Drohende Versorgungslücken in der Physiotherapie verhindern

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

2.652 Unterschriften

9 %
2.591 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 08.05.2026
  2. Sammlung noch > 8 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Die geplante Heilmittel-Kürzung gefährdet die Behandlung von Patientinnen und Patienten.

Im Mai und Juni 2026 sollen Kürzungen in der gesetzlichen Krankenkasse beschlossen werden, die die Physiotherapie betreffen. Die geplanten Maßnahmen gefährden die Existenz von Praxen und damit die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Zur Sicherung einer stabilen Patientenversorgung fordern wir, die Kürzungen für Physiotherapie aus dem Gesetzespaket zu streichen. Insbesondere darf die Vergütungsanpassung NICHT wieder an die Grundlohnsumme angebunden werden, sondern muss sich an die reale Steigerung der Kosten orientieren. Zudem fordern wir, dass an der Vergütung der Blankoverordnung keine Streichungen vorgenommen werden.

Begründung

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sind unverzichtbare medizinische Leistungen – etwa nach Schlaganfällen, Operationen, Unfällen oder bei chronischen Schmerzen sowie zur Förderung der kindlichen Entwicklung.

Das Sparpaket des Gesundheitsministeriums belastet diese ohnehin niedrig vergüteten Berufsgruppe zusätzlich.

Schon heute leiden viele Praxen unter massiv steigenden Kosten (Miete, Energie, Personal, ..), Fachkräftemangel und fehlendem Nachwuchs sowie wirtschaftlichem Druck. Dennoch ist geplant, die Vergütungen praktisch einzufrieren beziehungsweise zu kürzen. Das verschärft die Krise eines Berufsstandes, der bereits jetzt massive Nachwuchsprobleme hat.

Denn:

  • Physio-, Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden finanzieren ihre Ausbildung häufig selbst (und starten dann z.B. im Vergleich zu einem Bank-Azubi, der vom ersten Ausbildungstag an eine Vergütung erhält, mit einem Defizit von ca. 59.000 € in den Beruf)
  • müssen auch notwendige Zusatzqualifikationen selbst bezahlen
  • die Vergütung durch die Krankenkassen bleibt dennoch weit hinter Verantwortung und Aufwand zurück.

In den kommenden Jahren gehen zehntausende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in den Ruhestand. Da Nachwuchs fehlt, nimmt damit der Fachkräftemangel weiter zu. Gleichzeitig steigt der Bedarf an therapeutischer Versorgung durch die Alterung der Bevölkerung kontinuierlich.

Die Folgen wären unmittelbar spürbar:

  • Praxisschließungen
  • weniger Therapieangebote
  • noch längere Wartezeiten
  • und eine schlechtere Versorgung insbesondere älterer und chronisch kranker Menschen.

Kürzungen bei den Heilmitteln sind in dieser Situation gesundheitspolitisch unverantwortlich.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Barbara Höß, Karlsruhe
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.05.2026
Sammlung endet: 20.07.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • 2.500 Unterschriften erreicht - das ist SUPER! Die Verhandlungen laufen in die Endphase, daher wird es von Tag zu Tag wichtiger, dass wir uns schnell "vermehren". Ziel für´s Wochenende: Wenn jede:r am Wochenende mindestens 3 Unterstützer mit in´s Boot holt, starten wir mit über 10.000 in die neue Woche. In diesem Sinn ein schönes und begegnungsreiches Wochenende - und machen einen guten Start in den Urlaub.

  • Inzwischen sind es über 2.500 Unterschriften - SUPER! Wenn jeder über das Wochenende mindestens 3 Unterschriften "sammelt", dann starten wir mit 10.000 in die neue Woche. Ich finde, das müsste doch ein erreichbares Ziel sein, wenn ALLE mitmachen, denen die Physiotherapie wichtig ist. In diesem Sinn ein schönes Pfingstwochenende für alle - und für manche auch einen schönen Start in den Urlaub ...

Viele der Einsparungen im Gesetzespaket mögen sinnvoll sein, z.B. Teilarbeitsunfähigkeit oder Verhinderung unnötiger Knieprothesen-Operationen. Anders die Kürzungen bei den Physiotherapeuten: Der Schwund an Physiotherapeuten betrifft uns als Patienten besonders: Knieoperationen sind selten – Physiotherapie ist circa 1.000 mal häufiger notwendig als eine Knieprothese (250 Mio. Physiotherapiebehandlungen pro Jahr in 2024 gegenüber gegenüber 0,2 Mio Knieprothesen). Statistik: AOK und Dt. Ärzteblatt

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Es ist wichtig zusammen zu halten.

Weil weitere Kürzungen einfach nicht mehr tragbar ist. Gerade bei chronischen Schmerzen sowie bei mir mit 4 Bandscheibenvorfällen ist es so wichtig regelmäßig Behandlungen zu erhalten, aber auch die Zuzahlungen sind kaum noch möglich., selbst bei einem Vollzeit Job .

Versorgungssicherheit

Meine Tochter ist betroffen, davon

Ich bin Ergotherapeutin und würde mein Chef mir nicht das Gehalt zahlen können, was ich bekomme, dann könnte ich meine Fixkosten nicht zahlen. Eine Kürzung würde für mich Armut bedeuten. Und ein Verlust meiner Lebensqualität. Dafür habe ich über 10.000 Euro in meine Ausbildung finanziert...und ich frage mich wofür, wenn ich nicht mal das Grundlegende abdecken kann. Und ich mache diesen Job wirklich gerne, obwohl er sehr anstrengend ist.

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