspunkt, dass E-Sport in anderen Ländern anerkannt ist, erwidert der DOSB, dass Deutschland von anderen Ländern weitgehend autark ist und man sich daher auch nicht mit anderen Ländern gleichziehen muss. Allerdings bedeutet die Anerkennung des E-Sports eher eine Anpassung an den technischen und (jugend-)kulturellen Fortschritt. Außerdem sollte man im Zeitalter der Globalisierung auch darauf achten, dass man, um internationale Zusammenarbeit zu erreichen, mit der Zeit gehen muss und sich für globale Standards einsetzen sollte. Im Grunde wird der Wandel in unserer Kultur, die Neudefinition und Erweiterung des Sportbegriffes, speziell im Bereich der Jugendkultur, schlichtweg ignoriert. Die prinzipielle Weigerung des DOSB, sich mit dem technischen Fortschritt unserer Zeit auseinanderzusetzen, zeugt von der Angst vor Neuem, speziell wenn es Berührungspunkte mit der Internet- und Computerspielekultur hat. Dass die Kriterien des DOSB zudem flexibel und Auslegungssache sind, erkennt man daran, dass in seiner Definition extra hervorgehoben wird, dass Motorsportarten keine offiziellen Sportarten seien. Dennoch findet man unter der Liste der anerkannten Sportarten unter anderem den Motoryacht-Verband. Schlussendlich ist festzustellen, dass der DOSB seine Definition des Sportbegriffes unbedingt erneuern muss und zeitgemäß ausrichten sollte, was auch jedem spätestens dadurch offensichtlich wird, dass die eigene Definition des DOSB vielen, von ihnen bereits anerkannten Sportarten, in einigen Punkten widerspricht. Doch selbst, wenn man die derzeitigen Definitionen und das Status Quo zugrunde legt, muss E-Sports als wettbewerbsorientierter Sport, dem motorisches Geschick, Teamfähigkeit und eine Steigerung des strategisch/logischen Denkvermögens zugrunde liegen, offiziell als Sportart anerkannt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Klasse 10a des Staufergymnasiums (Daniel Jurgeleit) aus Pfullendorf
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was zur Hölle sind das für Argumente? Die Leute sagen, dass ein Sport als Sport gilt, wenn man sich bewegt. Dann gibt es eine Sportart namens Schach. Ich würde sagen, dass man sich beim E-Sport mehr bewegt als beim Schach. Dann wird noch behauptet, dass die Computerspile zu viel Gewalt beinhalten. Sportarten wie Boxen sind dann aber olympisch. Also was stehet dem entgegen? Mal ganz ehrlich. Auch das mit dem Geld ist Schwachsinn. Ich bekomme doch auch kein Geld dafür, dass ich im Verein Tennis spiele. So hiermit habe ich wohl jeden Scheiß, der auf der Conta Seite sthet widerlegt.

Contra

Warum sollten alle/auch Schlechte Teams/Spieler Gelder bekommen? Es bekommt ja auch kein Kreisligaspieler ein festes Gehalt. Die guten Teams bekommen schon unterstützung von ihren Sponsoren oder Tuniergewinne... Woher nehmen die Vereine das Geld? Um eine ganze Riege an "Sportlern" zu bezahlen reichen die Forderungen des Dosb nie und nimmer aus... Bei schlechten bzw. Mittelmäßigen Teams werden sich auch keine Sponsoren finden die Bereit sind für nicht erfolgreiche "Sportler" den Gehalt zu zahlen... Auch Profis in allen anderen Sportarten bekommen kein Geld bzw Vertrag/Sponsoren wenn sie nicht