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Bild zur Petition mit dem Thema: Bleiberecht für die Familie Selimovic / Alimanovic Bleiberecht für die Familie Selimovic / Alimanovic
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: An das Bundespräsidial Amt, Berlin ,Bundespräsident ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Minderheitenschutz mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 243 Unterstützende
    238 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Bleiberecht für die Familie Selimovic / Alimanovic

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Für das Bleiberecht der Roma-Familie Pedro Selimovic / Roscia Alimanovic mit ihren Kindern Darko, geb. 2002, Merlin, geb. 2003 (beide in Deutschland geboren), Armando, geb. 2006, Milgan , geb. 2008, und Edi, geb. 2013 (auf einer Strasse in Montenegro). Sie haben bis zum 06.01.2015 eine Duldung, dann droht ihnen die Abschiebung nach Montenegro, wo sie kein Dach über dem Kopf hätten, wo sie als Roma keine sichere Situation haben.

Dazu: www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/PRO_ASYL_Gutachten_zu_Einstufung_von_Albanien_und_Montenegro_als_sichere_Herkunftslaender_Juni_2014.pdf

Begründung:

Pedro Selimowic floh mit seinen Eltern und seinen 7 Geschwistern zu Beginn des Jugoslawie- Krieges aus Montenegro nach Deutschland. Hier lebten sie 12 Jahre lang. Pedro verheiratete sich mit Rosicia. Die Kinder Darko und Merlin wurden in Deutschland geboren. Pedros Geschwister, die hier mehrheitlich zur Schule gingen, sowie ihre alten kranken Eltern und Pedro mit seiner Familie wurden gestaffelt abgeschoben, das heißt sie gingen, bevor die Polizei kam, um sie in ein Flugzeug zu setzen. Die Ausweisung der Familie war damals schon inhuman. Die Kinder (Pedros Geschwister), inzwischen Jugendliche, die hier 12 Jahre gelebt hatten und hier zur Schule gingen, sprachen viel besser deutsch als montenegrinisch bzw. serbisch. Sie sollten mit 200,- Euro und dem, was sie tragen konnten, auf dem Flughafen in Belgrad ankommen und dann zusehen, wie sie nach Montenegro kommen. Nach Krieg und Zerstörung der ihnen bekannten sozialen Verhältnisse vor dem Krieg, ohne Freunde , ohne Dach über dem Kopf. Dank einiger Spenden konnten sie sich in Montenegro eine Bretterbude bauen. Es ging ihnen die ganze Zeit über nicht gut. Angehörigen der Roma werden soziale und wirtschaftliche Rechte vorenthalten. Unterkünfte fehlen. Doch dann brannte auch noch die Baracke über ihren Köpfen ab und sie standen auf der Strasse. Dort ist auch das Kind Edi geboren worden. Gegessen haben sie aus Mülltonnen. Das sieht man insbesondere der jungen Mutter an – sie ist ausgemergelt und krank. Pedro hat es geschafft, seine Familie nach Deutschland zu bringen. Der Rest oder besser gesagt der Stamm der Familie nomadisiert auf der Suche nach Unterkunft und Essen durch Montenegro.

Sehr geehrter Herr Präsident Gauck, lassen sie bitte Gnade vor derzeitigem Recht ergehen!

Für ein Bleiberecht der Familie Pedro Selimovic und Rosicia Alimanovic!

Bitte setzen sie sich dafür ein, dass die Einstufung der Länder Südosteuropas als sichere Herkunftsländer mit Blick auf die Volksgruppe der Roma überarbeitet wird.

Bitte übernehmen sie Ihren Teil unserer besonderen Verantwortung den Roma gegenüber.

Hochachtungsvoll! Karin Ritzert Kurz vor Weihnachten 2014

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bad Belzig, 16.12.2014 (aktiv bis 20.04.2015)


Neuigkeiten

Bitte entnehmen SIe die Begründung der Schließung der Petition aus den Neuigkeiten die an alle Unterzeichner gegangen ist, die ihre e-mail Adresse hinterlassen haben. Die Themen der Familie sind Themen der Roma und Sinti in Europa insgesamt. Bitte ...

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Debatte zur Petition

PRO: Das Roma Denkmal in Deutschland , soll dazu führen, dass diese Roma-Familie, die bis jetzt keine menschenwürdige Bleibe findet in der EU ( wo nationale Grenzen kein wesentliches Merkmal sind ) jetzt und hier im Land Brandenburg dauerhaft ohne Fluchtangst ...

PRO: viele millionen (!) großväter und großmütter waren nach 1945 selbst flüchtlinge aus den ostgebieten und dankbar, dass sie hier in deutschland landen konnten. im osten wären sie "nur" mit einem anderen politischen system konfrontiert worden, anstatt wie ...

CONTRA: Wie wäre es, wenn man erst einmal an die eigene deutsche Bevölkerung denkt. Sollen die eigenen Landsleute stattdessen auf der Straße leben? - Eure Großväter hätten Salz in die Felder gestreut, wenn sie gewusst hätten, für wem sie das Land einst verteidigten....

CONTRA: Ich sage auch nein zu dieser Bleiberechtsforderung. Wir müssen unterscheiden zwischen Flüchtlichen aus Kriegsgebieten und Asylanten die wegen Wirtschaftsinteressen hierher kommen.

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Petitionsverlauf


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