• Von: Franz Ermisch mehr
  • An: Referat 3; 3. Bürgermeister
  • Region: Stadt Augsburg
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 198 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Die Pflege im St. Jakobsstift muss bleiben

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Fast alle Bewohner des St. Jakobsstiftes und deren Angehörige mussten erst aus der Zeitung vom 24.06.2015 erfahren, dass ihr Zuhause, das heißt die Pflegeabteilung des St. Jakobsstifts zum 31.08.2016 geschlossen wird.

Wir sind erschüttert darüber, dass der Oberbürgermeister und der Sozialreferent der Stadt Augsburg wirtschaftliche Erwägungen über das Wohl alter und kranker Menschen stellt.

Außerdem schwimmt die Stadt anscheinend im Geld, wenn man sich anschaut wie Millionenbeträge für sogenannte Prestigeobjekte ausgegeben werden.
Aber für unsere Alten ist kein Geld da!

Das ist nicht zu akzeptieren!!

Begründung:

Das St. Jakobs-Stift ist seit der Errichtung seiner Stiftung durch den Rat der Stadt Augsburg im Jahr 1348, für die Beherbergung und Betreuung von armen, alten und kranken Menschen da.

Ursprünglich war das St. Jakobs-Stift auch für „verarmte Ratspersonen“ eingerichtet worden. Daher hat die Stadt Augsburg seit jeher eine besondere Verpflichtung gegenüber dem St. Jakobs-Stift und seinen Bewohnern.

Mit der Schließung der Pflege im St. Jakobsstift werden nochmals Pflegeplätze abgebaut. Eine absurde Idee vor dem Hintergrund des demographischen Wandels! Eine gute Politik für die Zukunft sieht anders aus.

Das St. Jakobs-Stift ist die einzige Altenpflegeeinrichtung, die so zentral liegt, dass ihre Bewohner ohne größeren Aufwand am Leben in der Oberstadt teilnehmen können.

Somit entspricht die Lage exakt den Forderungen des Stadtrats, dass alle Menschen, auch „Alte und Behinderte“, unmittelbar am politischen, kulturellen und sozialen Leben in der Stadt teilhaben können müssen.

Der größte Teil der Bewohner ist gerade deswegen in das Haus eingezogen, auch in dem Glauben, dass dies ihr letzes zu Hause ist.

Ebenso sind die meisten Bewohner des betreuten Wohnens „Am Fischgraben“ dort eingezogen, weil sie bei einer eventuellen Pflegebedürftigkeit nur ins Nachbarhaus umziehen müssen. (wie schon mehrfach geschehen!)

Eine Schließung der Pflegeabteilung würde für die zum Teil langjährigen und alten Bewohner eine übergroße Härte bedeuten.

Sie werden nicht nur Ihrer gewohnten Wohnumgebung beraubt, sondern auch ihren langjährig vertrauten Bezugspersonen (Pflegerinnen und Pfleger)

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass viele dieser Personen einen Umzug nicht überleben würden.
Die Bewohner dieses Hauses sind alte kranke Menschen und keine Ware, die man einfach von A nach B umsetzen kann!

Einer der angegebenen Gründe (defizitär) ist unseres Erachtens nicht stichhaltig, da das Heim Kosten in großer Höhe für die Zentrale der Altenhilfe und Zentrale Dienste Augsburg anteilig mit übernehmen muss.

Die bauliche Ausstattung des Gebäudes könnte bei entsprechender Planung nachgerüstet werden.
Es sollte doch möglich sein, während eines Umbaus, die zu Pflegenden in ihrer Umgebung mit ihren vertrauten Pflegern/innen wohnen und leben zu lassen. Kliniken und andere Pflegeheime bewältigen solche Maßnahmen ebenfalls bei lfd. Betrieb. Ein evtl. notwendiger Umzug innerhalb des Hauses ist mit Blick auf die Bewohner bestimmt psychisch nicht so belastend wie der Umzug in eine fremde Umgebung mit neuen Pflegern.

Die Pflege im St. Jakobsstift ist eine der besten in Augsburg.

Wir die Unterzeichner/innen dieser Petition fordern daher:

Der Stadtrat der Stadt Augsburg soll den gefassten Beschluss zurückzunehmen und die stationäre Pflege im St. Jakobsstift lassen.

Franz Ermisch

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Königsbrunn, 04.08.2015 (aktiv bis 03.11.2015)


Neuigkeiten

Unterschrift Neue Begründung: Das St. Jakobs-Stift ist seit der Errichtung seiner Stiftung durch den Rat der Stadt Augsburg im Jahr 1348, für die Beherbergung und Betreuung von armen, alten und kranken Menschen da.

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Debatte zur Petition

PRO: Flüchtlinge können in der Pflege helfen. Die Bezahlung kann bis zum Mindestlohn gesenkt werden. Das gibt Rendite die ausgezahlt werden kann.

PRO: Zur Erinnerung: Die Schließung des Jakobsstift wurde in nichtöffentlichen Abstimmungen im Werkausschuss und Stadtrat ohne vorherige Information der Angehörigen in einer beispiellosen Hauruck-Aktion beschlossen. Sollen die Pflegbedürftigen zugunsten einer ...

CONTRA: Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, wie die Unterstützer dieser Aktion, ohne differenzierte Recherche, alle Pro-Argumente in einen Topf werfen und die Contra-Punkte völlig außen vor lassen. Defizite der öffentlichen Hand trägt bekanntlich der Steuerzahler, ...

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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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