Der Senat der Universität Tübingen muss die Entscheidung, Auslandssemester nicht mehr zu beurlauben, umgehend rückgängig machen und damit auch weiterhin dafür sorgen, dass allen Studierenden die Möglichkeit offen steht, ein Auslandssemester zu absolvieren.

Razones

Für uns als Liberale Hochschulgruppe und Ring Christlich Demokratischer Studenten ist die Entscheidung, Auslandssemester nicht mehr zu beurlauben, ein massiver Rückschritt im internationalen Profil der Uni und führt faktisch dazu, dass viele Studierenden kein Auslandssemester absolvieren können. Wer ins Auslandssemester geht, muss sich nun also entweder rund 30 ECTS-Punkte in Tübingen anrechnen lassen oder fällt aus der Regelstudienzeit hinaus. Begründet wurde dies von Seiten der Uni mit zusätzlichen Kosten und der angeblich guten Anrechenbarkeit von im Ausland erworbenen Leistungspunkten durch die Bologna-Reform.

Aus unserer Sicht geht diese Haltung aus mehreren Gründen an der Realität vorbei. Die wichtigsten haben wir hier aufgeführt:

  1. Nach wie vor können nur ein Bruchteil der Studierenden 30 ECTS oder mehr aus dem Ausland anrechnen lassen.

  2. Die Anrechenbarkeit von Leistungen außerhalb von Europa ist durch Bologna überhaupt nicht abgedeckt und wird ignoriert.

  3. Viele Prüfungsordnungen und Modulhandbücher gehen davon aus, dass Auslandssemester beurlaubbar sind. Beispielsweise können Studierende der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge maximal 36 ECTS aus dem Ausland mitbringen. Dadurch würde ein Auslandsaufenthalt von mehr als einem Semester künftig faktisch unmöglich.

  4. Der Mehrwert eines Auslandssemesters bemisst sich sicherlich nicht allein an erworbenen ECTS Punkten.

Gracias por su ayuda, Björn Michael Flechtner de Tübingen
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  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    als Liberale Hochschulgruppe (LHG) und RCDS – Die Christdemokraten haben wir dank deiner Unterstützung enormen Druck auf das Rektorat der Uni Tübingen machen können. Über 2000 Unterschriften haben wir gesammelt und diese dem Rektorat übergeben. Das Rektorat hat zugegeben, die Folgen seiner Entscheidung falsch eingeschätzt zu haben. Erst aus den Reihen von uns Studierenden wurde es auf die Probleme für das Jura-, Lehramts- und Doppelstudium und für viele andere Studierende auch aufmerksam gemacht. Nun sind die Juristen beispielsweise nicht mehr von der Regelung betroffen.

    Durch den Druck von uns Studierenden wurden einige Sonderregelungen erreicht, das Grundproblem aber bleibt: Auslandssemester sind für die allermeisten Studierenden weiterhin nicht mehr beurlaubbar und im Ausland erbrachte Leistungen werden von vielen Prüfungsämtern in Tübingen nur unzureichend anerkannt.

    Besonders wichtig ist nun, dass das Thema weiter auf der Agenda bleibt und die Studierendenvertreter den Druck auf das Rektorat aufrecht erhalten. MORGEN UND ÜBERMORGEN (Montag und Dienstag) SIND UNI-WAHLEN IN TÜBINGEN! Sowohl für den Senat als auch den Studierendenrat kannst du mit deinen Stimmen Vertreter wählen, die sich besonders für unser Thema einsetzen. Als LHG und RCDS bitten wir Dich, Dich zu informieren und von deinem Wahlrecht Gebrauch zu machen!

    Weitere Infos dazu, wie die Wahl funktioniert, wo du wählen kannst und welche Themen und Ideen wir als LHG und RCDS für die Studierendenvertretung haben, findest du unter unten stehenden Links:

    lhg-bw.de/tuebingen/

    rcds-tuebingen.de/

    Falls du weitere Fragen zum Thema Beurlaubung von Auslandssemstern oder der Uni-Wahl im Allgemeinen hast, kannst du uns unter den dort aufgeführten Kontaktdaten gern anschreiben.

    Für Deine Unterstützung nochmals vielen Dank!


    Beste Grüße


    Björn Michael Flechtner
    Initiator der Petition - Stellv. Vorsitzender der LHG Tübingen

    Denise Gerath
    Vorsitzende des RCDS Tübingen

    Martin Brüssow
    Vorsitzender der LHG Tübingen

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unsere Petition zum Thema "Beurlaubung für Auslandssemestern an der Uni Tübingen erhalten!" haben binnen weniger Tage knapp 2000 Leute unterschrieben. Das hat zum einen alle unsere Erwartungen übertroffen und zeigt zum anderen, dass dieses Thema viele Menschen und vor allem auch viele Studentinnen und Studenten in Tübingen bewegt.

    Das Rektorat der Uni hat vor einiger Zeit alle Tübinger Studierenden zum Gespräch eingeladen. Dieses Gespräch findet am morgigen Montag um 11 Uhr s.t. im Großen Senatssaal der Uni Tübingen statt. Als Liberale Hochschulgruppe (LHG) und Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) möchten wir dort die bis dahin zusammengekommen Unterschriften übergeben.

    Je mehr Unterschriften also bis heute Abend zusammenkommen, desto eindrucksvoller ist unsere Botschaft – dabei freuen wir uns natürlich auch über die Unterstützung von allen, die nicht (mehr) an der Uni Tübingen studieren. Als LHG und RCDS bitten wir Euch deshalb darum, nochmals überall Werbung für diese Petition zu machen!

    Darüber hinaus freuen wir uns selbstverständlich über alle Tübinger Studierenden, die am morgigen Montag zum Gespräch mit dem Rektorat kommen und gemeinsam mit uns die Unterschriften übergeben.

    Mit freundlichen Grüßen


    Björn M. Flechtner
    Stellvertretender Vorsitzender der LHG Tübingen

    Denise Gerath
    Senatorin der Uni Tübingen und Vorsitzende des RCDS Tübingen

    Martin Brüssow
    Vorsitzender der LHG Tübingen

por

Welche Kosten entstehen denn der Uni während man im Ausland ist (und dort allen erzählt, an welch toller Uni man studiert)?

en contra

Man fällt nicht zwangsweise aus seiner Regelstudienzeit raus, wenn man ein Auslandssemester gemacht hat. Wenn die Uni nicht sicher stellen kann, dass man seine 30 ECTS aus dem Ausland nicht angerechnet bekommt, dann kann sie eine Bestätigung ausstellen, dass man immer noch in der Regelstudienzeit studiert, auch wenn man nun ein Semester mehr benötigt als in der Prüfungsordnung vorgesehen (man kann ja nichts dafür ;) ) Und daher sollte man dann auch keine Probleme mit dem Bafög bekommen.