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  • Petition in Zeichnung - Landesregierung versucht es weiter mit Milchmädchenrechnung

    30-06-17 00:19 Uhr

    Liebe Unterstützer_innen unseres Aufrufs an den Landtag,

    bei der Verhinderung des geplanten Abbaus des Bildungs- und Fachkräftegebot im Kita M-V mussten wir leider zur Kenntnis nehmen, dass der Sozialausschuss des Landtages in seiner Beratung am 28.06.2017 die Vorgaben der SPD-CDU-Fraktion bestätigte und damit den Gesetzentwurf im Parlamentarischen Verfahren weiter voran gebracht hat. Das Sozialministerium M-V frohlockte dann auch sogleich, dass der Start der „praxisintegrierten Ausbildung“ von Erzieher_innen (0-6 Jahre) demnächst beginnen kann.

    Vorher muss aber noch der Landtag dem Gesetz zustimmen. Bis zum 12. Juli 2017 haben wir somit noch Zeit Unterstützung zur Verhinderung des Gesetzes zu sammeln und die Stimmung in den Landtag zu tragen, damit die Abgeordneten dort dem Gesetz nicht zustimmen.

    Dringend brauchen wir weitere Unterstützung des Aufruf!

    Bitte helft uns bei der Verbreitung. Verteilt bitte den Link www.openpetition.de/!kitabildungmv .
    Nutzt dazu ggf. die Abrisszettel auf der Aufrufseite und/oder verteilt den Link in den Sozialen Netzwerken und/oder setzt ihn mit auf Eure Internetseiten. Wir sind dringend auf Unterstützung angewiesen!

    Die im Ausschuss beschlossenen Änderungen zum Gesetzentwurf sind uns leider nur in Ansätzen aus den Presseveröffentlichungen der Koalition und der Landesregierung bekannt. Danach sollen z.B. die Auszubildenden zwar nicht mehr mit 40 Prozent in der Zeit der gesamten Ausbildung in den Bildungsschlüssel (Fachkraft-Kind-Verhältnis) der Einrichtungen einbezogen werde sondern langsam steigernd im ersten Ausbildungsjahr mit 30 Prozent, im zweiten mit 40 Prozent und im dritten Jahr mit 50 Prozent angerechnet werden. Aus unserer Sicht ist diese Änderung lediglich Kosmetik. Im Ergebnis werden Auszubildende – abgesehen davon, dass vieles anderes um die Ausbildung in den Kitas ungeklärt ist – teil des Bildungsschlüssels in den Kitas.

    Unklar und nicht vom Tisch ist auch die Erweiterung des Fachkräftekataloges. Die neuen Berufsgruppen sollen nach unseren Informationen jetzt nach 250 Stunden Qualifikation und einem 8-wöchigen Praktikum die Fachkraftanerkennung erhalten. Nach zwei Jahren sollen sie dann auch Gruppen allein führen dürfen. Die Anerkennung im Bildungsschlüssel sollen bereits von Beginn an gegeben sein.
    Wie vorgeführt müssen sich die tausenden Erzieher_innen in den Einrichtungen vorkommen, die jahrelang an den umfassenden Weiterbildungen zur Bildungskonzeption teilnehmen oder in Nichtschülerausbildungen ihren staatlich anerkannten Erzieher nachholen mussten und seit Jahren engagiert Bildungsangebote unterbreiten, wenn jetzt frühpädagogischfremde Berufsgruppen mit einem Kurzlehrgang und Praktikum zu Fachkräften definiert werde?

    In den aktuell bekannten Vorlagen bleibt auch weiterhin die Kostenübernahme des neuen Ausbildungsgangs zum/zur staatlich anerkannten Erzieher_in (0-6 Jahre) unklar.
    Wer soll denn die Ausbildung in den Kitas vornehmen, wenn denn bereits jetzt die Fachkräftedecke für die gesetzlichen Aufgaben in der Kita löchrig ist. Wird es wieder so sein, dass die Eltern die „Wohltaten“ bezahlen sollen, wenn die Sozialministerin zwar verbreitet „Zudem sollen Eltern nicht zusätzlich belastet werden.“ im Gesetzentwurf aber steht, dass sich „… für die Landkreise, die kreisfreien Städte und die Wohnsitzgemeinden sowie für die Kommunen als Träger von Kindertageseinrichtungen (…) keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen“ ergeben? – Und für die Eltern?

