openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Dietmar Nietan, stoppen Sie die Existenzgefährdung der Zeitungszusteller! Dietmar Nietan, stoppen Sie die Existenzgefährdung der Zeitungszusteller!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Dietmar Nietan
  • Region: Regierungsbezirk Detmold mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 531 Unterstützende
    383 in Regierungsbezirk Detmold
    Sammlung abgeschlossen

Dietmar Nietan, stoppen Sie die Existenzgefährdung der Zeitungszusteller!

-

Sehr geehrter Herr Nietan,

als Schatzmeister der SPD sind Sie verantwortlich für die Medienbeteiligungen der SPD, unter anderem hält die Medienholding der SPD, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) mit Sitz in Hamburg, 57,5% am Zeitungsverlag Neue Westfälische in Bielefeld. Vor dem Hintergrund dieser Mehrheitsbeteiligung fordern wir Sie nachdrücklich auf, die Vorgehensweise dieses Zeitungsverlages bei der Anpassung der Zeitungszustellung an die Gesetzgebung rund um das Mindestlohngesetz (MiLoG) zu unterbinden!

Begründung:

Zeitungszusteller arbeiten unter erschwerten Bedingungen in der Nacht, bewegen viel Gewicht und sind allen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Aufgrund der Kürze der möglichen täglichen Arbeitszeit sind die Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt. Entgegen den Behauptungen des Bundesverbands der Zeitungsverleger (BDZV) ist die Zeitungszustellung dennoch heute kein reiner Nebenjob mehr. Viele Zeitungszusteller leben von dem Geld, das sie mit dieser Arbeit verdienen und es gibt weit mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse als behauptet. In der Branche ist dies bekannt.

Trotzdem setzt der Zeitungsverlag Neue Westfälische zur Zeit ein Großkonzept um, die Personalkosten, die durch das MiLoG entstehen, zu reduzieren.

Dieses Konzept beinhaltet u.a. das Ausüben psychischen Drucks auf die Zeitungszusteller in Form von Arbeitsplatzverlustdrohung, sollten sie nicht einverstanden sein, zu deutlich schlechteren Konditionen als bisher ihre Arbeit zu leisten.

Selbst vor der Ausführung dieser Drohung wird nicht haltgemacht!

Für die Zustellgebiete werden sukzessive neue Zusteller gesucht und Aufträge an innerhalb der Mediengruppe neu gegründete Unternehmen vergeben. Zusteller, die jahrelang gute Arbeit geleistet haben, werden dadurch grundlos gekündigt und verlieren ihre Existenzgrundlage!

Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates werden umgangen oder ignoriert!

Die Tätigkeit der Zeitungszustellung ändert sich nicht, trotzdem verneint der Verlag als federführender Verantwortlicher einen Betriebsübergang.

Sehr geehrter Herr Nietan, ermöglichen Sie den Zeitungszustellerinnen und -zustellern des Zeitungsverlages Neue Westfälische, im Rahmen eines geordneten Betriebsübergangs nach § 613a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in die neu gegründeten Unternehmen überzugehen. Der Betriebsübergang sichert der vorhandenen Belegschaft ihren verdienten Lohn, berücksichtigt langjährige Betriebszugehörigkeiten und regelt die Arbeitsbedingungen. Die Mitbestimmung des Betriebsrates wäre durch Aufstellung eines Interessenausgleiches und Sozialplans gewahrt. Und auch die Zukunft der Arbeitnehmervertretung wäre sichergestellt. Dennoch können unter Berücksichtigung einer normalen Fluktuation und daraus begründeten Neueinstellungen zu neuen Bedingungen langfristig Personalkosten reduziert werden.

Als Vertreter einer noch immer als „Partei der Arbeiter“ wahrgenommenen Partei, die sich die Einführung eines deutschlandweiten Mindestlohnes auf die Fahne schreibt und die die betriebliche Mitbestimmung durch Betriebsräte fördern will, können Sie diesem Vorgehen nicht tatenlos zusehen! Nutzen Sie Ihren Einfluss durch die Mehrheitsbeteiligung und bereiten Sie dem existenzvernichtenden Verhalten des Zeitungsverlages Neue Westfälische ein Ende und führen Sie einen geordneten Betriebsübergang durch!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bielefeld, 19.08.2015 (aktiv bis 31.12.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer, bei Beginn der Petition konnten wir damit noch nicht rechnen: - Der Zeitungsverlag gehört inzwischen zu 100% der ddvg (und damit der SPD) - Alleiniger Geschäftsführer ist Klaus Schrotthofer, eingesetzt von der SPD! - Der Auftrag des ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

Noch kein PRO Argument.
>>> Schreiben Sie das erste PRO-Petition Argument

CONTRA: Wie kann man sich nur.... an DAS Pack wenden. Habt Ihr KEINE andere Idee???



Petitionsverlauf


aktuelle Petitionen