Finger Weg von Verhinderungspflege, Flexirente, Kürzungen - Millionen Menschen sind betroffen!

Petition richtet sich an:
Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

3.656 Unterschriften

12 %
3.537 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet Juni 2026
  2. Sammlung noch > 7 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

Der Entwurf des PflegeNeuOrdnungsGesetzes PNOG ist vorgelegt. 210 Seiten voller Streichungen, Kürzungen, Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten. Auf dem Rücken derer, die oftmals täglich Unterstützung benötigen und sich kaum wehren können und ihrer Angehörigen.
 
210 Seiten mit dort offen benanntem, aber nicht beziffertem (!) und nicht näher benanntem angeblichem Missbrauch einiger Mittel in der Häuslichen Pflege … und zeitgleich vorgesehener Bestrafung von Millionen Menschen, die alles korrekt machen.
 
Als Ergebnis bricht für viele die Möglichkeit weg, ihre teilweise über Jahrzehnte aufgebauten privaten Unterstützungsstrukturen zu nutzen, dabei ist im Entwurf ganz klar zu erlesen, dass die professionelle Hilfe das nicht auffangen kann.

Originalsatz im Entwurf: Diese Entwicklung hat Folgen: Zum einen steigt der Bedarf an professioneller Versorgung pflegebedürftiger Menschen weiter an und kann teilweise nur noch unzureichend gedeckt werden.
Ein weiterer Satz: Im Versorgungssystem fehlen Angebote für akut auftretende Hilfebedarfe, z. B. bei unfall- oder krankheitsbedingtem Ausfall pflegender An und Zugehöriger. Neben der eigentlichen Pflege kommt es zusätzlich zu Belastungen, wenn pflegende An- und Zugehörige keine zeitnahe Unterstützung erfahren, oder es ergeben sich Situationen, in denen sie aufgrund von Überforderung den Notruf wählen.
 
Die Probleme sind alle bekannt, es werden trotzdem Streichungen gerade da vorgenommen, wo es bisher möglich war, sich flexibel und einigermaßen unbürokratisch privat Hilfe zu organisieren.
 
Begründung: Die Kassen sind leer.
 
Warum aber sollen pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden Angehörigen belastet werden, bevor die Verwaltungsstrukturen der Sozialversicherung grundlegend reformiert wurden?
Wer jährlich über 200 Milliarden Euro (*) an Pflegeleistungen unentgeltlich erbringt, sollte nicht als Kostenfaktor behandelt werden, sondern als wichtigster Stabilitätsfaktor der Pflegeversicherung.

Bevor Leistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige gekürzt werden, müssen zuerst alle strukturellen Einsparpotenziale im System ausgeschöpft werden.

  • Verwaltungsstrukturen
  • Kassenlandschaft
  • Doppelzuständigkeiten
  • Länderfinanzierung
  • neue Bürokratie durch Pflegebegleitung
  • Wirksamkeitsprüfung der Digitalisierungsprogramme
  • versicherungsfremde Leistungen

 
Man sollte überhaupt, bevor Einsparungen und Kürzungen vorgesehen werden, Fehlanreize im System untersuchen.
 Ein Ansatz wäre:

  • Doppelstrukturen zwischen Kranken- und Pflegekassen
  • unterschiedliche Prüfstellen
  • unterschiedliche Dokumentationssysteme
  • Mehrfachbegutachtungen
  • parallele Zuständigkeiten

Hier liegen möglicherweise erhebliche Einsparpotenziale, ohne, dass Leistungen gekürzt werden müssen.
 
Es sollte geprüft werden, welche Einsparungen durch eine stärkere Zusammenführung administrativer Prozesse zwischen Kranken- und Pflegeversicherung oder durch deren Zusammenlegung erzielt werden können.

Während pflegende Angehörige der Gesellschaft jährlich Pflegeleistungen im Gegenwert von rund 206 Milliarden Euro ersparen, sollen ausgerechnet bei ihnen Leistungen gekürzt und Rentenansprüche um 30 % reduziert werden? Flexirente soll gestrichen werden, obwohl sich viele Langzeitpflegende oftmals kaum eine gute Altersversorgung aufbauen können - was bekannt ist, deshalb wurde sie ja vor noch nicht all zu langer Zeit eingeführt.

Private Verhinderungspflege darf nicht auf ein Minimum zusammengestrichen werden.
Über Jahre/Jahrzehnte aufgebaute Strukturen werden zerstört, im Wissen, dass die berufliche Pflege das niemals auffangen kann. Privat organisierte Verhinderungspflege basiert auf Vertrauen und Flexibilität. Wenn das wegbricht nutzen auch verpflichtende Beratungen und Präventionsangebote nicht mehr viel. Private #Verhinderungspflege, die oftmals einzige Möglichkeit für viele mal für einige Stunden rauszukommen, Luft zu holen, eigene Termine wahrzunehmen, etc. darf nicht den Kürzungen und Streichungen in dieser jetzt geplanten Art zum Opfer fallen!
 
