Petition addressed to:
Oberbürgermeister David Langner mit Stadtrat
Für den Erhalt der Stadtbäume und naturnaher städtischer Flächen, für Stadtklima, für konfliktfreien Fuß- und Radverkehr und weil es vertretbare Alternativen gibt!
Der geplante Ausbau des Moseluferwegs zwischen dem Kemperhof und der Gülser Brücke betrifft ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Stadtteile Moselweiß und Rauental. Für den Stadtteil Moselweiß ist das Moselufer die einzige große; allgemein zugängliche Grünfläche im Ortsteil.
Die derzeitige Planung -gemäß Ratsbeschluss von November 2025- der Stadt Koblenz sieht vor, den bestehenden Weg (zurzeit ein Gehweg mit dem Benutzungsrecht für den Radverkehr) zu einer Rad-Hauptroute auszubauen und hierfür deutlich zu verbreitern. In diesem Zusammenhang sollen mindestens 27 große, ca. 50 bis 80 Jahre alte einheimische Bäume mit Stammumfängen von 100 bis zu 380 cm gefällt und natürliche Ufervegetation entfernt werden. Zudem sieht die aktuelle Planung einen massiven Ausbau des Ufers vor. Dies hätte eine enorme Auswirkungen auf das lokale Klima, die Aufenthaltsqualität, die Artenvielfalt sowie insgesamt die Lebensqualität in den Stadtteilen.
Unsere Forderungen an den Oberbürgermeister und die Mitglieder des Stadtrates der Stadt Koblenz:
1. Einjähriges Moratorium für die aktuelle Ausbauvariante des Projektes.
2. Durchführung einer informellen, dialogorientierten Bürgerbeteiligung unter Einbeziehung verschiedener Planungsvarianten.
3. Prüfung alternativer Lösungen, insbesondere einer Tempo-30-Regelung auf der B49 mit möglicher Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn.
4. In der Zeit des Moratoriums sollte kein Baum auf der Projektstrecke gefällt werden, bevor ein unabhängiges Baumgutachten vorliegt.
5. Erhalt des Moseluferwegs als naturnaher Raum für Erholung, Begegnung und sicheres Spazierengehen.
Wir sprechen uns nicht gegen den Radverkehr aus. Wir fordern jedoch eine sichere und ausgewogene Lösung für alle Verkehrsteilnehmer sowie den weitgehenden Erhalt der Grünanlage am Moselufer.
Reason
Wir weisen auf folgende Mängel der aktuellen Planung und des Planungsprozess hin:
• Fehlen eines frühzeitigen Bürgerpartizipationsprozesses,
• Umfangreiche Fällungen der vitalen Bäume,
• Fehlen umfassend geprüfter Alternativen zur aktuellen Planung,
• Absehbare Nutzungskonflikte zwischen Fußgänger- und Radverkehr,
• Möglicher Verlust eines wichtigen Erholungsraums für die Bevölkerung.
Das Moselufer ist ein wertvoller Bestandteil des öffentlichen Lebens in Moselweiß und im Rauental und sollte bei allen Planungen in seiner Bedeutung für Natur, Erholung und Lebensqualität berücksichtigt werden.
Für mehr Informationen:
Auf unserer Homepage oder zur Heimatseite von Moselweiß.
KEIN gesunder Baum darf gefällt werden.Niemals!