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Änderungen an der Petition
vor 2 Tagen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Der Staat bestimmt nicht, wann ich mein Kind abgebe!
Für echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung – unabhängig von Einkommen und Leistungsbezug.
Ich bin alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes, festangestellt und in vereinbarter Elternzeit. Weil ich vorübergehend auf Grundsicherung angewiesen bin, fühle ich mich von der aktuellen Politik unfair behandelt. Ich bin wütend, weil ich das Gefühl habe, mich zwischen finanzieller Absicherung und der Zeit mit meinem Kind entscheiden zu müssen. Deshalb starte ich diese Petition– nicht nur für mich, sondern für alle betroffenen Familien, die sich echte Wahlfreiheit wünschen.
Meine Forderungen:
Warum mir das wichtig ist – meine persönliche Geschichte:
Ich bin alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes und festangestellt. Mit meinem Arbeitgeber habe ich drei Jahre Elternzeit vereinbart. Ich möchte selbstverständlich wieder arbeiten – aber weil ich es möchte, nicht weil mir sonst lebensnotwendige Leistungen fehlen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Betreuung und Erziehung meines Kindes in den ersten Jahren vor allem selbst zu gestalten.
Ich habe gearbeitet und in dieses Sozialsystem eingezahlt. Vorübergehend benötigte Unterstützung darf meine Entscheidung, mein Kind selbst zu betreuen, nicht entwerten.
Mutterschaft ist keine Untätigkeit.
Die ersten Lebensjahre sind prägend. Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Nicht jedes Kind ist gleich bereit für eine längere Trennung von seiner vertrauten Bezugsperson.
Natürlich gibt es gute Krippen und auch Eltern, die früh wieder arbeiten möchten. Das ist völlig in Ordnung. Ich möchte niemandem vorschreiben, wie die eigene Familie leben soll. Ich möchte aber auch nicht, dass finanzieller Druck anderen Eltern oder mir die Betreuungsentscheidung abnimmt.
In meinem Fall wurde ich aufgefordert, mich bis zum 15. Dezember 2026 um mehrere Krippenplätze zu bemühen – obwohl meine vereinbarte Elternzeit bis Januar 2028 läuft. Dadurch entsteht für mich der Druck, mein Kind früher als geplant betreuen zu lassen und beruflich früher zurückzukehren.
Ich möchte arbeiten und finanziell unabhängig sein. Aber ich möchte selbst mitentscheiden, wann ich zurückkehre und wie ich die ersten Lebensjahre meines Kindes gestalte. Mein Plan orientiert sich vor allem an seinen Bedürfnissen. Wie viel Raum bleibt dafür, wenn Alter und verfügbarer Betreuungsplatz den Ausgangspunkt der Entscheidung bilden?
Eine vereinbarte Elternzeit muss ihren Zweck erfüllen können – auch dann, wenn eine Familie vorübergehend staatliche Unterstützung benötigt.
Warum ich eine Gesetzesänderung fordere:
Seit dem 1. Juli 2026 gilt eine Änderung des § 10 Absatz 1 Nummer 3 SGB II. Danach gilt die Erziehung eines Kindes, das den 14. Lebensmonat vollendet hat, unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr grundsätzlich als Hindernis für eine Erwerbsaufnahme, wenn die Betreuung gesichert ist. Zuvor galt grundsätzlich die Altersgrenze von drei Jahren.
Die Zumutbarkeit muss weiterhin individuell geprüft werden. Dabei müssen Kindesbedürfnisse und Familiensituation zählen – nicht allein das Alter und die Verfügbarkeit eines Betreuungsplatzes.
Frühe Fremdbetreuung kann sinnvoll oder notwendig sein; für andere Kinder passt eine längere Betreuung durch ihre vertraute Bezugsperson besser. Deshalb braucht es eine Einzelfallprüfung am Kindeswohl. Ich lehne weder Arbeit noch Krippen ab. Familien sind unterschiedlich und dürfen nicht pauschal beurteilt werden.
Ein Sozialstaat muss Menschen sehen
Behörden bearbeiten nicht einfach nur Zahlen und Anträge. Sie arbeiten mit Menschen, Schicksalen, Familien und Individuen.
Hinter jeder Akte steht eine Lebensgeschichte. Entscheidungen können bis in die ersten Lebensjahre eines Kindes hineinwirken.
Ein Sozialstaat sollte Menschen in schwierigen Lebensphasen unterstützen, statt sie pauschal zu beurteilen. Wer vorübergehend Unterstützung braucht, darf dadurch nicht seine Selbstbestimmung als Elternteil verlieren.
Ich fordere keinen Freibrief, niemals arbeiten zu müssen. Ich werte weder Krippen noch Eltern ab, die früh zurückkehren. Ich fordere echte Wahlmöglichkeiten und dass die Bedürfnisse kleiner Kinder ernst genommen werden.
Kinder sind keine Zahlen. Mütter und Väter sind nicht bloß Arbeitskräfte. Menschen, die vorübergehend staatliche Unterstützung benötigen, verdienen Unterstützung statt pauschaler Beurteilung.
Ich fordere die Rückkehr zur Altersgrenze von drei Jahren, Schutz für vereinbarte Elternzeit, verbindliche Entscheidungen am Kindeswohl und faire finanzielle Unterstützung für selbstbetreuende Familien.
Keine Familie sollte ihre Betreuungsentscheidung allein aus Angst vor finanziellen Konsequenzen treffen müssen.
Ich finde, dass es Zeit wird, dass sich etwas am System ändert!
Wenn auch du findest, dass Eltern echte Wahlfreiheit brauchen, unterstütze diese Petition und hilf, das Anliegen sichtbar zu machen.
Rechtliche Grundlagen und weitere Informationen
Petition gestartet:
12.10.2026
Sammlung endet:
11.04.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Familie
Mutterschaft ist der wichtigste und zugleich härteste Beruf der Welt. Aber was Mütter leisten, wird überhaupt nicht anerkannt, nicht als Arbeit und auch sonst nicht, sondern gilt als Privatsache, also gewissermaßen als "Freizeitvergnügen". Wer schonmal ein Wochenede als Babysitter eingesprungen ist, hat zumindest mal eine vage Ahnung, was das bedeutet - aber 7 Tage die Woche 24 Stunden, das übersteigt mein Vorstellungsvermögen bei weitem.
Es sollte keine andere Tätigkeit eine höhere Wertschätzung erfahren und höher bezahlt werden als die eine Mutter. Doch das Gegenteil ist der Fall! Dass mit alleinerziehenden Müttern so umgesprungen wird ist meiner Ansicht nach absolut inakzeptabel.
Jede Mutter muss ohne Wenn und Aber das Recht haben, frei zu entscheiden, wieviel Zeit sie sich ihren Kindern widmen und ob sie darüberhinaus oder stattdessen arbeiten gehen möchte. Auch und gerade im Bezug von Grundsicherungsleistungen.
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