Region: Berlin

Fischerpinte Plötzensee retten!

Petition richtet sich an
Abgeordnetenhaus von Berlin

1.071 Unterschriften

9 %
990 von 11.000 für Quorum in Berlin Berlin

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  1. Gestartet 26.04.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Abgeordnetenhaus von Berlin

Worum geht es in dieser Petition?
Seit über 100 Jahren gibt es den kleinen Bootsverleih mit Imbiss am Plötzensee. Auch bekannt als Fischerpinte.

Alt, Jung, Spaziergänger*in oder Radfahrer*in – hier konnten alle einkehren und sich auf dem Steg und am Wasser abkühlen. Zwanglose Treffen ohne Konsumzwang, Boot fahren, den Feierabend ausklingeln lassen, ein Kaltgetränk zu sich nehmen. Ein Urlaub in einer immer heißer werdenden Stadt.
Nun droht der Abriss. Der bisherige Pächter ist verstorben und der Bezirk hält an der vor über 35 Jahren gemachten Entscheidung fest, einen Rückbau anzustreben.

Es ist unumstritten, dass der Plötzensee mit seiner Lage mitten in der Stadt einem erheblichen Nutzungsdruck ausgesetzt ist, und dass der Schutz von Flora, Fauna und den Uferbereichen größte Wichtigkeit hat.

Unumstritten ist aber auch, dass die Berliner*innen Orte wie die Fischerpinte dringend benötigen. Besonders wirtschaftlich benachteiligte Menschen können sich den Eintritt ins gegenüberliegende Freibad Plötzensee nicht leisten, und gerade die Nähe zur Innenstadt ermöglicht es vielen, zum Feierabend noch auf einen Sprung in der Pinte hereinzuschauen und sich abzukühlen, auch ohne in den See hineinzugehen.

Begründung

Wie sieht der Fischerpinte Plötzensee e.V. i.G. das?

Wir finden, dass genau hier die Interessen aus Naturschutz, Erholung & Freizeit nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen - wäre doch gerade hier der Ort, um Mensch und Natur wieder zu verbinden.
Neben einem Erhalt des Imbiss, Steganlage und Bootsverleih, bemühen wir uns um eine Transformation zur Natur.Pinte. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher jedes Alters für die ökologische Bedeutung des Landschafts- und Gewässerraums zu sensibilisieren, Wissen über Natur- und Artenschutz zu vermitteln und verantwortungsbewusstes Verhalten im Schutzgebiet aktiv zu fördern.
Die Fischerpinte könnte damit ein Ort für gelebte Umweltbildung werden, an dem Vereine, Organisationen oder Schulen Veranstaltungen wie “Langer Tag der Stadtnatur“ o. Ä. den Ort für Projekte mitnutzen können. Gleichzeitig kann ganzjährig über Informationstafeln über die besondere Lage im Landschaftsschutzgebiet aufgeklärt werden.

Was fordern wir mit dieser Petition?
Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen der Stadt Berlin auf:

  • die Pläne, die Fischerpinte abzureißen oder zurückzubauen, zu stoppen,
  • einen Betrieb der Fischerpinte, bestehend aus Imbiss, Bootsverleih und niedrigschwelliger Umweltbildung, den Weg zu ebnen,
  • frühere Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung, die Fischerpinte "mit allen Mitteln zu erhalten", umzusetzen
  • die Ausarbeitung und Umsetzung eines sozialverträglichen und umweltfreundlichen Konzeptes mit allen beteiligten Interessengruppen zu unterstützen

Warum ist Ihre Petition wichtig?

Wedding ohne Fischerpinte - geht das überhaupt?
Alles geht, auch ein Überdenken aus der Zeit gefallener Entscheidungen seitens des Bezirksamts. Unser Kiez und Berlin wären ohne die Pinte unendlich ärmer und trostloser. Dieses Gefühl teilen unzählige Menschen, mit denen wir in den letzten Wochen gesprochen haben.

Auslöser der aktuellen Debatte waren mehrere Zeitungsartikel, allen voran "Abriss der Fischerpinte – Bootsverleih am Plötzensee am Ende?" im Lokalblog Weddingweiser. Die Nachricht hat unseren Kiez schwer erschüttert, und innerhalb weniger Tage wurde:

  • die Webseite "Fischerpinte.de" erstellt,
  • ein Einwohner*innenantrag (steht zum Download auf der eben genannten Webseite), den in Berlin-Mitte gemeldete Berliner*innen unterzeichnen können, auf den Weg gebracht,
  • der Verein Fischerpinte Plötzensee, seines Zeichens Urheber dieser Petition, gegründet,
  • dem Bezirk ein Konzept geschickt mit Ideen der Nachnutzung – darauf gab es keine Reaktion.

Die Fischerpinte war immer ein Ort der Unaufgeregtheit. Hier konnte man mitten in der Natur nicht nur in Ruhe auf den See schauen, man konnte die Natur erleben. Libellen um einen herum, Fische am Steg und sogar Schildkröten. Am Horizont der Reiher.

Gleichzeitig zeigt die jetzige Aufmerksamkeit, dass der Ort genau deshalb so beliebt war – und wichtig für Begegnung und Erholung aus allen umliegenden Kiezen - und darüber hinaus.

Der Weddingweiser-Artikel "War es das mit unaufgeregt und urig?: Aussichtspunkt statt Fischerpinte?" spiegelt den Stand zum Zeitpunkt wider, an dem diese Petition online geht. Uns ist bewusst, dass die Erbfrage zuallererst geklärt werden muss, gleichzeitig sollte man diese Zeit nutzen, um ein Konzept für die Zukunft zu erarbeiten, statt auf einen Abriss hinzuarbeiten.
Fischerpinte retten!

Unterschreibt diese Petition, um dem so unscheinbaren Ort die Aufmerksamkeit in der Politik zu geben, die er auch in der Bevölkerung hat.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Fischerpinte Plötzensee e.V.i.G., Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.04.2026
Sammlung endet: 25.10.2026
Region: Berlin
Kategorie: Kultur

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Warum Menschen unterschreiben

Ein Kleinod in Berlin. So wichtig, es zu erhalten!

Ein Treffpunkt für Natur und Mensch.

Weil wir MENSCHEN auch Teil der NATUR sind. Weil die Fischerpunkte der schönste Erholungsort des Weddings ist.

Seit über einem halben Jahrhundert bin ich fest mit der Fischerpinte verbunden. Sie ist weit mehr als nur ein Ruderbootverleih – sie gehört zum Kiez und ist ein wichtiger Treffpunkt für die Nachbarschaft. Hier kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus und erleben Gemeinschaft.

In einer Zeit, in der immer mehr solcher Orte verschwinden, ist die Fischerpinte eines der letzten Beispiele für die Ursprünglichkeit von Wedding. Sie steht für Kontinuität, Authentizität und das soziale Miteinander im Viertel und darüber hinaus. Ihr Verlust würde nicht nur das Stadtbild verändern, sondern auch das nachbarschaftliche Leben spürbar schwächen.

Ich setze mich daher dafür ein, die Fischerpinte zu erhalten und als festen Bestandteil von Wedding zu bewahren.

Natur und Mensch zusammen leben und Tretboot fahren.

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