Wir fordern den Deutschen Bundestag dazu auf, die Hinterbliebenenrente dahingehend zu ändern, dass alle Witwen und Witwer in Zukunft wieder 60% aus der Rente ihrer verstorbenen Ehepartnerinnen und Ehepartner erhalten, ohne dass eine Anrechnung auf ihr jeweiliges Einkommen vorgenommen wird.

Begründung

Durch die Abzüge ab 9.600 € Netto Jahresverdienst wird ein normales Arbeiten „bestraft“. Es werden 40% des über den Freibetrag hinausgehenden Einkommens abgezogen.

1.000 € monatlich, 800 € Freibetrag, Abzug 40% von 200 € = 80 € Abzug an der Rente. 450 €-Job wird z.B. bei Rentnern ohne Abzüge gerechnet, bei verwitweten Personen wird dieser vom Freibetrag abgezogen; es verbleiben 280 €.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gisela Schwalber aus Sulz am Neckar
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  • Hallo an die Unterstützer,

    die Petition geht jetzt nach einem Bericht im SWR hoffentlich eine Instanz weiter, wir werden berichten.

Pro

Trotz enormer Belastungen mit psychischen und physischen Reaktionen bemüht man sich um Tagesstruktur und geht arbeiten. Dies auch, weil die Rente, für die der Verstorbene jahrelang eingezahlt hat, zum Leben natürlich nicht reicht. Bei Verdienst über dem Freibetrag wird die Hinterbliebenenrente reduziert. Zusätzlich müssen Rücklagen gebildet werden, weil die Rente mit dem Einkommen steuerlich zusammengerechnet wird und eine Nachforderung des Finanzamtes erfolgt. Dies macht auf den Monat gerechnet einen weiteren Betrag im dreistelligen Bereich. Es ist in mehrfacher Hinsicht total ungerecht.

Contra

Als unfreiwilliger und von Schicksalsschlägen gebeutelter Single kann ich generell leider nicht für Witwenrente sein. Warum werden wir Alleinstehende in diesem Land von vorne bis hinten diskriminiert und müssen über unsere Steuerabgaben auch noch diejenigen mitfinanzieren, die Glück genug haben/hatten, in guten wie in schlechten Zeiten jemanden an ihrer Seite zu wissen? Die größte Armutsgruppe sind überdies Alleinerziehende. Bekommen trotz Erfüllung von eigentlich "ehelichen" Pflichten auch keine Witwenrente. Statt Witwenrente wird es somit vielmehr Zeit für ein bedingungsloses Grundeinkommen.