Und wenn die Pflegeversicherung Defizite hat, sollte auch geprüft werden, welche Aufgaben überhaupt originär von der Pflegeversicherung getragen werden müssen.

Ich habe nicht alle Punkte angefasst - es sind ja noch viel mehr.

4 Jahre Tarifaussetzung für die berufliche Pflege - als Erleichterung gedacht, damit die Kosten nicht noch höher werden, für die berufliche Pflege eventuell der Tropfen auf dem heißen Stein, der viele zum Aufgeben bewegt?
 
Helft mit Eurer Unterschrift. Bitte vergesst nicht, anschließend die Bestätigungsmail zu bestätigen, damit Eure Stimme gezählt wird. Teilt, informiert und lasst uns gemeinsam versuchen, diesen unsozialen Reformentwurf zu stoppen.

DANKE
 
Wiebke Worm -Pflegende Angehörige seit fast 20 Jahren
Autorin - Bloggerin- Youtuberin
  
(*) Die 206 Milliarden Euro stammen aus einer Studie aus dem Jahr 2023

Begründung

Der Entwurf PNOG, der von Frau Warken und der CDU/CSU als Verbesserungen beworben wird ist, und da schreibe ich als Pflegende Angehörige für mich, für meinen Ehemann, aber auch für die vielen tausenden Menschen, die auf meiner offenen Facebookseite "Wir pflegen unsere Lieben" Rückmeldungen an mich gegeben haben, unsozial.

Es sind Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten.

Angefangen bei geplanten 30% Kürzungen der Renteneinzahlungen für diejenigen, die die Pflege zu Hause sicherstellen. Tag und Nacht, oft über Jahrzehnte. Streichung der Möglichkeit über Flexirente seine Altersrente etwas aufzubessern. Viele pflegen ja weiter und können nicht durchs Rentenalter einfach damit aufhören. Rutschen durch die Pflege in Altersarmut - und da wird angesetzt?

Weitere Einsparungen und Kürzungen mit offenem Blick darauf, dass die vorhandenen professionellen Strukturen die wegbrechenden, auf Vertrauen und Flexibilität basierenden privaten Hilfsstrukturen, nicht abfangen kann.

Es gibt Studien und Artikel, die sogar mit Zahlen belegen, wo der größte Abrechnungsmissbrauch stattfindet - zwei Beispiele hier:
https://www.apotheken-umschau.de/gesundheitspolitik/abrechnungsbetrug-im-gesundheitswesen-wie-taeter-das-system-ausnutzen-1378897.html?utm_source=chatgpt.com

Trotzdem gibt einen unbezifferten Hinweis im Entwurf auf Missbrauch, der die Einschränkungen/Kürzungen begründet?

(Originaltext im Entwurf: Eindämmung von Missbrauchspotenzial, das in der Vergangenheit bei der Verhinderungspflege und beim Bezug von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln festgestellt wurde)

Ich habe mich jetzt lange damit befasst, habe an die Politik und Medien geschrieben. Offene Briefe und Texte auf meiner Seite "Wir pflegen unsere Lieben" eingestellt, Videos zur Aufklärung hochgeladen.

Mit jedem Tag, an dem ich tiefer in dieses Thema einsteige, sehe und lese ich Verzweiflung und Zukunftsangst bei unendlich vielen Menschen. Menschen, die schon jetzt großartiges leisten.

Die die Pflege zu Hause sicherstellen. Tag und Nacht. Oft 24/7/365 - über Jahre oder Jahrzente.

Deswegen setze ich mich ein!

Wegen der Sichbarkeit und anderer Zielgruppen gibt es diese Petition auch auf INNN.IT

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wiebke Worm, Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.06.2026
Sammlung endet: 11.12.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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Neuigkeiten

  • Im Kabinettsentwurf vom PNOG wurden einige kleine Punkte angepasst, andere nicht. Ich habe die Petition aber nicht umgeschrieben.

    Ein großer Punkt wurde bisher von der Politik schöngeredet (obwohl das gar nicht geht). Verhinderungspflege.

    Für uns alle ist die Verhinderungspflege - über die sonst niemand spricht - wichtig bis hin zu essenziell für die Pflege zu Hause!

    Ich habe heute die bisherigen Unterschriften als Anlage, zusammen mit einem ähnlichen Schuhbild, an jeden Abgeordneten des Gesundheitsausschusses gesendet. Mit folgendem Text:

    "Sehr geehrte.......
    ich fordere Sie auf, im parlamentarischen Verfahren die Streichung des eigenständigen Anspruchs auf Verhinderungspflege aus dem PNOG zu verhindern und seinen Erhalt im Gesetz sicherzustellen.
    Die geplanten Regelungen zum Überbrückungsbudget dürfen die selbst organisierte Ersatzpflege durch vertraute Personen nicht verdrängen.
     
