Durchfahrt sperren: Schluss mit dem Auto-Schleichverkehr in der Georg-Deuschle-Straße

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Matthias Klopfer

191 Unterschriften

12 %
145 von 1.200 für Quorum in Esslingen am Neckar Esslingen am Neckar

191 Unterschriften

12 %
145 von 1.200 für Quorum in Esslingen am Neckar Esslingen am Neckar
  1. Gestartet 03.06.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Matthias Klopfer

Wir fordern Oberbürgermeister Matthias Klopfer und die Stadt Esslingen am Neckar auf, die Georg-Deuschle-Straße in Oberesslingen für den Auto-Durchgangsverkehr zu sperren – durch eine Durchfahrts- bzw. Diagonalsperre an der Kreuzung zur Fahrradstraße Hindenburgstraße. Anwohner-, Rettungs- und Lieferverkehr sollen weiterhin möglich bleiben; gesperrt wird allein die Durchfahrt für ortsfremden Schleichverkehr.

Die Georg-Deuschle-Straße ist eine schmale reine Wohnstraße – und wird täglich als Abkürzung („Schleichweg") missbraucht. Fahrzeuge aus Richtung Hirschlandstraße in Richtung Adenauerbrücke sparen sich hier wenige hundert Meter und verwandeln das Wohngebiet in eine Durchgangsstraße. Weil zwischen den beidseitig parkenden Autos kein Gegenverkehr passt, staut sich der Verkehr regelmäßig über die gesamte Länge zwischen Plochinger Straße und Hirschlandstraße. Die Folgen tragen die Anwohnerinnen und Anwohner, die Schulkinder, die Kinder der angrenzenden Klinik und die Radfahrenden auf der Fahrradstraße Hindenburgstraße.

Eine Tempo-30-Zone besteht hier bereits – sie löst das Problem nicht, weil nicht die Geschwindigkeit, sondern die schiere Menge des ortsfremden Verkehrs die Gefahr erzeugt. Es hilft nur, die Durchfahrt zu unterbinden.

Die Stadt Esslingen hat genau dieses Mittel auf derselben Fahrradstraße bereits erfolgreich eingesetzt: An der Kreuzung Hindenburgstraße/Olgastraße wurde – als Teil eines 350.000-Euro-Pakets zur Stärkung des Radverkehrs – eine Diagonalsperre errichtet, die den Auto-Durchgangsverkehr unterbindet und nur Radfahrende durchlässt. Was an der Olgastraße richtig war, ist an der Georg-Deuschle-Straße überfällig.

Für eine sichere, ruhige und saubere Nachbarschaft. Für echten Schutz von Kindern, Fußgängern und Radfahrenden. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift.

Begründung

1. Sicherheit und Unfälle – wir haben es selbst gesehen. Die Kreuzung Georg-Deuschle-Straße/Hindenburgstraße liegt direkt auf einer der längsten Fahrradstraßen Süddeutschlands (Hindenburgstraße, ca. 1,85 km, seit 2015). Schon am 29. September 2020 wurde hier ein Radfahrer von einem Auto angefahren – wir wurden Zeugen dieses Unfalls. Der Fahrer hatte den Radfahrer in der unübersichtlichen, überlasteten Situation übersehen; der Radfahrer wurde damals zum Glück nur leicht verletzt. Genau diese Gefahr, auf die wir die Stadt seit September 2020 hinweisen, hat sich seither wiederholt: Am 3. Februar 2025 nahm eine Autofahrerin an dieser Kreuzung einer 28-jährigen Radfahrerin die Vorfahrt – die Frau wurde auf die Motorhaube aufgeladen und musste in eine Klinik gebracht werden. Im Juli 2025 kam es an der benachbarten Kreuzung Hindenburgstraße/Reutlinger Straße erneut zu einem Vorfahrtsunfall mit einem Radfahrer. Die Esslinger Zeitung bezeichnet die Verbindung ausdrücklich als „Unfallhäufungspunkt", Anwohner beobachten fast täglich Beinahe-Unfälle. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Kind oder ein Radfahrer schwer verletzt wird.

