Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der freiwillige Wehrdienst entweder in seiner gesamten Dauer als Ausbildung anerkannt wird und somit nicht nur für die Grundausbildung ein Anspruch auf Kindergeld besteht, oder die Anspruchszeit für das Kindergeld um die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes verlängert wird.

Begründung

Bisher bestand nur die Möglichkeit, Kindergeld für die ersten drei Monate der sogenannten Grundausbildung beim Freiwilligen Dienst der Bundeswehr für ein volljähriges Kind zu beziehen. Die Bundeswehr wirbt damit, dass der Freiwilligen Dienst die Möglichkeit bietet, einen Zeitraum sinnvoll zu überbrücken. In Berufsausbildung befindet sich, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat - was hier der Fall ist, denn der Freiwillig Leistende hat ja eben noch gar keine Berufsausbildung, sondern meist nur einen Schulabschluss. Mit Eintritt in den Freiwilligen Dienst bereitet sich der Freiwillig Leistende eben gerade auf ein späteres Berufsziel vor. Die Bundeswehr gibt vor, dass in der Grundausbildung (welche in der Regel nur drei bis vier Monate dauert) alles vermittelt wird, was ein Soldat/in wissen und beherrschen muss. Im Einzelnen werden Rechte und Pflichten eines Soldaten/in nahegebracht wie z. B. die Grundlagen des Wehrdienstes. Theorie und Praxis sind ineinander greifend und beinhalten politische Bildung- Gefechtsdienst, Waffen- und Schießübungen sowie körperliches Training. All das soll in der drei- bis viermonatigen Grundausbildung geschehen. Danach wird der Freiwillige Leistende speziell in der Laufbahn der Mannschaften als vollwertige Arbeitskraft z. B. als Richtschütze bzw. Panzergrenadier eingesetzt. Dies ist zu ändern, da es fragwürdig ist, ob ein junger Mensch, der in der Regel nur einen Schulabschluss hat, nach einer dreimonatigen Grundausbildung sich alle Fertigkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen angeeignet haben soll. Da der Freiwillig Leistende eben nach dieser dreimonatigen Ausbildung schon als volle Arbeitskraft geführt wird, wäre dies auch auf andere Berufsausbildungsziele anzuwenden. Gerade die heutige Technik der Bundeswehr ist auf einem hohen Standl und es ist nicht vorstellbar, dass ein junger Mensch mit einer dreimonatigen Ausbildung, die ja kindergeldrechtlich auch als Ausbildung anerkannt wird, schon im vollen Einsatz als vollwertige Arbeitskraft bei der Bundeswehr, auch unter Umständen für Einsätze im Ausland voll ausgebildet wäre.

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