Region: Saxony
Education

Bildungsgerechtigkeit: Unterstützung statt Druck, Hilfe statt Strafe, Chance statt Verhinderung!

Petition is directed to
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
1.114 Supporters 1.019 in Saxony
8% from 12.000 for quorum
  1. Launched 22/02/2021
  2. Time remaining 3 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Wir fordern ein zeitnahes und verbindliches Handeln durch sofortiges Kürzen der Lehrpläne, Anpassen der Benotung und Versetzungsregeln, Ermöglichen von Chancengleichheit und Bereitstellen von Corona-Hilfen für Schulen!

Unter diesen Schlagworten haben wir drei Kernbereiche formuliert, in denen wir mit unserer Petition ein politisches Handeln und eine Positionierung/Stellungnahme der Landespolitik im Allgemeinen und Herrn Staatsminister Christian Piwarz im Besonderen zu unseren Fragen einfordern.

Reason

1. DRUCK RAUS NEHMEN: Lehrpläne kürzen und Benotung anpassen!

Wir befinden uns de facto in einer Notbeschulung. Der Unterrichtsstoff, der im Distanzlernen vermittelt worden ist, ist nur ein Bruchteil dessen, was der Lehrplan vorsieht. Dies muss in diesem Schuljahr und in den folgenden Jahren bedacht und die Lehrpläne entsprechend angepasst werden. Dazu müssen Schwerpunkte gesetzt und Inhalte reduziert werden. Mit dem Neustart der Präsenzbeschulung muss der Fokus unbedingt auf dem gemeinsamen Lernen im Klassenverband liegen. Die Schüler:innen müssen nach dieser langen Zeit des isolierten Lernens und der psychischen Ausnahmesituation ihren aktuellen Lernstand einordnen können. Lehrer:innen brauchen den Freiraum, um dem behutsam gerecht zu werden. Schüler:innen sind keine Maschinen, welche die für eine formale Bewertung noch nötigen Noten per Knopfdruck produzieren können oder in die fehlendes Wissen hineingestopft werden kann. Geben Sie den Lehrer:innen mit einem entschlackten Lehrplan die Chance, sensibel auf den individuellen Lern- und Kompetenzstand der Kinder einzugehen und ihre psychische und körperliche Gesundheit in den Mittelpunkt zu stellen!

Ad-hoc-Erlasse sind für sinnvolles pädagogisches Arbeiten kontraproduktiv. Die Schulen brauchen für ihre Planungssicherheit und den Umgang mit Schüler:innen und Eltern verbindliche Entscheidungen über Versetzungsregeln und die Lehrpläne der kommenden Jahre. Diese müssen noch vor den Osterferien getroffen und den Schulen bekannt gemacht werden.

 Wir fragen Sie, Herr Piwarz: Welche Maßnahmen werden Sie umsetzen, um die fehlende Präsenzzeit und die daraus resultierenden Wissens- und Kompetenzlücken der Schüler:innen auszugleichen? Welche Beschlüsse werden Sie fassen, um den Druck im Sinne der Schüler:innen zu minimieren sowie die Notenvergabe und Versetzungsregeln an die aktuelle Situation anzupassen? Wo sind die expertengeleiteten Steuerungsgruppen, ministeriellen Leitlinien und schulischen Handreichungen zur Sicherung pädagogischer Qualität und der Rechte unserer Kinder?

 

2. CHANCENGLEICHHEIT SCHAFFEN!

Kaum eine Familie schafft es angesichts der enormen Belastungen in der häuslichen Lernzeit noch, Nachteile und Schwierigkeiten für die Kinder zu kompensieren. Noch härter trifft es Kinder, denen ein Unterstützungsnetzwerk fehlt. Die Schulschließungen verstärken alle Mechanismen, die dem Lernen an sich hinderlich sind und die für soziale Ungleichheiten sorgen. Es braucht daher dringend zusätzliche Ressourcen, um eine übermäßige Benachteiligung zu verhindern. Wir dürfen keine Kinder zurücklassen! Dafür brauchen junge Menschen eine individuelle Förderung und individuelle Versetzungsentscheidungen zum Wohl des Kindes unabhängig von Noten im Rahmen eines individuellen Bildungsberatungsgespräches. 

Wir fragen Sie, Herr Piwarz: Was werden Sie für gesellschaftlichen Zusammenhalt tun? Wie werden Sie Chancengleichheit durch alle Bevölkerungsschichten ermöglichen? Und was muss noch passieren, damit die Not der Familien wahrgenommen wird?

 

3. CORONA-HILFEN FÜR SCHULEN!

Die aktuelle sächsische Bildungspolitik verhindert, dass die Schulen in der Pandemiesituation ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag nachkommen können. Die aktuelle Situation führt zu einer systematischen Vernachlässigung wichtiger Bedürfnisse unserer Kinder. Das Fehlen ausreichender pädagogischer Fachkräfte ist nun besonders spürbar und verstärkt die Notsituation. Es herrscht dringender Handlungsbedarf! Schulen brauchen mehr Personal und finanzielle Mittel, sei es für individuelle Bildungsnothilfe oder um IT-Infrastruktur zu schaffen oder einfach ausreichend Desinfektionsmittel für die geltenden Hygienestandards zu erwerben.

Wir fragen Sie, Herr Piwarz: Welchen Stellenwert räumt die Landespolitik der Bildung (z. B. im Vergleich zur Wirtschaft) ein? Welchen Handlungsspielraum und welche zusätzlichen finanziellen Mittel erhalten die Schulen, um für diese Ausnahmesituation individuelle und zeitnahe Lösungen zu finden? Wann stellen Sie endlich ausreichend pädagogische Fachkräfte ein?

 

Wir fordern daher ein zeitnahes und verbindliches Handeln durch sofortiges Kürzen der Lehrpläne, Anpassen der Benotung und Versetzungsregeln, Ermöglichen von Chancengleichheit und Bereitstellen von Corona-Hilfen für Schulen!

Wollen Sie unseren Forderungen eine starke Stimme geben? Unterstützen Sie uns JETZT! Vielen Dank.

Mitinitiator:innen: Anja Frank, Anett Albrecht, Christoph Meinecke, Julia Hentschel, Katharina Kramer und Ulrike Geisler aus Leipzig.

Thank you for your support, Anett Albrecht from Leipzig
Question to the initiator

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Why people sign

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