2. Lärm und Rückstau. Weil die Straße für Gegenverkehr zu schmal ist, bilden sich vor allem in der Rush-Hour Staus über die gesamte Straßenlänge. Aus der blockierten Kreuzung heraus wird stark beschleunigt und gebremst – das erzeugt vermeidbaren Lärm in einem reinen Wohngebiet. Zeitweise ist das Verkehrsaufkommen so hoch, dass selbst Rettungsfahrzeuge die Querung Plochinger Straße/Hirschlandstraße umfahren müssen.

3. Umwelt und Feinstaub. Ständiges Anfahren und Bremsen im Stau erhöht Abgas- und Feinstaubbelastung. Eine Durchfahrtssperre beruhigt den Verkehrsfluss und reduziert Lärm, Abgase und Gefahren an der Wurzel.

4. Wohnqualität und Schleichverkehr. Ein tägliches Verkehrsaufkommen wie auf einer Durchgangsstraße gehört nicht in eine reine Wohnstraße. Auslöser war u. a. das neue Wohnareal Georg-Deuschle-Straße/Hindenburgstraße 145 mit 28 Wohnungen. Alle umliegenden Parallelstraßen (z. B. Paul-Gerhard-Straße, Kreuzstraße) sind für den Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht – ausgerechnet die schmale Georg-Deuschle-Straße zieht dadurch den gesamten Schleichverkehr an.

5. Es passt zu den erklärten Zielen der Stadt. Oberbürgermeister Klopfer betont wiederholt, den Individualverkehr reduzieren und Rad- und Fußverkehr fördern zu wollen – auch mit Blick auf die Klimaziele. Auch § 1 des Straßengesetzes Baden-Württemberg verpflichtet zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung mit einem hohen Maß an Verkehrssicherheit. Eine Durchfahrtssperre ist die konsequente Umsetzung dieser Ziele.

6. Genug Geduld – jetzt ist Umsetzung gefragt. Anwohnerinnen und Anwohner setzen sich seit September 2020 für eine Lösung ein. Es gab Zusagen, eine angekündigte Verkehrszählung (2022), Hinweise auf das ISEK und die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts – aber an dieser Kreuzung ist bis heute nichts Wirksames passiert. 2022 sollte eine Linksabbiegerspur in der Schorndorfer Straße den Durchgangsverkehr reduzieren; die Stadt wollte die Wirkung beobachten und „die Situation neu bewerten". Diese Neubewertung steht bis heute aus. Wir bitten den Oberbürgermeister, jetzt zu handeln.

Quellen:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anwohnerinitiative Georg-Deuschle-Straße, Esslingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.06.2026
Sammlung endet: 02.12.2026
Region: Esslingen am Neckar
Kategorie: Verkehr

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte euch auf den aktuellen Stand bringen.

    Seit heute wird die Straße wieder befahren – und schon am ersten Tag habe ich direkt aus meinem Fenster miterlebt, was das bedeutet: viel Hupen, Fluchen und sogar ein handfester Streit zwischen zwei Autofahrern. Für mich zeigt genau das den Zustand, der so nicht haltbar ist und der uns überhaupt erst zu dieser Initiative bewegt hat.

    Ich hatte zudem ein langes und sehr aufschlussreiches Telefonat mit Herrn Tim Hauser von der CDU-Fraktion. Dabei ist deutlich geworden, dass der Antrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt eingebracht wurde. Für ein Anliegen wie unseres braucht es einen möglichst breiten Konsens über die Fraktionen hinweg – dieser Konsens konnte im Vorfeld noch nicht hergestellt werden. Nach jetzigem Stand wird der Antrag deshalb voraussichtlich abgelehnt, und wir müssten anschließend rund sechs Monate warten, bis wir ihn erneut einbringen können.

    Das ist schade, und ich hätte mir gewünscht, dass wir uns diese Zeit hätten sparen können. Zugleich möchte ich aber ausdrücklich betonen, wie positiv und zugewandt viele Fraktionen auf unser Anliegen reagiert haben. Dieses Signal macht mir Mut für die weiteren Schritte.

