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Bild zur Petition mit dem Thema: Aufruf zur Umsetzung von kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der ambulanten Pflege Aufruf zur Umsetzung von kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der ambulanten Pflege
  • Von: Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH
  • An: Pflegekassen im Land Brandenburg
  • Region: Land Brandenburg
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.642 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Aufruf zur Umsetzung von kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der ambulanten Pflege

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Die komplette Pflege-Petition finden Sie hier: diegemeinschaftswerke.de/petition-pflege/

Auzug der Petition....

Mit der vorliegenden Petition möchten die Unterzeichner die Leistungsträger dazu aufrufen, die nachfolgenden Sofortmaßnahmen vertraglich zuzulassen, um die Versorgung der Pflegebedürftigen im Land Brandenburg kurzfristig zu verbessern und langfristig sicherstellen zu können.

  1. Zulassung von Filialen Derzeit ist es für einen ambulanten Pflegedienst im Land Brandenburg nicht möglich, Filialen zu bilden. Um eine wirtschaftlichere Leistungserbringung zu ermöglichen (Verkürzung der Fahrtwege) und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen „vor Ort“ einen Anlaufpunkt anzubieten ist es notwendig, dass ein Pflegedienst auch Filialen eröffnen kann. Die daran angeknüpften Qualitätskriterien müssen niedrigschwellig sein. Ziel sollte es sein, dass die Pflegekräfte einer Filiale nicht jeden Tag in der Sozialstation „erscheinen“ müssen.

  2. Tagespflege light Die Leistungsentgelte gemäß § 41 SGB XI sollten auch für Angebote eingesetzt werden können, die nicht die derzeitigen Anforderungen der Versorgungsverträge für Tagespflegeeinrichtungen erfüllen. Ziel ist es, dass Menschen ihren Anspruch auf Leistungen der Tagespflege „vor Ort“ wahrnehmen können und damit weite Fahrwege und persönliche Unannehmlichkeiten der Vergangenheit angehören. Der Umfang des Angebotes ist von der Anzahl der Interessenten und deren Bedürfnissen abhängig zu planen. Eine Tagespflege light ist fachlich und strukturell an eine bestehende zugelassene Tagespflege angegliedert.

  3. Zeitgesteuerte Abrechnung der Fahrtwege Im jetzigen Leistungskomplexsystem werden Fahrtwege mit Hilfe von pauschalen Entgelten abgegolten (Wegepauschalen). Pflegedienste, deren Pflegebedürftige einen weiteren Anfahrtsweg und / oder einen längeren Anfahrtsweg (z.B. in Städten) haben, werden dadurch unverhältnismäßig stark benachteiligt.

Wir fordern daher die Kostenträger auf, in den Vergütungsvereinbarungen die tatsächlich entstandenen Fahrtkosten zu berücksichtigen auf Zeitbasis zu entgelten.

Dafür könnten in den Fahrzeugen Taxameter eingebaut werden, die die Fahrtzeit revisionssicher dokumentieren.

  1. Zentrale Auftragsvergabe durch die Pflegekasse Zum heutigen Zeitpunkt ist der Einzugsbereich von Pflegediensten nicht festgelegt. Zwar sieht der Strukturerhebungsbogen eine Eingrenzung vor, diese ist dort jedoch nur sehr grob beschrieben. Zudem ist die Wahlfreiheit des Pflegebedürftigen hinsichtlich des Leistungsanbieters zu beachten.

Es zeigt sich jedoch, dass es auf Grund der unklaren Lage immer wieder dazu kommt, dass mehrere Pflegedienste im gleichen Einzugsbereich tätig sind. Eine alleinige Abstimmung der Pflegedienste untereinander ist jedoch aus oben genannten Gründen nicht möglich.

Wir fordern daher die Einführung einer Auftragsvergabestelle, die von den Pflegekassen geführt wird. Diese leitet den Klienten zum Pflegedienst seines Einzugsbereiches weiter. Dabei wäre es notwendig, dass die Auftragsvergabestelle die derzeitige personelle Ausstattung des Pflegedienstes berücksichtigt. Dafür wäre eine tägliche Meldung des Pflegedienstes an die Pflegekasse notwendig.

  1. trägerübergreifender Notfall-Personalpool Der heutige Pflegenotstand führt dazu, dass täglich Personalengpässe auftreten. In der Folge können Klienten vom Pflegedienst nicht mehr versorgt werden, so dass es zur Kündigung der Pflegeverträge kommt. Alternativ dazu wurden in der Vergangenheit von einzelnen Trägern auch freiberufliche Kräfte eingesetzt, da ansonsten die Versorgung des Klienten nicht zeitnah hätte sichergestellt werden können.

Es ist notwendig, wenn es hierfür eine einfach zu handhabende Möglichkeit gibt, um Personal innerhalb eines Tages zwischen den Pflegediensten austauschen zu können. Die hier geschilderte Problematik basiert unter andrem auch darauf, dass bisher die Finanzierung von Ersatzpersonal nicht gewährleistet ist. Vielmehr basieren die Personalberechnungen von Seiten der Kostenträger auf Arbeitsunfähigkeits-Statistiken, die dem tatsächlichen Ist-Zustand nicht mehr gerecht werden.

Hinweis: Bei den oben genannten Problemlagen und Forderungen handelt es sich um Themen, die seit langem in der Diskussion sind und das über die Grenzen des Landes Brandenburg hinaus. Wir sind der Meinung, dass die Umsetzung der Forderungen unabdingbar ist und in kürzester Zeit erfolgen muss. Das setzt den ernsthaften Willen aller Beteiligten voraus.

Initiatoren: Gemeinschaftswerk Soziale Dienste Nauen e.V. Geschäftsführender Vorstand Werner Futterlieb

Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. Landesvorstand Ines Große, Peter Lange, Andreas Heil

Johannisches Sozialwerk e.V. Bereichsleitung Pflege Markus Franke

Begründung:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, es wird höchste Zeit, dass wir zu anderen Rahmenvertragsbedingungen zur Leistungserbringung in der Pflege kommen. Unsere Verträge mit den Pflegekassen sind nicht mehr zeitgemäß. Sie bedürfen einer grundsätzlichen Neufassung. Die fehlende leistungsgerechte Entlohnung ist ein Thema und scheinbar nicht leicht zu lösen.

Bei den in der Petition genannten weiteren Problemlagen und Forderungen handelt es sich um Themen, die seit langem in der Diskussion sind und das über die Grenzen des Landes Brandenburg hinaus.

Wir sind der Meinung, dass die Umsetzung der Forderungen unabdingbar ist und in kürzester Zeit erfolgen muss. Das setzt den ernsthaften Willen aller Beteiligten voraus. Das sind wir sind es unseren aktuellen und zukünftigen Pflegekunden/Versicherten schuldig

Bitte unterstützen Sie die gemeinsame Petition des Gemeinschaftswerks, der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg und des Johannischen Sozialwerks.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Nauen, 10.04.2017 (aktiv bis 09.06.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Es bleibt noch viel zu tun, um die Bedingungen in der ambulanten Pflege zu verbessern. Die Forderungen in dieser Petition können also nur ein Anfang sein.

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument



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