Die Unterstützenden fordern von den politisch Verantwortlichen im Bund, in den Ländern und in den Kommunen unverzügliche und umfassende Maßnahmen zur wirksamen Erhöhung der Bildungsetats für alle Schulformen und Schultypen! Wir haben keine Bodenschätze, unsere Zukunft sind unsere Kinder und deren Bildung!

Wir Eltern fühlen uns wie im Hamsterrad. Neben dem allgemeinen Steueraufkommen finanzieren wir das Kleinunternehmen Familie, unsere eigene Altersversorgung wie auch die unserer Elterngeneration.

Trotz dieses großen gesellschaftlichen Beitrages registrieren wir mit Entsetzen seit Jahren eine Ungleichheit bei der Verteilung von Geldern. Der Bildungssektor wird mit unabsehbaren Folgen vernachlässigt. Während andere Politikbereiche über Jahrzehnte komfortabel mit Finanzen versorgt wurden, hat sich beispielsweise an unseren Schulen ein Investitionsstau in Höhe von 34 Milliarden Euro für deren Modernisierung und Sanierung angesammelt.

Was ist daran nachhaltig? Was ist daran gerecht? Was ist daran sozial?

Schule hat heute vielfältig gestiegene sozial-gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen. Gleichzeitig darf Schule nicht auf Fachlichkeit verzichten. Diese zunehmend komplexe Anforderung muss personell dargestellt und finanziert werden. Es kann nicht sein, dass Probleme dadurch gelöst werden, indem an anderer Stelle ein Loch in die Unterrichtsversorgung gerissen wird.

Wir Eltern

  • sind es leid, mit leeren Versprechungen hingehalten zu werden!
  • haben die Nase voll von halbgaren "Reformen"!
  • wollen endlich Ergebnisse sehen!

Wenn nicht mehr Mittel und Ressourcen bereitgestellt werden, um den erforderlichen Mindestbedarf zu decken, drohen am Ende deutlich höhere Kosten!

Begründung

Wir Eltern erwarten Veränderungen insbesondere in folgenden Punkten:

  1. Signifikante Verbesserung der Unterrichtsversorgung (110%) und Unterrichtsqualität sowie konsequente Bekämpfung des Unterrichtsausfalls, um guten Unterricht mit fest verankerter individueller Förderung für alle Schüler zu ermöglichen. Die Klassengröße hat diesem Ziel zu folgen.
  2. Deutliche Investition in Neubau und Renovierung von Schulgebäuden und Sportstätten. Des Weiteren deutliche Verbesserung der Ausstattung der Schulen in Sachen Digitaltechnik (einschließlich Folgekosten), experimentelles Lernen und weiterer schultypischer Punkte, um den Anforderungen an den Lernort und Lebensraum Schule tatsächlich gerecht zu werden. Wir erinnern mit Nachdruck an den Mainzer Forderungskatalog an die Schulträger: www.geisler.de/ARGE/ARGE-SEB-Pressemitteilung-02.04.2014.pdf
  3. Massive Aufstockung der Schulsozialarbeit und Etablierung multiprofessioneller Teams an allen Schulen für alle Kinder.
  4. Professionelles Personalmanagement, bedarfsorientierte Einstellungen und deshalb Abschaffung des Listenverfahrens am aktuellen Bedarf vorbei / (Es ist absurd, wenn MINT-Lehrer fehlen und dennoch Geisteswissenschaftler nach Liste –gemäß Schema F– eingestellt werden müssen.) sowie faire Behandlung von Vertretungslehrern.
  5. Sofortige Maßnahmen zur Bekämpfung des dramatisch gestiegenen Lehrermangels in manchen Regionen, Fächern und Schularten auch durch konsequentere Auswahl und Weiterbildung von Quereinsteigern.
  6. Modernisierung der Lehrpläne durch Stärkung der Fächer Wirtschaft/Berufsorientierung, Ernährung/Gesundheit und Informatik/Technik. Entsprechende Erwartungen der Eltern werden in Umfragen immer wieder belegt. Es kann nicht sein, dass die KMK im Dezember 2016 eine 50‑seitige digitale "Strategie" beschlossen hat und das Wort Informatik darin nicht vorkommt.
  7. Deutlich höhere Etats für Fortbildung und Beratung (derzeit teils weniger als 50,- Euro pro Jahr und Lehrer) – insbesondere zur Stärkung der Teamorientierung aller Kollegien.
  8. Entlastung der Lehrkräfte von administrativen, koordinativen und technischen Aufgaben u.a. durch Verwaltungsleiter sowie zügige Einführung von effizienten Verwaltungsabläufen inklusive passender Software.
  9. Weiterentwicklung echter Elternmitbestimmung auf allen Ebenen sowie Transparenz der schulischen Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse.

Wir nehmen ausdrücklich Bezug auf unzählige aktuelle und vergangene Initiativen, Resolutionen und Petitionen ähnlicher Zielrichtung. Wir wünschen uns, dass sich die vielen Menschen dahinter vereinen und gemeinsam etwas verändern, denn nur gemeinsam sind wir stark. Das gilt auch, wenn wir in Detailfragen unterschiedlicher Meinung sind.

Bitte lassen Sie Ihre ganze Familie unterzeichnen und verteilen die Information an Freunde, Bekannte und Kollegen in allen Bundesländern. Die Probleme sind überall ähnlich!

Falls Sie die Unterschriftenbögen verwenden, denken Sie bitte daran, die PLZ für alle Unterzeichner ins System einzutragen – das gibt unserer Petition mehr Aussagekraft. Unangemessene Kommentare werden gelöscht - bitte bleiben Sie sachlich.

Die Initiative bezieht sich auf ganz Deutschland. Sie hat ihre Wurzeln in Rheinland-Pfalz und wird getragen von den drei Regionalelternbeiräten Trier, Koblenz und Neustadt.

Konzept und Umsetzung: ARGE-SEB weiterführende Schulen Mainz

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ARGE-SEB aus Mainz / Ober-Olm
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  • Liebe Unterstüzenden,

    um unserer Petition weiteren Nachdruck zu verleihen, haben wir einen offenen Brief an die Ministerpräsidentin in RLP formuliert und darin eine der Petitionsforderungen (Schulsozialarbeit und multiprofessinelle Teams) herausgegriffen. Dieser offene Brief kann ausschließlich von Schulelternsprechern/innen unterzeichnet werden, was bereits viele getan haben – der Brief steht kurz vor dem Versand. Wir wissen aber, dass noch lange nicht alle Schulelternbeiräte in RLP die Information erhalten haben und bitten deshalb um Ihre Hilfe:

    Haben Sie Kontakt zu SEB-Sprechern/innen von weiterführenden Schulen in RLP?
    Für diese (und nur für diese) liegt der Brief hier zum Download vor:

    geisler.de/arge/ARGE-SEB-Schulsozialarbeit-20180524-2.pdf

    Wir würden uns freuen, wenn Sie die Information weitergeben.

    Über die weiteren Schritte werde ich hier im Petitionsblog berichten.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Uwe Geisler

Pro

Wenn es politsch gewollt wird das Eltern arbeiten oder arbeiten müssen um ein auskommen zu haben sollte auch die Schule in die Möglichkeit versetzt werden dieses Umzusetzen. Politische lippenbekenntnisse helfen nichtI Inklusion zu leben. Die Lebensumstände ändern sich nunmal und die Schule muss das halt auch umsätzen können. Ich sehe die Probleme als Vorsitzender eines Schulelternbeitates beinahe täglich und mit welcher Kraft sich vile Lehrkräfte dagegen stemmen. So wird ein Ausfal einer Lehrkraft nur durch Zusatzstunden der Kollegen versucht auszugleichen. Verwaltung von Mangel

Contra

Auch wenn ich der Ansicht bin, dass der gesamte Bildungsbereich neu geordnet werden sollte, sind mir die Forderungen in der Petetion zu beliebig, zu wenig orientiert an der Praxis. Außerdem "kehrt" man damit nicht genig vor der eigenen (Eltern)Tür. Wer nicht fürs "Überleben" arbeiten muss, sondern weil es sich so gut fürs Ego anfühlt, sollte mal darüber nachdenken, ob dem Staat die Kinder über alles gegen können, wenn selbst die Eltern andere Prioritäten setzen. Die Bildung ist so gut, wie die Gesellschaft, in der sie angeboten wird.

Warum Menschen unterscheiben

  • vor 1 Tag

    Weil bei uns auf dem Papier keine Stunden ausfallen, dies aber nur weil Klassen zusammengelegt werden. Außerdem finde ich ist eine Klasse mit 22 Kindern ( hier gibt es verhaltensaufällige, förderkinder, forderkinder und nicht deutschsprachige) zu groß oder es müsste ein ausgebildeter 2. Lehrer in der Klasse sein.

  • Melanie Tavarez Trierweiler

    vor 1 Tag

    Besonders Rheinland-Pfalz ist ,aufgrund seines Versäumnisses die Anfangsgehälter von Lehrern zu erhöhen, im hohen Maße von Fachkräftemangel betroffen. Nach dem Refendariat locken Nachbarbundesländer mit besseren Einstiegsmöglichkeiten und werben die von uns gut ausgebildete Kräfte ab.

  • Anja Winkler Kottenheim

    vor 2 Tagen

    Hilfe vor Ort, Inklusion muss auch personalisiert werden

  • Frank Hirnstein Welschbillig

    vor 4 Tagen

    Ich bin der Meinung dass der Staat nicht über uns (Eltern) hinweg entscheiden darf und unsere Kinder Bildungssicherheit brauchen. Und zwar real nicht statisch.

  • Martina Simo Welschbillig

    vor 4 Tagen

    Für jede Schulklasse/Grundschulklasse sollte es eine Lehrerplanstelle geben und nicht mit Halbjahresverträgen und nicht mit nicht zu Grundschullehrern ausgebildeten Menschen gearbeitet werden

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