    Wenn es den Fraktionen von SPD und CDU wirklich um die Beseitigung des Fachkräftemangels gehen würde, dann würden sie auf die Anrechnung auf den Bildungsschlüssel und die damit verbundene Kostenabwälzung auf die Träger und Eltern verzichten. Doch das ist bisher nicht in Sicht. Das was wir bisher erlebten ist Kosmetik gewesen!

    Der Bildungsabbau in den Kitas muss dringend mit Eurer Unterstützung verhindert werden.

    Bitte helft uns bei der Verbreitung. Verteilt bitte den Link www.openpetition.de/!kitabildungmv . Nutzt dazu ggf. die Abrisszettel auf der Aufrufseite und/oder verteilt den Link in den Sozialen Netzwerken und/oder setzt ihn mit auf Eure Internetseiten. Wir sind dringend auf Unterstützung angewiesen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Monty Schädel im Namen des KitErMSE

    Weitere Informationen auch auf unserer Homepage über www.kitaermse.de

  • Änderungen an der Petition

    26-06-17 13:31 Uhr

    Korrekturen in Layout und Rechtschreibung


    Neue Begründung: Mit dem von der SPD- und CDU-Fraktion vorgeschlagenen Entwurf zur Änderung des KiföG M-V (Landtagsdrucksache 07/0412) sollen aktuell – d.h. mit der Landtagssitzung im Juli 2017 – ein neuer Ausbildungsgang für Kita-Fachkräfte installiert, der bisherige Fachkräftekatalog ergänzt und multiprofessionelle Teams gebildet werden.
    Dabei formulieren die Regierungsparteien in ihrer Begründung des Änderungsbegehrens:
    „Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder von Anfang an. Dem frühkindlichen Bildungsbereich kommt ein anhaltend hoher Stellenwert in Mecklenburg-Vorpommern zu. Eine wichtige Voraussetzung, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, ist qualifiziertes pädagogisches Personal.“
    Weiter führen die Antragsteller_innen aus, dass "aufgrund der weiter steigenden Inanspruchnahme von Angeboten der Kindertagesförderungen, der (...) Altersabgänge (der aktuell in den Kitas arbeitenden Erzieher_innen) und der zurückliegenden Erhöhung der Qualitätsstandards (…) derzeit ein erhöhter Fachkräftebedarf in Kindertageseinrichtungen (besteht)."
    Auch wenn wir die formulierten Bestrebungen der Landesregierung und der sie tragenden Fraktionen begrüßen und insbesondere eine 'praxisintegrierenden Ausbildung' grundsätzlich unsere Zustimmung findet, so müssen wir dem aktuellen Vorhaben in der vorgelegten und bisher diskutierten Form eine Absage erteilen.
    Sollten die Vorhaben wie vorgelegt im Gesetzestext beschlossen werden, erwarten wir weitere erhebliche Belastungen für das aktuell tätige und bereits jetzt überlastete Fachpersonal in den Einrichtungen. Zukünftig wird damit eine Absenkung der Qualität bei den gesetzlich verankerten Bildungsangeboten in den Kitas verbunden sein, so dass unseren Kindern diese Bildung vorenthalten wird. Letztlich ist ein Monat vor Ausbildungsbeginn die Organisation, der Inhalt, die Anerkennung und Kostenübernahme der neuen Ausbildung unklar.
    Mit den vorgeschlagenen Schritten wird der Fachkräftebedarf aktuelle nicht behoben und für die Zukunft lediglich verschleiert. Zusätzliche Kräfte in den Kitas mit besonderen Ausbildungen sind zur Bildung multiprofessioneller Teams gut und zu begrüßen.
