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Bild zur Petition mit dem Thema: Eschborn braucht einen geeigneten bürgerfreundlichen Standort für das neue Notfallzentrum Eschborn braucht einen geeigneten bürgerfreundlichen Standort für das neue Notfallzentrum
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Herrn Bürgermeister Speckhardt und die Damen ...
  • Region: Eschborn mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 470 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Eschborn braucht einen geeigneten bürgerfreundlichen Standort für das neue Notfallzentrum

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Wir freuen uns, dass Eschborn die Möglichkeit hat, ein Notfallzentrum für die freiwillige Feuerwehr und den ASB in Eschborn bauen zu können, und dass bereits die ersten Umsetzungsschritte unternommen wurden. Mit großer Sorge haben wir jedoch die Entscheidung zum vorgesehenen Standort nördlich des Friedhofs zwischen Oberurseler Straße und L 3006 sowie weitere Details der Planungen zur Kenntnis genommen. Es steht außer Frage, dass die aktuelle Unterbringung von Feuerwehr und ASB nicht mehr den aktuellen Erfordernissen entspricht, wir halten jedoch den potentiellen neuen Standort sowie die geplante Größe und Ausführung für ungeeignet.

Wir fordern Sie daher auf, - das Bauvorhaben am geplanten Standort zu stoppen, - Transparenz hinsichtlich des tatsächlichen, angemessenen Flächenbedarfs eines neuen Notfallzentrums zu schaffen sowie - unter Beteiligung der Bürgern nach alternativen geeigneten Standorten zu suchen, die im Einklang mit Natur- und Lärmschutz sowie der Sicherheit der Kinder stehen.

