In Deutschland leben ca. 5,4 Millionen Hunde. Jährlich entlaufen mehrere Tausend von ihnen.

Viele haben das Glück, anhand der bei TASSO registrierten 15-stelligen Identifikationsnummer ihres implantierten RFID-Mikrochips, ihren Besitzern zurückgeführt werden zu können.

Der Mehrheit der vermisst gemeldeten Hunde bleibt dieses Glück jedoch verwehrt.

Zudem warten viele der rund 9,5 Millionen Hundehalter vergeblich auf ein Zeichen ihres entlaufenen und nicht registrierten Vierbeiners, weil dieser beispielsweise von einem Auto erfasst, von der zuständigen Straßenmeisterei eingesammelt und entsprechend entsorgt wurde.

Des weiteren könnte die bundesweite Pflicht dazu beitragen, das Verantworungsbewusstsein von Hundehaltern zu steigern und das Aussetzen von Hunden durch die bessere Identifikationsmöglichkeit zu verhindern.

Ein anderer Aspekt ist, dass viele Menschen "Welpenhandel" betreiben. Man spricht von "Vermehrern", die einzig aus Habgier Hündinnen decken lassen, um aus dem Verkauf der unter Umständen kranken Welpen Kapital zu schlagen.

Als Unterzeichner dieser Petition fordere ich, es jedem Hundehalter (bundesweit) zur gesetzlich geregelten Pflicht zu machen, seinen Hund / seine Hunde unabhängig von Rasse, Alter und Größe/Gewicht a) durch einen Tierarzt mit einem RFID-Mikrochip kennzeichnen und b) bei einem Haustierregister wie z.B. TASSO registrieren zu lassen.

Begründung

Lediglich einzelne Bundesländer schreiben diese Art der Kennzeichnung inzwischen für gefährliche oder große Hunde vor, nur in den Ländern Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Thüringen gilt eine generelle Kennzeichnungspflicht. (Quelle: www.tierischinformiert.de/chip-pflicht-hunde-deutschland/)

Zudem benötigt man seit Juli 2004 für Reisen mit dem Hund, innerhalb der EU, einen EU-Heimtierausweis. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/EU-Heimtierausweis)

Durch eine flächendeckende Registrierung aller in Deutschland lebenden Hunde und auf Grundlage dieser entstehenden Datenbank wäre es möglich,

  • entlaufene Hunde den Besitzern schneller zurückzuführen;
  • unfallverursachende, ausgesetzte und getötete Hunde ausnahmslos zuzuordnen;
  • weitere Maßnahmen für Hundebesitzer ("Hundeführerschein") durchzusetzen;
  • die züchterische Glaubwürdigkeit zu wahren;
  • unkontrollierte Vermehrung und "Welpenhandel" zu vermeiden;
  • Seuchen und Krankheiten einzudämmen;
  • im grenzüberschreitenden Verkehr die gesetzlichen Vorschriften zu Erfüllen (→ EU-Heimtierverordnung).

In England gilt ab April 2016 eine generelle Chip-Pflicht für Hunde. Ein Verstoß gegen die Verordnung kann mit bis zu 750 Pfund Geldstrafe geahndet werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, S. Krieger aus Gladbeck
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Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Ich beführworte die Chipeinpflanzung für die Tierhalter selbst. Selbstredend mit RFID und direkter Datenübermittlung an zuständige Ämter, z.B. das Hundekot-Amt. Mit diesem Chip kann dann aufgezeichnet werden, welcher Mensch wann welche Hunde wo Gassi geführt hat und wie lange er bei dem Hund stand und das Häufchen nicht weggemacht hat. Eine montatliche Abgabe der Hundebesitzer und ein Strafzoll könnte so bequem eingeführt werden. Für (noch mehr) saubere Straßen in Deutschland.