    An dieser Stelle ist mir eines nochmals besonders wichtig: Es geht uns nicht um Parteipolitik. Uns geht es um die Sache – um eine gute und sichere Lösung für unser Viertel. Nichts von dem, was ich hier schildere, soll als Werbung für eine Partei oder als politische Bewertung einer Fraktion verstanden werden. Ich gebe lediglich sachlich wieder, was besprochen wurde.

    Ein konkreter Schritt ist bereits erfolgt: Herr Nicolas Fink (SPD) hat sich in einem Schreiben an den zuständigen Bürgermeister gewandt und darum gebeten zu prüfen, ob der Wunsch unserer Anwohnerinitiative nach einer baulichen Durchgangssperre für die Georg-Deuschle-Straße aus Sicht der Stadtverwaltung zielführend und realisierbar wäre. Auch Herr Hauser hat mir gegenüber diesen direkten Weg zum Baubürgermeister als sinnvollen Ansatz bezeichnet. Zusätzlich sieht er in den kommenden sechs Monaten eine echte Chance: Wir könnten die Zeit nutzen, um die Fraktionen zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen. So können sich alle selbst ein Bild machen, mit Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch kommen und die Situation unmittelbar erleben. Ziel ist, dass wir beim nächsten Mal – wenn das Thema erneut in den Gemeinderat kommt – eine breite Basis über alle politischen Lager hinweg finden, um entlang der Sache eine gute Entscheidung zu treffen.

    Und hier kommt ihr ins Spiel: Ich möchte alle Anwohnerinnen und Anwohner bitten, mir eine kurze Mail zu schreiben, wenn ihr grundsätzlich bereit wärt, bei einem solchen Vor-Ort-Termin dabei zu sein und mit den Fraktionsvertretern zu sprechen. Das ist für unser Anliegen sehr wichtig – denn wir möchten, dass möglichst viele von euch ihre ganz konkreten Geschichten und Sorgen schildern können. Jede Stimme zählt und macht unser Anliegen greifbarer. Ihr erreicht mich unter anwohnerinitative@gmail.com

    Ich bleibe dran und halte euch auf dem Laufenden.
    Herzliche Grüße
    Emanuel

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte euch auf den aktuellen Stand bringen.

    Seit heute wird die Straße wieder befahren – und schon am ersten Tag habe ich direkt aus meinem Fenster miterlebt, was das bedeutet: viel Hupen, Fluchen und sogar ein handfester Streit zwischen zwei Autofahrern. Für mich zeigt genau das den Zustand, der so nicht haltbar ist und der uns überhaupt erst zu dieser Initiative bewegt hat.

    Ich hatte zudem ein langes und sehr aufschlussreiches Telefonat mit Herrn Tim Hauser von der CDU-Fraktion. Dabei ist deutlich geworden, dass der Antrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt eingebracht wurde. Für ein Anliegen wie unseres braucht es einen möglichst breiten Konsens über die Fraktionen hinweg – dieser Konsens konnte im Vorfeld noch nicht hergestellt werden. Nach jetzigem Stand wird der Antrag deshalb voraussichtlich abgelehnt, und wir müssten anschließend rund sechs Monate war
    ten, bis wir ihn erneut einbringen können.

    Das ist schade, und ich hätte mir gewünscht, dass wir uns diese Zeit hätten sparen können. Zugleich möchte ich aber ausdrücklich betonen, wie positiv und zugewandt viele Fraktionen auf unser Anliegen reagiert haben. Dieses Signal macht mir Mut für die weiteren Schritte.

    An dieser Stelle ist mir eines nochmals besonders wichtig: Es geht uns nicht um Parteipolitik. Uns geht es um die Sache – um eine gute und sichere Lösung für unser Viertel. Nichts von dem, was ich hier schildere, soll als Werbung für eine Partei oder als politische Bewertung einer Fraktion verstanden werden. Ich gebe lediglich sachlich wieder, was besprochen wurde.

