Der Umfang der OGS Betreuung an Bonner Schulen läuft ab 2015 Gefahr, eingeschränkt zu werden, da Kostensteigerungen nicht durch die Stadt kompensiert werden.

"Alle 50 Grundschulen und fünf Förderschulen in Bonn werden als offene Ganztagsschulen (OGS) geführt. 60 Prozent der Schüler werden zurzeit über den Unterricht hinaus in der Regel bis 16.30 Uhr betreut. Neben der Stadt Bonn liegt die Organisation in den Händen unterschiedlicher freier und kirchlicher Träger. Pro Kind und Jahr steht diesen Trägern ein Betrag von 2115 Euro zur Verfügung. Davon zahlt das Land 935 Euro, die Stadt 460 Euro, der Rest stammt aus den Elternbeiträgen, die je nach Einkommen gestaffelt sind, aber 150 Euro monatlich nicht übersteigen dürfen.

Die OGS-Träger fordern 317 Euro pro Kind und Jahr mehr, um den derzeitigen Standard halten zu können."

(Quelle: General-Anzeiger Bonn vom 11.09.2014; www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/sorge-um-erhalt-der-betreuungsqualitaet-article1447987.html)

Begründung

Trotz stetig gestiegener Personal- und Betriebskosten im OGS Betrieb, wurde die Förderung seitens der Stadt Bonn in den über 10 Jahren des Bestehens der Träger nicht erhöht!

Die OGS bietet in enger Zusammenarbeit mit den Schulen ein umfangreiches Bildungs- und Freizeitangebot für die Schüler an. Zusätzlich ermöglicht die OGS eine Ferienbetreuung in den Oster-, Herbst- und Sommerferien. Die berufstätigen Eltern werden dadurch zumindest teilweise von der Sorge der Kinderbetreuung während der langen Ferienzeiten entlastet.

In der derzeitigen Finanzierungssituation zeichnen sich erhebliche Einschnitte ab: Die Betreuungszeiten während der Schulzeit müßten gekürzt werden. Die Betreuung während der Ferien ist komplett in Gefahr.

Eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder nach der eigentlichen Schulzeit und in den Ferien ist für viele Eltern unverzichtbar. Nur so ist es beiden Elternteilen in der heutigen Zeit möglich, berufstätig zu sein.

Setzen Sie sich für den Erhalt der OGS in Bonn ein. Bitte unterstützen Sie die freien und kirchlichen Träger mit ihrer Unterschrift!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterzeichner und Unterzeichnerinnen, liebe Freunde,

    es hat nun doch noch eine relativ lange Zeit gedauert, um die Petition ordentlich abschließen und beenden zu können. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei allen Mitstreitern bedanken, die uns über die gesamte Zeit treu geblieben sind, die uns unterstützt haben bei der gemeinsamen Gestaltung der zukünftigen OGS in Bonn.
    Was haben wir NICHT erreicht: Unserem primären Ziel, die Erhöhung der OGS-Finanzierung um 317 EUR pro Platz und Jahr zu erkämpfen, wurde im Rat der Stadt nicht entsprochen. Dazu waren einerseits die Ansichten des Stadtrates zu uneinheitlich, andererseits ist OGS (je nach Träger) als Jugendhilfeangebot oder als Bestandteil der Schule organisiert. Das führte dazu, daß in beiden Ausschüssen (Jugendhilfe- und Schulausschuss) über die Finanzierung beraten wurde, mit unterschiedlichem Ausgang. Auch wurde das durch den Rat eingeforderte OGS-Konzept durch die Verwaltung erst so spät fertiggestellt, daß eine eingehende Prüfung und Abstimmung darüber nicht mehr möglich war. Es wurde letztlich ein von unserer Forderung abweichender Vorschlag durch die derzeitig regierende Koalition aus CDU, FDP und den Grünen vorgelegt, welcher dann auch in der entsprechenden Ratssitzung angenommen wurde.
    Und was haben wir erreicht? Der Vorschlag der Koalition ist ein aus der OGS-Sicht guter Kompromiss für ein Übergangsjahr, das Schuljahr 2015/16. Damit wird die Betreuungsqualität in weiten Teilen erhalten, die finanzielle Unterstützung sogar leicht verbessert. In diesem Übergangsjahr ist die Verwaltung verpflichtet worden, das Konzept zur OGS fertig zu stellen, damit ab dem Schuljahr 2016/17 eine längerfristige Regelung geschaffen wird.
    Die Kernpunkte sind wie folgt:
    - Finanzierung der OGS mit 2.160 EUR pro Platz und Jahr
    - Sicherstellung der Ferienbetreuung von 6 Wochen, davon 3 Wochen unter Beteiligung der Eltern
    - Bereitstellung weiterer Mittel zur Finanzierung bzw. sozialen Abfederung der 6 Wochen Ferienbetreuung (weitere 60 EUR pro Platz und Jahr)

    Im weiteren Verlauf hatte sich ergeben, daß es zusätzlich zu den von der Stadt schon bewilligten 150 neuen OGS-Plätzen, weitere 191 Plätze gibt, welche von den OGSen beantragt, aber durch die Stadt nicht bearbeitet wurden. Nach entsprechenden Protesten der Träger und Verhandlungen auf allen Ebenen gelang es, auch diese Plätze zu bewilligen! Es wird also in diesem Jahr 341 neue OGS-Plätze geben. Damit sollte es erstmalig gelingen, nahezu allen Anträgen auf einen OGS-Platz zu entsprechen. Das ist ein Riesenerfolg! Weiterhin wurde zusätzlich erreicht, daß die Mittel zur Unterstützung der Ferienbetreuung UND aus den gestiegenen Elternbeiträgen (170 statt wie bisher 150 EUR in den beiden höchsten Einkommensstufen) vollständig an die Träger ausgezahlt werden!

