• Von: Regina Fahle
  • An: Deutscher BundestagPetitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.734 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Ausbildung statt Abschiebung von jungen Flüchtlingen

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Für die von der Abschiebung bedrohten Jugendlichen: Nasratollah Nazari, Arian Hosseini und Mortesa Farari bitten wir um eine Duldung auf 6-8 Jahre, damit diesen Jugendlichen die Zeit bleibt, nach ihrem Schulabschluss eine Lehre abzuschließen, Berufserfahrung zu sammeln und eine zertifizierte Ausbildereignung der IHK zu erwerben.
Die genannten Jugendlichen befinden sich zurzeit in einer vom Land geförderten Integrationsmaßnahme für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge.
Das gleiche Recht sollte deutschlandweit allen jungen Flüchtlingen eingeräumt werden, die sich in ähnlichen vom jeweiligen Land finanziell geförderten Projekten befinden und von Abschiebung bedroht sind.

Begründung:

Im Rahmen meiner Arbeit als Jugendreferentin lernte ich die afghanischen Jugendlichen kennen, die seit etwa September 2011 in der Wohngruppe "Zugvögel" des Jugendhofes Wolf leben. Alle Jugendliche gehen regelmäßig in die Schule, besuchen zusätzliche Deutschkurse und werden von den Erziehenden der Gruppe sehr gut unterstützt.
In den Ferien und an Wochenenden machen die Jugendlichen Praktika in Ausbildungsbetrieben und bemühen sich vor ihrem Schulabschluss intensiv um Ausbildungsplätze.
Der Schulabschluss und das Erlernen eines Ausbildungsberufes hat für die afghanischen Jugendlichen Priorität.
Sie sind fleißig, freundlich und hilfsbereit, so dass ich sie auch als ehrenamtliche Mitarbeitende für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit gewinnen konnte. Einige der afghanischen Jugendlichen der Wohngruppe befinden sich zurzeit in ihren Verhandlungen zur Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus´.
Die oben genannten Jugendlichen erhielten infolgedessen ihre Abschiebebescheide.
Dies macht allen Jugendlichen der Wohngruppe einen enormen Stress und erschwert das Lernen sehr. Ihre Hoffnungen hier sicher leben zu können werden zutiefst enttäuscht.
Mit einer anerkannten Ausbildung, Berufserfahrung und der Ausbildereignung, könnten die jungen Flüchtlinge eine geordnete Rückkehr in ihr Heimatland organisieren und sich dort sinnvoll am Aufbau ihres Heimatlandes beteiligen. Es wäre für die dortige Situation zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, könnte sich aber zu einer wirklichen Welle entwickeln. Für die jungen Menschen wäre es eine sinnvolle Perspektive und die Möglichkeit, ihre Kraft auf das Lernen zu konzentrieren.
So wären sie nicht dem ständigen Stress ausgesetzt, gegen ihre Abschiebung kämpfen zu müssen.

Wir halten neben der menschlichen Katastrophe, die mit der Abschiebung einher geht, diese politische Vorgehensweise auch für eine Verschwendung von Steuergeldern. Da die Klienten des Projektes fürchten müssen, durch Abschiebung mitten aus der Beziehungs- und Integrationsarbeit gerissen zu werden, kann dieses von Landesmitteln geförderte und sehr sinnvolle Projekt nicht zu Ende gedacht und geführt werden.
Die afghanischen Jungs und das Projekt „Zugvögel“ machen sich in der politischen Öffentlichkeitsarbeit sicher gut. Aber noch besser machen sich Berufsabsolventen mit Ausbildereignung, die sich sinnvoll am Aufbau ihres Heimatlandes beteiligen könnten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Minderlittgen, 31.10.2012 (aktiv bis 30.04.2013)


Neuigkeiten

Liebe Mitunterstützende! Wir von der Aktionsgruppe freuen uns sehr, dass es derzeit mehr als 1200 Menschen sind, die unser Anliegen online unterstützen! In unserer Region sind m.E., Dank der Petition, bereits Gespräche mit der Ausländerbehörde ...

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Debatte zur Petition

PRO: Kann man nur unterstützen: Erleichterte Einbürgerung für junge Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die bereits in Deutschland leben und sich um Bildung und berufliche Weiterentwicklung bemühen. Rasche Abschiebung von denjenigen, die straffällig ...

PRO: Habe persönlich bei den Projekt mitgewirkt und habe die Jungs schon davor etwas gekannt. Ich muss ehrlich sagen es sind Top Jungs, die sich super in den deutschen Alltag integriert haben und eine Chance auf ein besseres Leben verdient haben!

CONTRA: Ja Sicher! Ich will auch ganz unbedingt für alles auf der Welt mit meinen Steuern bezahlen. Macht das doch PRIVAT, oder zahlt einer von EUCH das Fressen für meine Familie welches jeden Monat teurer wird? Wie machen das andere Staaten? Ahso.... fällt mir ...

CONTRA: Wir sind am Ende unserer Finanzen. Jder kann bei uns umsonst studieren. Jeder kann von der Krankenkasse versorgt werden. Jeder kann an der Tafel Essen ohne Ende bekommen, mehr als er braucht und den anderen wegnehmen.

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