    Ein konkreter Schritt ist bereits erfolgt: Herr Nicolas Fink (SPD) hat sich in einem Schreiben an den zuständigen Bürgermeister gewandt und darum gebeten zu prüfen, ob der Wunsch unserer Anwohnerinitiative nach einer baulichen Durchgangssperre für die Georg-Deuschle-Straße aus Sicht der Stadtverwaltung zielführend und realisierbar wäre. Auch Herr Hauser hat mir gegenüber diesen direkten Weg zum Baubürgermeister als sinnvollen Ansatz bezeichnet. Zusätzlich sieht er in den kommenden sechs Monaten eine echte Chance: Wir könnten die Zeit nutzen, um die Fraktionen zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen. So können sich alle selbst ein Bild machen, mit Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch kommen und die Situation unmittelbar erleben. Ziel ist, dass wir beim nächsten Mal – wenn das Thema erneut in den Gemeinderat kommt – eine breite Basis über alle politischen Lager hinweg finden, um entlang der Sache eine gute Entscheidung zu treffen.

    Und hier kommt ihr ins Spiel: Ich möchte alle Anwohnerinnen und Anwohner bitten, mir eine kurze Mail zu schreiben, wenn ihr grundsätzlich bereit wärt, bei einem solchen Vor-Ort-Termin dabei zu sein und mit den Fraktionsvertretern zu sprechen. Das ist für unser Anliegen sehr wichtig – denn wir möchten, dass möglichst viele von euch ihre ganz konkreten Geschichten und Sorgen schildern können. Jede Stimme zählt und macht unser Anliegen greifbarer. Ich werde Euch dann rechtzeitig sagen, wann und wo der Termin stattfinden wird. Ihr erreicht mich unter anwohnerinitative@gmail.com

    Ich bleibe dran und halte euch auf dem Laufenden.

    Herzliche Grüße
    Emanuel

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    in nur zwei Wochen ist viel passiert — und das überparteilich:

    • Im Gemeinderat liegt jetzt ein konkreter Antrag für die bauliche Durchfahrtssperre vor (Fraktion Die Linke/FÜR, Antrag 29).
    • Ein Stadtrat der SPD hat die Stadtverwaltung um eine Machbarkeitsprüfung gebeten.
    • Die CDU-Fraktion kommt im September für einen Vor-Ort-Termin in die Straße.

    Wir haben uns bewusst an alle demokratischen Fraktionen gewandt — es geht um die Sache: Sicherheit an einem dokumentierten Unfallhäufungspunkt und Lebensqualität in einer reinen Wohnstraße.

    Was jetzt hilft: Bitte teilen Sie die Petition weiter und sprechen Sie Nachbarinnen und Nachbarn an. Wer lieber auf Papier unterschreibt, meldet sich gern bei uns — gerade die Stimmen echter Anwohnerinnen und Anwohner zählen für den Gemeinderat besonders.

    Danke, dass Sie dabei sind!

    Herzliche Grüße Ihre Anwohnerinitiative Georg-Deuschle-Straße
    Emanuel Rechsteiner

Noch kein PRO Argument.

Deutliche längere Anfahrtszeiten für den Rettungsdienst in Richtung Innenstadt, hier ist die Georg-Deuschle-Straße der Hauptweg. Diese Petition wird Menschenleben kosten!

Warum Menschen unterschreiben

Zu viel Verkehr und zu laut

Gefährlicher Verkehr in der Hindenburgstraße

Ich wohne in der Hindenburgstraße. Die Kreuzung liegt auf unserem täglichen Weg zum Kindergarten und ich habe als Radfahrerin mehr als einmal eine Vollbremsung hingelegt, weil Autos das Stoppschild missachtet haben. Ich möchte mehr Sicherheit für meine Kinder und mich sowohl als Fußgänger als auch als Radfahrer.

Die Gefahrenstelle muss dringend beseitigt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu weiteren Unfällen kommt, da aus der Hirschlandstraße kommende Fahrzeuge regelmäßig die Vorfahrt am Zebrastreifen missachten.

Es sollte keine Durchfahrtsstraße über Fahrradstraßen geben, wenn es vermeidbar ist. M. E. läuft das dem Gedanken einer Fahrradstraße zuwider.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern