Flohmärkte auch weiterhin an Sonn- und Feiertagen erlauben

Die "Interessengemeinschaft für den Erhalt von Sonntagsflohmärkten in Niedersachsen" möchte den Flohmarkt an Sonn- und Feiertagen retten und somit das zukünftig drohende Verbot von sonntäglichen Flohmärkten verhindern.

Das OVG Lüneburg hat mit Beschluss vom 21.04.2017 (zum Az. 7 ME 20/17) entschieden, dass Jahrmärkte, Flohmärkte und Spezialmärkte (wie Modellbahnbörsen, Antikmärkte, ...) in Zukunft an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich von den genehmigenden Behörden zu untersagen sind.

Wir fordern eine Änderung des Niedersächsisches Gesetz über die Feiertage (NFeiertagsG). Es wird die Ergänzung gefordert, das in § $ 4 nicht nur die Vorbereitung der am folgenden Tage stattfindenden Märkte zugelassen wird, sondern das auch an Sonn- und Feiertagen Märkte stattfinden dürfen, wenn diese außerhalb der in § 5 besonders geschützten Zeit stattfinden.

Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren, die Unterzeichner dieser Petition haben erfahren, dass zukünftig sonntägliche Flohmärkte in ihrer bisherigen, historisch gewachsenen Tradition verboten werden sollen. Mit dieser Entscheidung sind wir nicht einverstanden und fordern Sie hiermit auf : 1. Beibehaltung der seit über 40 Jahren bestehenden Tradition der sonntäglichen Flohmärkte. 2. Abänderung und Anpassung des antiquierten Gesetzes zum Schutz der Sonn- und Feiertage an heutige Begebenheiten, damit sonntägliche Flohmärkte und andere Märkte in Ihrer bestehenden Form auch in Zukunft möglich sind.

Begründung unserer Forderung: Die sonntäglichen Flohmärkte in Niedersachsen sind als schützenswertes Kulturgut in ihrer jetzigen Form und Ausrichtungsweise zu erhalten. Traditionell gewachsen in über 40 Jahren präsentieren sie sich als Freizeitvertreib, Begegnungsstätte, und Neben- sowie Haupterwerbsmöglichkeit für Tausende, ja sogar Zehntausende Menschen. Sollte es diese Möglichkeit der sonntäglichen Beschäftigung in ihrer jetzigen Form in Zukunft nicht mehr geben, werden auf einen Schlag sehr viele Menschen eine liebgewonnene Freizeitbeschäftigung verlieren und auch sehr viele gewerbliche Markthändler werden sogar ihre (Neben-)Erwerbstätig aufgeben müssen und dadurch auch die Attraktivität zahlreicher werktäglicher Kram- und Wochenmärkte erheblich mindern. Viele der Besucher der sonntäglichen Flohmärkte würden eine günstige Einkaufsmöglichkeit verlieren. Diese günstige Einkaufsmöglichkeit auf sonntäglichen Flohmärkten steht in keinster Weise in Konkurrenz zum jeweils örtlichen Einzelhandel, sondern bereichert die in vielen Städten inzwischen ausbleibende Vielfalt an Warenangeboten. Gerade für diese Menschen, die leider nicht in der Lage sind im örtlichen Einzelhandel einzukaufen, ist ein Erhalt der Flohmärkte in ihrer jetzigen Form dringend nötig, da das Angebot der regionalen Wohltätigkeitsorganisationen diesen Bedarf dann nicht mehr decken kann!

Außerdem dient die Wieder- und Weiterverwendung gebrauchter Artikel erheblich der Umwelt und spart wertvolle Rohstoffe ein und rettet somit Ressourcen für die Zukunft.

Weiterhin würde ein Verbot der sonntäglichen Flohmärkte die auf diesen Flohmärkten tätigen Gewerbetreibenden zur Aufgabe ihrer teilweise seit Jahrzenten bestehenden Firmen zwingen, Existenzen würden zerstört und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verloren gehen. Wir möchten Sie hiermit bitten, unseren Forderungen entsprechend zu handeln.

Als Anlage erhalten Sie die Unterschriftenliste zu dieser Petition.

Mit freundlichen Grüßen Interessengemeinschaft für den Erhalt von Sonntagsflohmärkten in Niedersachsen" in Vertretung Collin van Endert Im Namen aller Unterzeichner/innen.

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Pro

Das ganze wäre relativ einfach zu händeln. Anstatt den ganzen Markt zu untersagen, sollte man die gewerblichen Händler mit Neuware von diesen Märkten ausschließen oder zumindest extrem beschränken. Somit kommt man wieder zum eigentlichen Floh und Trödelmarktcharakter mit rein gebrauchter Ware zurück. Denn genau das ist es was Überhand nimmt....die fliegenden Händler mit ihren Billig Waren aus aller Herren Länder.

Contra

Die Flohmarktbetreiber sind doch selber schuld. Profit stand im Vordergrund. Reisende Gewerbetreibende, Sperrmüllsammler und ausländische Händler haben den Flohmarkt zu einem Sammelsurium gemacht, der mit dem Flohmarkt im klassischen Sinne absolut nicht mehr gemein hat. Besucher waren vielerorts völlig genervt, von dem was sich da entwickelt hat. Möge die Zukunft endlich wieder zurück zum urigen Flohmarkt gehen.