Begründung:
  1. Umweltunverträglichkeit: Der regionale Flächennutzungsplan weist das 17.000 qm große vorgesehene Areal als Grünfläche aus, die im Vorbehaltsgebiet für Grundwasserschutz und besondere Klimafunktionen liegt. Das Gebiet liegt in der Abflussschneise für Kalt- und Frischluft, die wichtige Aufgaben für den Klima- und Immissionsschutz einnimmt. Hier verbietet sich jegliche Bebauung, insbesondere bis zu 15m hohe Gebäude sowie ein bis zu 35m hoher Turm.
  2. Unnötige Lärmbelästigung: Die Auswahl des Standortes berücksichtigt nicht im erforderlichen Maße die Belange des Lärmschutzes der Anwohner. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum ein Standort in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten gewählt wird, insbesondere da hier sowohl auf Eschborner als auch auf Steinbacher Seite viele Familien mit Kindern leben. Gemäß der gutachterlichen Stellungnahme zu den Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft ist zusammengenommen mit 2.300 Einsätzen von Feuerwehr und Rettungswagen zu rechnen. Das entspricht im Durchschnitt mehr als 6 Einsätzen pro Tag und 2 Einsätzen je Nacht. Da zu erwarten ist, dass nach der neuesten Rechtslage diese Einsätze alle unter Einsatz des Martinshorns gefahren werden (müssen), bedeutet dies in jeder Nacht eine erhebliche Lärmbelästigung mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Schlaf und die Gesundheit. Das vorgelegte Lärmgutachten lässt dies unberücksichtigt. Die bisherige Bauplanung würde die Lärmbelastung sogar noch zusätzlich erhöhen. Alle Rettungswagen wären gezwungen, erst auf die Oberurseler Straße aufzufahren, auch wenn sie anschließend auf die L 3006 einbiegen wollten.
  3. Gefährdung der Kinder: Nach den vorliegenden Unterlagen ist davon auszugehen, dass die Einsätze gleichermaßen über die L 3006 und die Oberurseler Straße erfolgen werden. Gerade bei den Einsätzen über die Oberurseler Straße und die Hunsrückstraße führt der Weg der Einsatzfahrzeuge entlang des Weges zu den Schulen und KITAs und das an unübersichtlichen, engen Stellen. Wir sehen daher eine große Gefahr für die Eschborner Kinder!
  4. Verlängerung der Hilfsfrist: Das geplante Notfallzentrum würde am äußersten nordöstlichen Rand von Eschborn und dem Main-Taunus-Kreis stehen. Für die Einsätze der Rettungswagen ist der Standort ungünstig und verlängert die Einsatzfahrten unnötig, denn die ASB-Rettungskräfte sind nicht nur für Eschborn, sondern weit darüber hinaus im Main-Taunus-Kreis zuständig. Da für die Rettungskräfte des ASB - im Unterschied zur Freiwilligen Feuerwehr - keine Notwendigkeit besteht, bei einem Alarm erst zur Einsatzzentrale fahren zu müssen, sollte für sie ein Standort gewählt werden, der zentral im Zuständigkeitsbereich angesiedelt ist (beispielsweise im Camp Phönix). Aufgrund der Verkehrsbelastung und der Enge der Fahrwege im Umfeld des geplanten Standortes ist die Bildung einer Rettungsgasse teilweise nicht möglich, wodurch sich sowohl für die Feuerwehr als auch die Rettungswagen die Hilfsfrist verlängert.
  5. Unverhältnismäßigkeit: Das geplante Notfallzentrum soll 2,5-mal größer werden als das bisherige. Auch wenn ein solches Vorhaben zukunftssicher sein muss, ist eine Erweiterung in dieser Größenordnung nicht nachvollziehbar. Eine angemessene Fläche und/ oder Trennung von Feuerwehr und ASB würden alternative Standorte ermöglichen, an denen es zu einer deutlich geringeren Lärmbelästigung der Anwohner kommt und trotzdem die vorgegebene Hilfsfrist eingehalten oder sogar verkürzt wird.
  6. Mangelnde Pietät: Das geplante Notfallzentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe des (einzigen) Eschborner Friedhofs. Unabhängig von einer massiven Überschreitung der Lärmgrenzen für Friedhöfe (55 Dezibel), die durch die Rettungseinsätze entstehen, sollte es für die Stadt Eschborn eine Selbstverständlichkeit sein, den Angehörigen und Friedhofsbesuchern einen Ort zum Trauern zur Verfügung zu stellen, der nicht ständig dem Lärm von Martinshornsirenen ausgesetzt ist.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Eschborn, 03.02.2013 (aktiv bis 02.04.2013)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere gemeinsame Petition gegen den geplanten Standort des Notfallzentrums nördlich des Friedhofs war leider nicht erfolgreich. Am 05.09.2013 wurde der Bebauungsplanentwurf - wie von der Stadt geplant - in der Stadtverordnetenversammlung ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Nach einem Blick auf die Karte dürfte klar sein, dass man durch die Standort-Verlegung nichts gewinnt, sondern vielmehr verliert. In diesem Flyer ist alles dargestellt: info.standort-notfallzentrum.de/infoflyer.pdf

PRO: Selbst die CDU hat eigentlich erkannt, dass es am geplanten "Standort 8" Probleme mit der Sicherheit der Kinder gibt: "Stadtverordneter Herkströter merkt an, dass ein weiterer Grund für die Ablehnung der CDU-Fraktion [eines Bolzplatzes auf dem Gelände ...

CONTRA: - die 2.300 Einsätze von ASB und Feuerwehr sind nicht alles Alarmfahrten. Kleinere Einsätze und Krankentransporte werden ohne Wegerechte abgewickelt und führen nicht zu einer Lärmbelastung.

CONTRA: - es ist eine Ampel mit Alarmschaltung zur L 3006 vorgesehen, wodurch Unfälle vermieden werden - die Planung hinsichtlich der Bebauung ist bisher auf Basis der Anforderungen erfolgt; über die Gestaltung und Anordnung/ Ausrichtung der Gebäude ist bisher ...

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Petitionsverlauf


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