    Aber das schönste Ergebnis von allen: Der Zusammenhalt der Eltern in Bonn und die Zusammenarbeit mit den OGS-Trägern hat einen ungeahnt hohen Wert bekommen. Damit ist die wichtigste Basis geschaffen, eine weiterhin hohe Betreuungsqualität in der OGS zu haben. Dafür können wir garnicht oft genug "Danke" sagen.

    Mit den allerbesten Wünschen,
    Igor Thom

  • Liebe UnterstützerInnen,

    am 3. März findet die alles entscheidende gemeinsame Sondersitzung des Jungendhilfe- und Schulausschusses statt! Es wird darüber entschieden, wie die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden. Wir haben einen Appell an die Räte und Mitglieder der Ausschüsse gerichtet, welchen wir auch veröffentlichen:
    www.facebook.com/OGSGK
    ogsinbonn.blogspot.de/

    Bitte unterstützt uns morgen ab 17:30 wie gewohnt im Stadthaus! Wir werden wieder auf die OGS aufmerksam machen und die Räte und Ausschussmitglieder in Ihrer Entscheidung unterstützen!

    Vielen Dank,
    Igor Thom

  • Liebe UnterzeichnerInnen der Petitio,

    wie mitgeteilt haben wir die Unterschriften im Vorfeld der Ratssitzung vom 4. Februar an den OB Jürgen Nimptsch übergeben. Herr Nimptsch hat direkt einige Worte an die über 250 anwesenden Eltern, Kinder und Unterstützer anderer Themen (Deutsches Museum) gerichtet. Nach seinen Worten werde ein Großteil unserer Forderung durch die Erhöhung des Finanzierungsanteils des Landes und der Erhöhung der Elternbeiträge erfüllt!?

    Nach unseren Berechnungen ergeben sich durch die Landeserhöhung zusätzliche Mittel in Höhe von sage und schreibe ~20€ in diesem Jahr, in den Folgejahren werden es etwas mehr als 10€ pro OGS-Platz und Jahr sein. Die Erhöhung der Elternbeiträge (von 150 auf 170€) läßt sich im Mittel garnicht wirklich beziffern, da die Stadt keine genauen Zahlen liefern kann, wie hoch der Anteil der Eltern wirklich ist. Nach vorsichtigen Schätzungen und der Annahme, daß die Stadt die Erhöhung für alle Eltern, die jetzt schon 150€ monatlich zahlen, zuläßt, könnten darüber pro OGS-Platz und Jahr nochmal 80€ zusammenkommen. Immer unter der Voraussetzung, die Stadt gibt alle Gelder 1:1 an die OGS-Träger weiter! Dann wäre unserer Forderung nach einer Erhöhung um 317€ zu 30% entsprochen... Das genaue Ergebnis bleibt abzuwarten. Die Stadt ist auch noch in der Pflicht, ein Konzept für die weitere Gestaltung der auskömmlichen Finanzierung vorzulegen. Dieses Konzept wird derzeit gemeinsam mit den Trägern erarbeitet und sollte in den nächsten Tagen vorliegen. Wir werden an dieser Stelle weiterhin über den Fortgang unserer Initiative berichten.

    Hier noch ein Hinweis auf eine Veranstaltung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Am Montag, den 9. März, findet um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion statt: "Offene Ganztagsschule - Erhalt und Weiterentwicklung des Bonner Modells". Zu dieser Podiumsdiskussion möchte ich herzlich einladen! Die Einladung können Sie sich unter folgendem Link ansehen bzw. herunterladen:
    docs.google.com/file/d/0B-iq-8ouVTBCVS1tZTJyeEh5Z3c/edit


    Vielen Dank und beste Grüße,
    Igor P. Thom

Pro

Gerade wenn beide Eltern berufstätig sind, ist es wichtig zu wissen, dass das Kind gut versorgt ist. Noch schöner ist es, wenn die Kinder sich nebenbei auch noch sehr wohl fühlen - was in den meisten OGS-Betreuungen derzeit der Fall ist. Zudem ist es natürlich auch positiv für unser Sozialsystem, wenn beide Elternteile in der Lage sind, Beiträge in die Sozialversicherungen einzuzahlen. Die geht jedoch nur mit und durch eine gute OGS-Betreuung! Daher ist es wichtig, diese wie bestehend zu erhalten!

Contra

Wenn wir über das Finanzierungsmodell der OGS Gedanken machen, sollten wir nicht unerwähnt lassen, dass, obwohl viele OGS durch kirchliche Träger betrieben werden, die Kirchen in keinster Weise an der Finanzierung beteiligt sind (und das trotz enormer Vermögen!). Dann fragt man sich, warum, wenn die Nachmittags- und Ferienbetreuung ohnehin nur durch Stadt, Land und Eltern finanziert wird, diese nicht ausschließlich durch konfessionsneutrale Organisationen gewährleistet wird, oder am besten als integraler Bestandteil der jeweiligen Schulausbildung.