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Bild zur Petition mit dem Thema: Es eilt! - Bildungsabbau in den Kitas in M-V verhindern! Es eilt! - Bildungsabbau in den Kitas in M-V verhindern!
  • Von: Kita-Elternrat im Lanskreis Mecklenburgische ... mehr
  • An: Landtag Mecklenburg-Vorpommern
  • Region: Mecklenburg-Vorpommern mehr
    Kategorie: Familie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 796 Unterstützende
    695 in Mecklenburg-Vorpommern
    Sammlung abgeschlossen

Es eilt! - Bildungsabbau in den Kitas in M-V verhindern!

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Am 12. Juli 2017 soll nach dem Willen der SPD-CDU-Landesregierung im Landtag ein neues Kindertagesstättengesetz (KiföG) für M-V beschlossen werden. Als Ziel formulieren SPD- und CDU-Fraktion dem Fachkräftemängel in den Kitas begegnen zu wollen. - Ein Handeln ist längst überfällig! - Besser wird es mit diesem Gesetz aber nicht!

Dass ein Fachkräftemangel an Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas in Mecklenburg-Vorpommern besteht, ist auch uns bekannt. Wir begrüßen es deshalb, dass die Landesregierung nunmehr versucht, dieses Problem anzugehen. Doch der vorliegende Entwurf wird die ohnehin angespannte Situation in den Kitas nicht verbessern, sondern noch zuspitzen. Auf Kosten der Qualität der Bildung und Betreuung unserer Kinder wird der Bildungsschlüssel in den Kitas allein rechnerisch "verbessert"!

Deshalb fordern wir mit Bezug auf den veröffentlichten Entwurf zur Änderung des KiföG (Landtagsdrucksache 07/0412) von den Fraktionen des Landtages:

  • Kein Bildungsabbau in den Angeboten der Kitas durch Erweiterung des Fachkräftekataloges um Berufsgruppen, die keine elementarpädagogische Ausbildung haben!
  • Auszubildende dürfen nicht als Teil des Bildungsschlüssels (Fachkraft-Kind-Verhältnis) für die Einrichtungen eingerechnet werden - auch nicht anteilig, die Kostenübernahme der Ausbildung muss verbindlich und transparent festgelegt werden!
  • Vor dem Beginn der Ausbildung müssen die Inhalte und die Organisation sowie Anerkennung der Ausbildung geklärt sein!
  • Die Arbeit in den Kitas muss bis zu den Fachkräften in den Einrichtungen hin kostendeckend finanziert sein!

Bildungsansprüche können nur mit dafür qualifizierten Personal umgesetzt werden. Kitas ohne ausreichende Finanzierung, können die Bildungsansprüche des KiföG nicht umsetzen.

Weitere Details unserer Kritik, das aktuelle KiföG sowie der aktuelle Gesetzentwurf u.a. auf www.kitaermse.de.

Begründung:

Mit dem von der SPD- und CDU-Fraktion vorgeschlagenen Entwurf zur Änderung des KiföG M-V (Landtagsdrucksache 07/0412) sollen aktuell – d.h. mit der Landtagssitzung im Juli 2017 – ein neuer Ausbildungsgang für Kita-Fachkräfte installiert, der bisherige Fachkräftekatalog ergänzt und multiprofessionelle Teams gebildet werden.

Dabei formulieren die Regierungsparteien in ihrer Begründung des Änderungsbegehrens: „Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder von Anfang an. Dem frühkindlichen Bildungsbereich kommt ein anhaltend hoher Stellenwert in Mecklenburg-Vorpommern zu. Eine wichtige Voraussetzung, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, ist qualifiziertes pädagogisches Personal.“

Weiter führen die Antragstellerinnen aus, dass "aufgrund der weiter steigenden Inanspruchnahme von Angeboten der Kindertagesförderungen, der (...) Altersabgänge (der aktuell in den Kitas arbeitenden Erzieherinnen) und der zurückliegenden Erhöhung der Qualitätsstandards (…) derzeit ein erhöhter Fachkräftebedarf in Kindertageseinrichtungen (besteht)."

Auch wenn wir die formulierten Bestrebungen der Landesregierung und der sie tragenden Fraktionen begrüßen und insbesondere eine 'praxisintegrierenden Ausbildung' grundsätzlich unsere Zustimmung findet, so müssen wir dem aktuellen Vorhaben in der vorgelegten und bisher diskutierten Form eine Absage erteilen.