    Gern würden wir die im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Berufsgruppen der
    - Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen,
    - Musikpädagoginnen und Musikpädagogen,
    - Sportpädagoginnen und Sportpädagogen,
    - Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen,
    - Logopädinnen und Logopäden,
    - Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen
    Kinderkrankenpflegerinnen und Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger,
    Hebammen und Entbindungspfleger sowie
    - Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten,
    - Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
    in der Kita zur Unterstützung der Fachkräfte und zur Bildung von multiprofessionellen Teams haben wollen. Auf Ihren ihren Gebieten haben sie ganz sicher ihre Qualifikationen!
    Aber nicht jede_r der/die gut mit Kindern spielen kann, ist auch eine elementarpädagogische Fachkraft. Die Vorschläge führen lediglich dazu, dass mehr Erwachsene in Kitas wirken aber nicht mehr Fachkräfte mit einschlägigen elementarpädagogischer Ausbildung, der Bildungsschlüssel allein rechnerisch „verbessert“ wird.
    Das ist gleichbedeutend mit einem Bildungsabbau in den Kitas auf Kosten unserer Kinder!
    Offene Fragen für uns sind u.a.
    - Wer bildet die Auszubildende in den Kitas aus? - Erzieherinnen und Erzieher, die bereits jetzt nicht ausreichend vorhanden sind und bereits jetzt eine Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben erfüllen (müssen)? Wie schlägt sich das im Bildungsschlüssel nieder?
    - Welche Qualifikation haben die Ausbildenden in den Kitas, damit sie ausbilden können?
    - Wie ist zu rechtfertigen, dass unausgebildete Personen – gerade aus der Schule kommend – anteilig im Bildungsschlüssel der Einrichtungen als Fachkräfte berücksichtigt werden sollen?
    - Wie werden die Ausbildungen anerkannt? - Sind die ausgebildeten „Erzieher und Erzieherinnen (0-10 Jahre) zukünftig nur in M-V einsetzbar, da es keine bundesweite Anerkennung dieses Ausbildungsgangs gibt?
    - Wer zahlt die Ausbildung, wenn im Gesetzentwurf steht, dass sich für die Landkreise, die kreisfreien Städte und die Wohnsitzgemeinden sowie für die Kommunen als Träger von Kindertageseinrichtungen (…) keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen ergeben? - Die Eltern?
    - Wie soll das Bildungsgebot des KiföG gesichert werden, wenn Auszubildende bereits ab dem 2. Ausbildungsjahr eigenverantwortlich in Gruppen tätig sein dürfen sollen?
    - Wie sollen durch die zusätzlichen Berufsgruppen des Fachkräftekataloges multifunktionelle Teams entstehen, wenn diese Fachkräfte ihre bisherige Profession nicht einbringen können, weil sie als Teil des Bildungsschlüssels in die Absicherung des Standards in der Einrichtung eingerechnet werden? - Zusätzliches Personal und Profession gern, doch nicht ohne elementarpädagogische Ausbildung zur Absicherung des Standards.

