Bundesregierung: Handeln Sie jetzt für die Freilassung von Sonja Nientiet!

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

2.206 Unterschriften

7 %
2.068 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Vergessen wir Sonja Nientiet nicht – Handeln Sie jetzt!

Petition an den Bundeskanzler, den Bundesminister des Auswärtigen, den Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages

Der Fall: Eine Entführung mit System

Sonja Nientiet, Jahrgang 1970, ist Krankenschwester aus Hamm in Nordrhein-Westfalen.

Sie hatte bereits seit 2014 für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Krisenregionen gearbeitet, darunter Syrien und die Demokratische Republik Kongo. 

Seit Januar 2018 war sie in Somalia tätig, wo sie im dortigen Zentrum des Internationalen Roten Kreuzes als Ausbilderin für Erste Hilfe arbeitete. 

Am Abend des 3. Mai 2018, gegen 20:00 Uhr Ortszeit, verlässt Nientiet das außerhalb der Hochsicherheits-„GrünenZone" gelegene Rotkreuz-Büro, als sie auf dem Gang von einem bewaffneten Wachmann überwältigt wird.

Der Wachmann, eigentlich zum Schutz der Mitarbeiter eingeteilt, zerrt die 47-Jährige durch den Hinterausgang, wo ein Komplize und ein Fluchtauto warten. Gemeinsam mit ihr wird kurzzeitig auch ein kenianischer IKRK-Mitarbeiter als Geisel in den Wagen gezwungen. Der kenianische Kollege kann fliehen, von Sonja Nientiet fehlt jede Spur. 

Es verdichtet sich rasch der Verdacht einer Insider-Entführung: Somalische Behörden erklären, ein Angehöriger des IKRK-Sicherheitsdienstes habe mit den 
Kidnappern kollaboriert. 

Berichten zufolge war eine Befreiungsaktion durch deutsche Behörden geplant, fand jedoch aufgrund einer Entscheidung des damaligen Bundesaußenministers nicht statt. Zu groß war die Sorge, die Operation könne in einem Blutbad enden.

Lange gab es Mutmaßungen, Nientiet sei tot. 

Im Frühjahr2025 tauchte ein Video auf: Im schwarzen Tschador sitzt sie vor der Kamera, sieht müde und erschöpft aus. An der Echtheit des Videos bestehen keine Zweifel. Sie fleht die Bundesregierung an, für ihre Freilassung zu kämpfen, und sagt auf Englisch, nur für ihre Liebsten zuhause würde sie weiterleben. 

Was die Videoaufnahme besonders erschütternd macht: Sonja Nientiet ist offenbar nicht an einem isolierten Ort. Hintergrundgeräusche lassen auf ein ganz normales Dorflebenschließen. Immer wieder schließt sie die Augen, trocknet an einer Stelle die Tränen mit einem Taschentuch. Familienangehörige, die sich für Nientiets Befreiung einsetzen könnten, hat die Deutsche keine mehr. Ihre Mutter Christel starb im Juni 2024 ohne ihre Tochter je wiedergesehen zu haben.

Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition, appellieren an den Bundeskanzler und den Bundesminister des Auswärtigen, an den Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die sichere Freilassung von Sonja Nientiet zu erreichen.

Wir fordern:

  • dass alle diplomatischen und internationalen Möglichkeiten konsequent genutzt werden;
  • dass der Fall Sonja Nientiet höchste politische Priorität erhält;
  • dass internationale Partner eng eingebunden werden, um ihre Freilassung zu erreichen;
  • dass die Angehörigen und Freunde umfassend begleitet werden;

und

  • dass die Bundesregierung – soweit dies ihre Sicherheit nicht gefährdet – transparent über ihre grundsätzlichen Bemühungen informiert.

Wir wissen, dass Entführungsfälle äußerste Diskretion erfordern und viele Maßnahmen nicht öffentlich gemacht werden können.

Ein Rechtsstaat zeigt seine Stärke aber nicht nur im Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger im Inland, sondern auch darin, dass er sie in schwierigsten Situationen nicht aus dem Blick verliert.

Mit jeder Unterschrift senden wir eine Botschaft:

Wir stehen an der Seite von Sonja Nientiet.

Wir bitten die Bundesregierung mit Nachdruck alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit Sonja Nientiet sicher nach Hause zurückkehren kann.

Begründung

Sonja Nientiet wurde 2018 während ihres humanitären Einsatzes für das Rote Kreuz in Somalia entführt. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Für die Menschen, die ihr nahestehen, bedeutet dies eine kaum vorstellbare Zeit der Ungewissheit. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 2024 gibt es keine nahen Angehörigen mehr, die sich öffentlich mit derselben Kraft für ihre Freilassung einsetzen können. Umso wichtiger ist es, dass die Zivilgesellschaft zeigt: Sonja Nientiet ist nicht vergessen.

Diese Petition ist kein Vorwurf gegenüber den Behörden oder der Bundesregierung. Wir wissen, dass Entführungsfälle höchste Vertraulichkeit erfordern und viele Maßnahmen aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht werden können. Dennoch möchten wir ein deutliches Zeichen setzen:

Deutschland darf seine Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch nach vielen Jahren nicht aus dem Blick verlieren. Solange Hoffnung besteht, müssen alle verantwortbaren Möglichkeiten genutzt werden.

Mit Ihrer Unterschrift erinnern Sie daran, dass hinter jeder Geisel ein Mensch steht – mit einem Leben, einer Geschichte und Menschen, die auf seine Rückkehr hoffen.

Diese Petition soll die Bundesregierung auffordern, sich mit Nachdruck für Sonja Nientiets sichere Freilassung einzusetzen und zugleich zeigen, dass viele Bürgerinnen und Bürger dieses Anliegen unterstützen.

Bitte unterschreiben Sie diese Petition und teilen Sie sie mit anderen.

Kein Mensch darf vergessen werden.

Eine Initiative von
Malca Goldstein-Wolf
Annette Heinisch
Birgit Kelle

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Malca Goldstein-Wolf, Köln
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.07.2026
Sammlung endet: 15.01.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Bürgerrechte

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Neue Sprachversion

Noch kein PRO Argument.

Das Rote Kreuz und andere Institutionen dürften nicht mehr in gefährlichen Regionen werden. Vor allen Dingen nicht in Regionen wo Terroristen tätig sind. Dies um eigene Staatsanghörige vor sich selbst zu schützen. Wir können nicht die ganze Welt retten

Warum Menschen unterschreiben

Unfassbar, dass ihr noch nicht geholfen wurde.

Gerechtigkeit

Kübel voll Schande über die Polit-Heuchler der links- und femo-faschistoiden Parteien. Diese schwadronieren von Populismus, sind aber zu einem großen Teil derart ideologisch indoktriniert, dass ihnen jeglicher ANSTAND abgeht !
Die GRÖßTE Heuchelei: von Menschenrechten der Wirtschaftsmigranten zu schwadronieren ... während dt. Bürger leiden !!

Diskriminierung und Schlimmeres wegen eines anderen Glaubens muss ein Ende haben.

Es ist schockierend, dass diese Frau vom Auswärtigen Amt, vom IKRK und den Medien im Stich gelassen wird.

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