Petition is addressed to:
Bildungsminister*innen der 16 Bundesländer, Petitionsausschüsse der 16 Bundesländer
Es ist fünf vor zwölf! Einführung des Schulfachs „Mensch, Tier, Klima“ - für eine sinnvollere Bildung. Unsere Forderung: Ein Unterrichtsfach mit thematischen Inhalten zum Klimaschutz, Tierschutz und zur globalen Gerechtigkeit.
„Es ist kurz vor Zwölf“, warnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und so hallt es – je nach aktuellen Ereignissen – in den Nachrichten wider. Dass es kurz vor Zwölf ist, rufen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf den Straßen – weltweit. Die Schule beginnt kurz vor Acht. Und mit dem Gong zum Unterricht: Binomische Formeln, Goethe und das französische Verb être - sein. Aber wo wir schon einmal beim Thema „sein“ sind: Wo auf den Lernplänen finden aktuelle Themen ihren Platz, die entscheidend für die Gegenwart der Schülerinnen und Schüler und für die Zukunft sind? Es ist kurz vor Acht, und an Deutschlands Schulbänken brütet die Generation ‚for Future‘ über Gedichtinterpretationen. Wie Klimaschutz und Klimagerechtigkeit funktionieren, das lernen Kinder und Jugendliche weder im Biologie- oder Erdkundeunterricht noch in der Schulmensa, wo die CO2-Bilanz natürlich nicht mit auf den Essensplan gedruckt wird. Und auch während der Fridays For Future-Proteste kommt die kritische Frage, was jede*r von uns zu einer gerechteren Welt beitragen kann, leider zu kurz.
All das wollen wir ändern, indem wir fordern: Fakten, Bildung, Orientierung, kritische Reflexion und Sensibilisierung hinsichtlich Klimawandel, Tierethik sowie sozialer Ungerechtigkeit. Und im selben Atemzug ein Unterrichtsfach „Mensch-Tier-Klima“. Eine Debatte darum, unsere Kinder und Jugendlichen für die Zukunft zu wappnen, sollte höchste Aktualität besitzen.
Man kann es auch positiv sehen: Es ist kurz vor Acht, und es gibt so viel zu lernen, bevor die Uhr Zwölf schlägt. Eine Metaanalyse* hat gezeigt, dass nicht nur unsere Werte und unsere politische Ausrichtung, sondern ebenso die Erfahrungen aus Kindheitstagen (bzgl. Naturschutz) sowie unsere Persönlichkeit eine Rolle bei umweltethischen Fragen spielen. So zeigten sich offene und experimentierfreudige Menschen eher bereit, Normen und Werte zu hinterfragen. Und zur Offenheit, Experimentierfreudigkeit und zum kritischen Hinterfragen von Wertesystemen sollte unser Schulsystem doch animieren, oder nicht?
- Die Metastudie der University of Edinburgh umfasst 38 Studien mit insgesamt 44.000 Versuchspersonen
Eine detaillierte Auflistung unserer Vorstellungen finden sie hier: https://docs.google.com/document/d/1oykxrnHQ1HJoaZTu_nsPEZlGh5p0NbUYGF-F2fgW3HE/edit