Wir fordern die Erhaltung des Gebäudes sowie dessen Unterschutzstellung als historisches Zeugnis der Gründungsjahre der Stadt Friedrichshafen.

Begründung

Das Gebäude Friedrichstraße 65, "Hotel Schöllhorn" sowie ehemaliges Restaurant "Athen", erbaut um 1830 soll im Zuge der Aufwertung der Friedrichstraße und aus wirtschaftlichen Gründen abgebrochen werden. Nach den Kriegszerstörungen und den zahlreichen Abrissen in den letzten Jahren entlang der ehemaligen Prachtstraße zeugt das Gebäude noch heute in wenig veränderter Außenform von den Gründungsjahren der Stadt. Das Gebäude, sowie das Ensemble aus Nachbargebäude, davor liegender Platzsituation bilden ein enormes Potential, an dieser Stelle die Stadtgeschichte weiterhin erlebbar zu erhalten sowie durch Schutz und sensibler Sanierung eine Hochwertigkeit im Städtebau zu erzeugen, die an dieser Stelle mit Neubauten nicht erreicht werden kann.

Ein Abriss an dieser exponierten Stelle, nämlich in der Fluchtlinie der Karlstraße als Straßenabschluss und Ersatz durch moderne Architektur wären nicht umzukehrbare Fehler in kultureller, städtebaulicher und architekturhistorischer Sicht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Peter Liptau aus Friedrichshafen
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    Frage: Hat Friedrichshafen einen Baustil?
    Brand: Das ist eine gute und berechtigte Frage. Ja! Ein Großteil der Friedrichshafener Baukultur und des Baustils ist geprägt von der Zeit des Wiederaufbaus. In einem Vorzeigebeispiel sitzen wir gerade: Das Rathaus wurde Mitte der fünfziger Jahre gebaut, geprägt von jener Zeit. Es gab ein schnelles, auch anorganisches Wachstum in einer Zeit, als der Zuzug nach Friedrichshafen sehr groß war. Ich denke aber auch an die Eröffnung des Zeppelin-Museums vor 20 Jahren und parallel dazu die Sanierung von Altstadtquartier und Hafenbahnhof: Da hat der Gemeinderat vor einem Vierteljahrhundert die richtige Weichenstellung für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung geleistet. Den typischen Häfler Baustil, der vom Spätmittelalter geprägt ist wie in vielen Städten, den finden Sie hier aber eben nicht.
    Der Stil beim Bauen ist ins Gerede gekommen. Kritiker lästern, in Friedrichshafen gelinge vor allem die Quadratur des Betons. Man vermisst Respekt vor historischem Bauwerk. Ist der Abriss vom Hotel Schöllhorn ein möglicher Wendepunkt in der Diskussion?
    Brand: Das Thema Schöllhorn führte zu der für die Zukunft wichtigen Frage: Wie gehen wir mit Gebäuden um, die nicht denkmalgeschützt sind, aber zu denen viele Häfler persönliche Beziehungen haben? Wir haben auch die Frage mitgenommen, wie die Stadt Grundstücke sichern kann, die für die Stadtentwicklung bedeutsam sind. Unsere Diskussion geht bis hin zu der Frage, ob es einen Gestaltungsbeirat braucht, der uns – also Gemeinderat und Verwaltung – begleitet und berät. Es geht um die Frage: Wie entwickelt sich eine Stadt architektonisch? Das sind gute Gedanken, die Erster Bürgermeister Dr. Köhler auch noch in die Gremien einbringen will. Da sind wir auf einem guten Weg, wir sind durch die Diskussion sensibler und aufmerksamer geworden.
    Ein interessanter Aspekt dabei: Transportiert hat diese Kritik ein ganz neues Medium – eine Gruppe bei Facebook, die gegründet wurde von Ihren Gesprächspartnern in Sachen Schöllhorn-Hotel. Es ist eine Facebook-Gruppe mit 8000 Mitgliedern. Das hat Gewicht. Wie sehen Sie das?
    Brand: Also, meine Ansprechpartner waren Herr Liptau und Herr Schwarz direkt und außerhalb der Gruppe. Mir ist wichtig, dass man solche Dinge nicht im Internet bespricht, sondern im Gespräch, im Austausch von Argumenten und der Entwicklung von Ideen. Die Diskussion mit Herrn Liptau und Herrn Schwarz ist noch in Gange. Das ist besser und nachhaltiger, als ein Like oder ein Dislike zu posten.
    Aber damit kann man Meinung machen.
    Brand: Ja, aber Meinung machen auf Facebook ersetzt nicht das Gepräch miteinander. Das Gespräch, das ich mit Herren Liptau und Herrn Schwarz hier hatte, das brauchte Zeit, war aber auch gut.
    (...)

    (Artikel: www.wochenblatt-online.de/de/lokales/detail-ravensburg/article/bei-wohnungen-da-geht-einiges.html)

  • So mancher Häfler stößt im Urlaub in fernen Ländern auf historische Bauten - oder das, was noch davon übrig ist. „Das Hotel Schöllhorn lässt grüßen“, titelt der Karikaturist Stopper der Schwäbischen Zeitung. (31.7.2016)

Pro

Leider sieht man in Friedrichshafen, oft auch an sehr exponierender Stelle, wie alles "Neue" dann aussieht. Es ist an sehr vielen Ecken sowohl historischer Stadt- und Architekturraum verloren gegangen, sowie der Sinn für Maßstäblichkeit. Nachhaltig ist keiner der Neubauten. Individualismus und Identitätsbildung schafft kein einziges Gebäude, das in den letzten 20 Jahren in FN errichtet wurde.

Contra

Ich frage mich was ein "verrückter Kunsthistoriker" und "Architekt" für Beweggründe hat, eine solche Kampagne zu initiieren. Wenn ich das richtig verstehe hat er seinen Lebensmittelpunkt in 260 km Entfernung. Ist ihm bewusst das er damit auch dem jetzigem Eigentümer/Eigentümerin einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügen kann? Hat er einen Auftrag es zu sanieren? Ich bin auch für einen Erhalt - sollten die rechtlichen und behördlichen Regularien jedoch alle grünes Licht geben obliegt es allein dem Eigentümer was er mit seinem Gebäude tut.