    Das moderat angehobene Entlastungsbudget beinhaltet das Pflegegeld, welches dazu da ist, um die Pflege zu Hause sicherzustellen. Auch die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel sind ja dann daraus zu finanzieren, da das Budget ebenfalls gestrichen wird. Zuzahlungen für Tages- und Kurzzeitpflege ebenfalls. All das bedeutet deutlich weniger Geld für die Sicherstellung der Pflege zu Hause und die Streichung des eigenständigen Budgets Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege kann keinesfalls darüber abgefangen werden.
     
    Die geplante ‚ausgabenneutrale Verschiebung‘ des Verhinderungspflege/Kurzzeitpflegebudgets in drei andere Budgets darf nicht zu Lasten der Nutzbarkeit gehen. Setzen Sie sich dafür ein, dass die bisherige gesetzliche Grundlage der Verhinderungspflege nicht zum 01.01.2027 entfällt.
     
    Ich pflege zu Hause im PG5 meinen Ehemann und bisherige Notfälle konnten wir über Verhinderungspflege und Kombipflege immer abdecken. Das wird zukünftig nicht mehr möglich sein, wenn das PNOG in der jetzigen Form beschlossen wird. Dann kommen nicht nur Unsicherheit und fremde Menschen, die mit seiner Situation nicht vertraut sind und gegebenenfalls Abschiebung in Kurzzeitpflege - die er nicht möchte - sondern auch noch Kosten auf uns zu im Notfall, die wir so nicht haben/hätten. Das kann es nicht sein! 
     
    Damit Sie sehen, dass ich nicht nur für mich schreibe, hänge ich Ihnen die Unterschriftenliste meiner laufenden Petition mit an. Einige der Punkte wurde im Kabinettsentwurf berücksichtig, andere nicht. Aber eines ist sicher: Wir leben die Pflege. Entscheiden Sie nicht über uns, ohne unsere Interessen und Erfahrungen zu berücksichtigen.
     
    Die geplanten Änderungen dürfen nicht zum 1. Januar 2027 in Kraft treten, solange keine tragfähige Lösung für die häusliche Pflege sichergestellt ist.
     
    Ich bitte um eine Antwort. 
     
    Mit freundlichem Gruß "

    Auf meiner Facebookseite "Wir pflegen unsere Lieben" finden sich Text und alle E-Mailadressen. Dieser kann genutzt / abgewandelt genutzt oder umgeschrieben werden. Hauptsache es machen viele mit und im Moment sieht es so aus. Auch mein Ehemann schickt über mich E-Mails an die genannten Abgeordneten.

    Der Schuh ist von einer anderen laufenden Aktion (auch auf meiner Facebookseite zu finden). Wir
    schicken Schuhe an die Politik und wenn alles klappt, wird vor Ort auch gesammelt und zusätzlich ein Protest-Schuhberg abgelegt. Aber das ist in Arbeit.

    Ich danke allen bisherigen Unterstützern. Ich bleibe weiter laut - WIR bleiben weiter laut.

    WIR leben die Pflege
    WIR lebten die Pflege
    WIR erleben die Pflege
    und WIR sind Millionen.

    Herzliche Grüße, Wiebke Worm

Eine mögliche Debatte zur Finanzierung des Sozialhaushaltes und insbesondere der Sozialversicherungen inkl. KV und PV findet sich ebenfalls bei openpetition.org mit dem Kurzlink www.openpetition.org/bgckw

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Die ambulante Versorgung durch Tagespflegen und ambulante Pflege stirbt.

Meine Frau und ich pflegen 3 Personen im Haushalt, 2x Pflegegrad 4 und 1x Pflegegrad 5.
Wir haben 3 private Personen aus der nahen Nachbarschaft die über die Verhinderungspflege mithelfen. Das soll ab 27 wegfallen. Wie sollen wir das schaffen???? Das ist keine Reform, das ist ein streichen von Leistungen bei den die am ärmsten im Land sind. Eine Bankrotterklärung unseres Landes.

Mich betrifft die Verhinderungspflege

Weil man selbst betroffen ist

Das ist die größte Sauerei des Jahrhunderts das einem das Geld gestrichen wird was einem ganz wichtig ist verhinderungspflege und alle anderen Sachen einfach so noch schwerer zu bekommen bzw gar nicht mehr ist die Sauerei des Jahrhunderts aber ich bin nur gespannt was unsere Politiker machen wenn sie mal in unserem Alter sind die haben es ja nicht nötig die haben ja Millionen auf dem Konto wir haben nicht der größte Teil von uns lebt von einer so minderen Rente dass wir nicht mal einmal Miete bezahlen können bzw sozialgeld aber beantragen müssen ist das die Lösung

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