In Mindelheim wurde vor 100 Jahren in einem privaten Garten eine rote Blutbuche gepflanzt, die inzwischen zu einem stattlichen Baum ausgewachsen ist. Leider steht der Baum nahe der Grundstücksgrenze. Das war lange Zeit kein Problem, der Grundstücksbesitzer störte sich nicht daran, unter dem Dach des Baumes steht sogar ein zweigeschossiges Gebäude. Auch ein hinzugezogener Baumgutachter hat bestätigt, dass der Baum vollkommen gesund ist und noch gut 300 Jahre leben kann. Vor zwei Jahren wurde das Nachbargrundstück verkauft, und der neue Besitzer möchte ein Mehrfamilienhaus darauf bauen. Er verlangt, dass die Wurzeln und der Baum an der Grundstücksgrenze gekappt werden, was der Baum vermutlich nicht überleben würde. Rechtlich ist dagegen wohl nichts einzuwenden, auch wenn der Baum beim Kauf des Grundstücks gut sichtbar (:-) war. Beim Käufer handelt es sich allerdings um eine Wohnungsgenossenschaft, deren Ziel es ist, für die Mitglieder preisgünstigen Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Dabei legt die WBG in ihren Leitlinien auch ein besonderes Augenmerk auf Ressourcenschonung und Energieeffizienz. Scheinbar ist jetzt hier aber die Rendite durch ein paar Quadratmeter zusätzliche Mietfläche wichtiger als alles andere. Tatsächlich ist ein Baum in dieser Größe fast unbezahlbar. Mit seinen gut 20 m Höhe und einem Kronendurchmesser von zwölf Metern bedeckt er ca. 120 m² Fläche. Die 600.000 Blätter haben jedoch eine Oberfläche von 1.200 m² und reinigen an einem Sommertag 36.000 m³ Luft. Dabei binden sie 9.400 Liter CO2 und produzieren 13 kg Sauerstoff, genug für zehn Menschen. Alles, was er dazu braucht, sind 400 Liter Wasser, die nebenbei auch noch verdunsten und so wie eine riesige Klimaanlage die Luft in der Nähe erfrischen und kühlen. Wollte man ihn ersetzen, müsste man 2.000 junge Bäume pflanzen, was allein ca. 250.000,- Euro kosten würde! Ich fordere die Wohnungsgenossenschaft auf, diesen Baum zu erhalten und die Planungen entsprechend zu ändern. Damit kann dieser Baum auch für die zukünftigen Mieter der Wohnungen und deren Enkelkinder das Kleinklima positiv beeinflussen.

Nach der großen Unterstützung durch alle Unterzeichnenden soll nun die Meinung der Mindelheimer Stadträte eingeholt werden. Dazu werden die Mitglieder des Mindelheimer Stadtrates angeschrieben. Die Entscheidung hierfür wurde von der Grundstücksbesitzerin und dem Urheber der Petition getroffen.

Reason

Bitte protestieren Sie mit Ihrer Unterschrift dagegen, dass das Baugrundstück bis zum letzten Rand genutzt wird. Die verbleibende Fläche reicht immer noch für eine großflächige Bebauung.

Infos über die Leistung von Bäumen auf: rosenstein-park.de/index.php?page=Baum

Thank you for your support, Stephan Pawelke from Mindelheim
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Parlament geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.

    Bisher haben 2 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/die-rotbuche-in-mindelheim-soll-bleiben

  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Parlament eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/die-rotbuche-in-mindelheim-soll-bleiben

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme... weiter

pro

Der Erhalt eines kraeftigen maechtigen alten und gesunden Baumes stellt - gerade im urbanen Raum - einen Mehrwert in oekologischer und bioklimatologischer Hinsicht dar. Er sorgt fuer kostenlose Immissionsminderung (u.a. weniger gesundheitsschaedliche Feinstaeube und andere Schadstoffe wie z.B. Ozon) und optimale thermische Behaglichkeit. Er schuetzt die Haeuser vor direkten Starkwindeinfluessen, vermindert Hagelschlag und regelt den Bodenwasserhaushalt. Er sorgt kostenlos fuer eine unvergleichliche Lebensqualitaet und die Gemeinschaft spart an Ausgaben.

contra

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