Durchfahrt sperren: Schluss mit dem Auto-Schleichverkehr in der Georg-Deuschle-Straße

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Matthias Klopfer

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62 von 1.200 für Quorum in Esslingen am Neckar Esslingen am Neckar

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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Matthias Klopfer

Wir fordern Oberbürgermeister Matthias Klopfer und die Stadt Esslingen am Neckar auf, die Georg-Deuschle-Straße in Oberesslingen für den Auto-Durchgangsverkehr zu sperren – durch eine Durchfahrts- bzw. Diagonalsperre an der Kreuzung zur Fahrradstraße Hindenburgstraße. Anwohner-, Rettungs- und Lieferverkehr sollen weiterhin möglich bleiben; gesperrt wird allein die Durchfahrt für ortsfremden Schleichverkehr.

Die Georg-Deuschle-Straße ist eine schmale reine Wohnstraße – und wird täglich als Abkürzung („Schleichweg") missbraucht. Fahrzeuge aus Richtung Hirschlandstraße in Richtung Adenauerbrücke sparen sich hier wenige hundert Meter und verwandeln das Wohngebiet in eine Durchgangsstraße. Weil zwischen den beidseitig parkenden Autos kein Gegenverkehr passt, staut sich der Verkehr regelmäßig über die gesamte Länge zwischen Plochinger Straße und Hirschlandstraße. Die Folgen tragen die Anwohnerinnen und Anwohner, die Schulkinder, die Kinder der angrenzenden Klinik und die Radfahrenden auf der Fahrradstraße Hindenburgstraße.

Eine Tempo-30-Zone besteht hier bereits – sie löst das Problem nicht, weil nicht die Geschwindigkeit, sondern die schiere Menge des ortsfremden Verkehrs die Gefahr erzeugt. Es hilft nur, die Durchfahrt zu unterbinden.

Die Stadt Esslingen hat genau dieses Mittel auf derselben Fahrradstraße bereits erfolgreich eingesetzt: An der Kreuzung Hindenburgstraße/Olgastraße wurde – als Teil eines 350.000-Euro-Pakets zur Stärkung des Radverkehrs – eine Diagonalsperre errichtet, die den Auto-Durchgangsverkehr unterbindet und nur Radfahrende durchlässt. Was an der Olgastraße richtig war, ist an der Georg-Deuschle-Straße überfällig.

Für eine sichere, ruhige und saubere Nachbarschaft. Für echten Schutz von Kindern, Fußgängern und Radfahrenden. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift.

Begründung

1. Sicherheit und Unfälle – wir haben es selbst gesehen. Die Kreuzung Georg-Deuschle-Straße/Hindenburgstraße liegt direkt auf einer der längsten Fahrradstraßen Süddeutschlands (Hindenburgstraße, ca. 1,85 km, seit 2015). Schon am 29. September 2020 wurde hier ein Radfahrer von einem Auto angefahren – wir wurden Zeugen dieses Unfalls. Der Fahrer hatte den Radfahrer in der unübersichtlichen, überlasteten Situation übersehen; der Radfahrer wurde damals zum Glück nur leicht verletzt. Genau diese Gefahr, auf die wir die Stadt seit September 2020 hinweisen, hat sich seither wiederholt: Am 3. Februar 2025 nahm eine Autofahrerin an dieser Kreuzung einer 28-jährigen Radfahrerin die Vorfahrt – die Frau wurde auf die Motorhaube aufgeladen und musste in eine Klinik gebracht werden. Im Juli 2025 kam es an der benachbarten Kreuzung Hindenburgstraße/Reutlinger Straße erneut zu einem Vorfahrtsunfall mit einem Radfahrer. Die Esslinger Zeitung bezeichnet die Verbindung ausdrücklich als „Unfallhäufungspunkt", Anwohner beobachten fast täglich Beinahe-Unfälle. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Kind oder ein Radfahrer schwer verletzt wird.

2. Lärm und Rückstau. Weil die Straße für Gegenverkehr zu schmal ist, bilden sich vor allem in der Rush-Hour Staus über die gesamte Straßenlänge. Aus der blockierten Kreuzung heraus wird stark beschleunigt und gebremst – das erzeugt vermeidbaren Lärm in einem reinen Wohngebiet. Zeitweise ist das Verkehrsaufkommen so hoch, dass selbst Rettungsfahrzeuge die Querung Plochinger Straße/Hirschlandstraße umfahren müssen.

3. Umwelt und Feinstaub. Ständiges Anfahren und Bremsen im Stau erhöht Abgas- und Feinstaubbelastung. Eine Durchfahrtssperre beruhigt den Verkehrsfluss und reduziert Lärm, Abgase und Gefahren an der Wurzel.

4. Wohnqualität und Schleichverkehr. Ein tägliches Verkehrsaufkommen wie auf einer Durchgangsstraße gehört nicht in eine reine Wohnstraße. Auslöser war u. a. das neue Wohnareal Georg-Deuschle-Straße/Hindenburgstraße 145 mit 28 Wohnungen. Alle umliegenden Parallelstraßen (z. B. Paul-Gerhard-Straße, Kreuzstraße) sind für den Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht – ausgerechnet die schmale Georg-Deuschle-Straße zieht dadurch den gesamten Schleichverkehr an.

5. Es passt zu den erklärten Zielen der Stadt. Oberbürgermeister Klopfer betont wiederholt, den Individualverkehr reduzieren und Rad- und Fußverkehr fördern zu wollen – auch mit Blick auf die Klimaziele. Auch § 1 des Straßengesetzes Baden-Württemberg verpflichtet zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung mit einem hohen Maß an Verkehrssicherheit. Eine Durchfahrtssperre ist die konsequente Umsetzung dieser Ziele.

6. Genug Geduld – jetzt ist Umsetzung gefragt. Anwohnerinnen und Anwohner setzen sich seit September 2020 für eine Lösung ein. Es gab Zusagen, eine angekündigte Verkehrszählung (2022), Hinweise auf das ISEK und die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts – aber an dieser Kreuzung ist bis heute nichts Wirksames passiert. 2022 sollte eine Linksabbiegerspur in der Schorndorfer Straße den Durchgangsverkehr reduzieren; die Stadt wollte die Wirkung beobachten und „die Situation neu bewerten". Diese Neubewertung steht bis heute aus. Wir bitten den Oberbürgermeister, jetzt zu handeln.

Quellen:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anwohnerinitiative Georg-Deuschle-Straße, Esslingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.06.2026
Sammlung endet: 02.12.2026
Region: Esslingen am Neckar
Kategorie: Verkehr

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Warum Menschen unterschreiben

Sichereheit für schwächere Verkehrsteilnehmer

Ich wohne in der Georg-Deuschle-Str. Die Autos quälen sich aneinander vorbei, es wird ständig gehupt, die Straße ist viel zu eng für dieses Verkehrsaufkommen, andauernd werden Außenspiegel der parkenden Autos beschädigt.

Der Verkehr ist täglich eine Katastrophe in dieser Straße

Verminderte Lebensqualität von Menschen durch den Durchgangsverkehr

Ich bin allgemein Freund von wo möglich autofreien Innenstädten

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