Sollten die Vorhaben wie vorgelegt im Gesetzestext beschlossen werden, erwarten wir weitere erhebliche Belastungen für das aktuell tätige und bereits jetzt überlastete Fachpersonal in den Einrichtungen. Zukünftig wird damit eine Absenkung der Qualität bei den gesetzlich verankerten Bildungsangeboten in den Kitas verbunden sein, so dass unseren Kindern diese Bildung vorenthalten wird. Letztlich ist ein Monat vor Ausbildungsbeginn die Organisation, der Inhalt, die Anerkennung und Kostenübernahme der neuen Ausbildung unklar.

Mit den vorgeschlagenen Schritten wird der Fachkräftebedarf aktuelle nicht behoben und für die Zukunft lediglich verschleiert. Zusätzliche Kräfte in den Kitas mit besonderen Ausbildungen sind zur Bildung multiprofessioneller Teams gut und zu begrüßen. Gern würden wir die im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Berufsgruppen der - Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen, - Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, - Sportpädagoginnen und Sportpädagogen, - Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen, - Logopädinnen und Logopäden, - Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Hebammen und Entbindungspfleger sowie - Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, - Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in der Kita zur Unterstützung der Fachkräfte und zur Bildung von multiprofessionellen Teams haben wollen. Auf ihren Gebieten haben sie ganz sicher ihre Qualifikationen!

Aber nicht jede_r der/die gut mit Kindern spielen kann, ist auch eine elementarpädagogische Fachkraft. Die Vorschläge führen lediglich dazu, dass mehr Erwachsene in Kitas wirken aber nicht mehr Fachkräfte mit einschlägigen elementarpädagogischer Ausbildung, der Bildungsschlüssel allein rechnerisch „verbessert“ wird.

Das ist gleichbedeutend mit einem Bildungsabbau in den Kitas auf Kosten unserer Kinder!

Offene Fragen für uns sind u.a.

  • Wer bildet die Auszubildende in den Kitas aus? - Erzieherinnen und Erzieher, die bereits jetzt nicht ausreichend vorhanden sind und bereits jetzt eine Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben erfüllen (müssen)? Wie schlägt sich das im Bildungsschlüssel nieder?
  • Welche Qualifikation haben die Ausbildenden in den Kitas, damit sie ausbilden können?
  • Wie ist zu rechtfertigen, dass unausgebildete Personen – gerade aus der Schule kommend – anteilig im Bildungsschlüssel der Einrichtungen als Fachkräfte berücksichtigt werden sollen?
  • Wie werden die Ausbildungen anerkannt? - Sind die ausgebildeten „Erzieher und Erzieherinnen (0-10 Jahre) zukünftig nur in M-V einsetzbar, da es keine bundesweite Anerkennung dieses Ausbildungsgangs gibt?
  • Wer zahlt die Ausbildung, wenn im Gesetzentwurf steht, dass sich für die Landkreise, die kreisfreien Städte und die Wohnsitzgemeinden sowie für die Kommunen als Träger von Kindertageseinrichtungen (…) keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen ergeben? - Die Eltern?
  • Wie soll das Bildungsgebot des KiföG gesichert werden, wenn Auszubildende bereits ab dem 2. Ausbildungsjahr eigenverantwortlich in Gruppen tätig sein dürfen sollen?
  • Wie sollen durch die zusätzlichen Berufsgruppen des Fachkräftekataloges multifunktionelle Teams entstehen, wenn diese Fachkräfte ihre bisherige Profession nicht einbringen können, weil sie als Teil des Bildungsschlüssels in die Absicherung des Standards in der Einrichtung eingerechnet werden? - Zusätzliches Personal und Profession gern, doch nicht ohne elementarpädagogische Ausbildung zur Absicherung des Standards.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Waren (Müritz), 26.06.2017 (aktiv bis 23.07.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer_innen unseres Aufrufs an den Landtag, bei der Verhinderung des geplanten Abbaus des Bildungs- und Fachkräftegebot im Kita M-V mussten wir leider zur Kenntnis nehmen, dass der Sozialausschuss des Landtages in seiner Beratung am 28.06.2017 ...

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CONTRA: Die lieben Eltern wieder mal mit Forderungen am Fliessband. Kein einziges Wort wie sie sich selbst an den Kosten der Forderungen zu beteiligen gedenkt. Immer schön die Kassen der anderen plündern, so wie es Familien immer machen. Ich fordere mal einen ...



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