    Weite
    Weitere


  • Änderungen an der Petition

    26-06-17 13:11 Uhr

    Mit der Aufzählung der Berufsgruppen aus dem Gesetzesentwurf reagieren wir auf Nachfragen, welche Berufgruppen denn zukünftig mit den bisherigen Fachkräfte gleichgesetz werden sollen. Weiter Informationen zu den geplanten Einsatzmodalitäten dazu auch auf www.kitaermse.de.


    Neue Begründung: Mit dem von der SPD- und CDU-Fraktion vorgeschlagenen Entwurf zur Änderung des KiföG M-V (Landtagsdrucksache 07/0412) sollen aktuell – d.h. mit der Landtagssitzung im Juli 2017 – ein neuer Ausbildungsgang für Kita-Fachkräfte installiert, der bisherige Fachkräftekatalog ergänzt und multiprofessionelle Teams gebildet werden.
    Dabei formulieren die Regierungsparteien in ihrer Begründung des Änderungsbegehrens:
    „Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder von Anfang an. Dem frühkindlichen Bildungsbereich kommt ein anhaltend hoher Stellenwert in Mecklenburg-Vorpommern zu. Eine wichtige Voraussetzung, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, ist qualifiziertes pädagogisches Personal.“
    Weiter führen die Antragsteller_innen aus, dass "aufgrund der weiter steigenden Inanspruchnahme von Angeboten der Kindertagesförderungen, der (...) Altersabgänge (der aktuell in den Kitas arbeitenden Erzieher_innen) und der zurückliegenden Erhöhung der Qualitätsstandards (…) derzeit ein erhöhter Fachkräftebedarf in Kindertageseinrichtungen (besteht)."
    Auch wenn wir die formulierten Bestrebungen der Landesregierung und der sie tragenden Fraktionen begrüßen und insbesondere eine 'praxisintegrierenden Ausbildung' grundsätzlich unsere Zustimmung findet, so müssen wir dem aktuellen Vorhaben in der vorgelegten und bisher diskutierten Form eine Absage erteilen.
    Sollten die Vorhaben wie vorgelegt im Gesetzestext beschlossen werden, erwarten wir weitere erhebliche Belastungen für das aktuell tätige und bereits jetzt überlastete Fachpersonal in den Einrichtungen. Zukünftig wird damit eine Absenkung der Qualität bei den gesetzlich verankerten Bildungsangeboten in den Kitas verbunden sein, so dass unseren Kindern diese Bildung vorenthalten wird. Letztlich ist ein Monat vor Ausbildungsbeginn die Organisation, der Inhalt, die Anerkennung und Kostenübernahme der neuen Ausbildung unklar.
    Mit den vorgeschlagenen Schritten wird der Fachkräftebedarf aktuelle nicht behoben und für die Zukunft lediglich verschleiert. Zusätzliche Kräfte in den Kitas mit besonderen Ausbildungen sind zur Bildung multiprofessioneller Teams gut und zu begrüßen.
    Gern würden wir die im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Berufsgruppen der
    - Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen,
    - Musikpädagoginnen und Musikpädagogen,
    - Sportpädagoginnen und Sportpädagogen,
    - Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen,
    - Logopädinnen und Logopäden,
    - Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen
    und Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger,
    Hebammen und Entbindungspfleger sowie
    - Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten,
    Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
    in der Kita zur Unterstützung der Fachkräfte und zur Bildung von multiprofessionellen Teams haben wollen. Auf Ihren Gebieten haben sie ganz sicher ihre Qualifikationen!
    Aber nicht jede_r der/die gut mit Kindern spielen kann, ist auch eine elementarpädagogische Fachkraft. Die Vorschläge führen lediglich dazu, dass mehr Erwachsene in Kitas wirken aber nicht mehr Fachkräfte mit einschlägigen elementarpädagogischer Ausbildung, der Bildungsschlüssel allein rechnerisch „verbessert“ wird.
    Das ist gleichbedeutend mit einem Bildungsabbau in den Kitas auf Kosten unserer Kinder!
    Offene Fragen für uns sind u.a.
    - Wer bildet die Auszubildende in den Kitas aus? - Erzieherinnen und Erzieher, die bereits jetzt nicht ausreichend vorhanden sind und bereits jetzt eine Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben erfüllen (müssen)? Wie schlägt sich das im Bildungsschlüssel nieder?
    - Welche Qualifikation haben die Ausbildenden in den Kitas, damit sie ausbilden können?
    - Wie ist zu rechtfertigen, dass unausgebildete Personen – gerade aus der Schule kommend – anteilig im Bildungsschlüssel der Einrichtungen als Fachkräfte berücksichtigt werden sollen?
    - Wie werden die Ausbildungen anerkannt? - Sind die ausgebildeten „Erzieher und Erzieherinnen (0-10 Jahre) zukünftig nur in M-V einsetzbar, da es keine bundesweite Anerkennung dieses Ausbildungsgangs gibt?
    - Wer zahlt die Ausbildung, wenn im Gesetzentwurf steht, dass sich für die Landkreise, die kreisfreien Städte und die Wohnsitzgemeinden sowie für die Kommunen als Träger von Kindertageseinrichtungen (…) keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen ergeben? - Die Eltern?
    - Wie soll das Bildungsgebot des KiföG gesichert werden, wenn Auszubildende bereits ab dem 2. Ausbildungsjahr eigenverantwortlich in Gruppen tätig sein dürfen sollen?
    - Wie sollen durch die zusätzlichen Berufsgruppen des Fachkräftekataloges multifunktionelle Teams entstehen, wenn diese Fachkräfte ihre bisherige Profession nicht einbringen können, weil sie als Teil des Bildungsschlüssels in die Absicherung des Standards in der Einrichtung eingerechnet werden? - Zusätzliches Personal und Profession gern, doch nicht ohne elementarpädagogische Ausbildung zur Absicherung des Standards.

    Weitere Details unserer Kritik das aktuelle KiföG sowie der aktuelle Gesetzentwurf u.a. auf www.kitaermse.de
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