Education

Fortsetzung der Schulschließungen aufgrund Covid 19

Petition is directed to
Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschus)
179 Supporters 83 in Baden-Württemberg
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  1. Launched 14/04/2020
  2. Collection yet 15 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Am 15.4.20 werden die Kultusminister über die Wiedereröffnung der Schulen diskutieren.

Wir fordern die Aufrechterhaltung der aktuell bestehenden Schulschließungen aufgrund der Covid 19 Situation.

Eine Wiedereröffnung der Schulen würde eine hohe Infektionsgefahr für Schüler und Lehrer sowie aller Familienangehörigen bedeuten. Der Schutz des Lebens Jedes Einzelnen geht dem Recht auf Bildung vor. Insbesondere handelt es sich hier lediglich um eine zeitlich befristete Maßnahme.

Reason

Wenn die Schule wieder beginnen würde, wären Abstandsregeln nicht einzuhalten. Dieses schaffen die Schüler einfach nicht. Nicht nur weil es Kinder/Jugendliche sind, sondern weil es nicht möglich ist. Die Verantwortung hierfür den Schulen zu übertragen und auch den Schülern selbst ist daher nicht realistisch und daher auch nicht verantwortbar.

Auch 15 Schüler plus Lehrkraft in einem Zimmer ist illusorisch außer es wären „Riesenklassenzimmer“. In Stuttgart gibt es viele Klassen mit 30 Schülern. Es gibt aber auch nicht plötzlich doppelt so viele Klassenzimmer oder Lehrkräfte, so dass eine Teilung einfach umzusetzen wäre.

Wie soll das Betreten der Schule von statten gehen? Normalerweise gibt es einen Haupteingang und dann evtl. noch 1-2 Nebeneingänge.  Soll hier eine 1000 Schüler-Schlange im 1,5 m Abstand für den geordneten Eingang gemacht werden? Das klappt noch nicht mal an der Kasse im Supermarkt bei 5 Personen in der Wartelinie. Für das Verlassen, die Pausen, Raumwechseln etc gilt das Gleiche. Wie soll der Abstand in Schulbussen etc gewahrt werden? 

Eine Klasse ist nie eine abgeschlossene Gruppe. D.h. im Falle einer Infektion in einer Klasse ist immer gleich ein größerer Teil der ganzen Schule betroffen.  Unser Schulsystem in der Weiterführenden Schule hat verschiedene Fachlehrer. Das bedeutet, dass spätestens alle 2 h ein neuer Lehrer die Klasse betritt. Dieser unterrichtet anschließend die nächste Klasse usw.  Aufgrund der vielen Klassenwechsel wäre ein Besuch des Lehrerzimmers nicht verantwortbar. Von dort aus wäre wie ein Apres-Ski in Ischgl eine Massenansteckung der Schüler möglich.

Auch gibt es, insbesondere in der Oberstufe, aber auch im Bereich Fachunterricht wie Technik, Sprachen etc. klassenübergreifenden Unterricht. Sogar Kooperationen mit anderen Schulen aus Nachbarstadtteilen. 

Es ist bekannt, dass Kinder und Jugendliche zu den Hauptüberträgern gehören. Zwar sind sie selbst wohl nicht sehr gefährdet. Was ist aber mit den direkten Familienangehörigen der Kinder? Was ist, wenn der Vater bereits einen Herzinfarkt hatte? Was ist, wenn jemand Diabetiker ist? Was ist, wenn die Großeltern im Haus wohnen?

Unser Ältester hat Asthma und ich eine Immunschwäche. Wir halten uns an die von der Regierung, vom RKI und vom Menschenverstand gebotenen Corona-Regeln. Dieses ist bei Schulöffnungen und Schulpflicht nicht möglich. Die Kontaktsituationen und Infektionsmöglichkeiten sind nicht handbar.

Wenn die Schulen nun wieder eröffnet werden, wer sorgt für unsere Sicherheit vor Ansteckung und wer übernimmt die Verantwortung für mögliche Folgen? Sie als Kultusministerin? Die Schulen?

Die Bitte der GEW, ältere oder gefährdete Lehrer , aktuell nicht im Unterricht einzusetzen ist voll verständlich. Aber dieser risikobasierte Empfehlung muss auch für die Familien gelten!

Macht es wirklich Sinn, die Schulen zu eröffnen und gleichzeitig Homeoffice für Arbeitnehmer-soweit möglich- zu empfehlen? Nein, nicht wirklich.

Wenn die Schulen eröffnet werden, kann auch alles andere wieder eröffnet werden. In einem Restaurant, auf dem Spielplatz, im Fitnessstudio oder im Büro ist es deutlich einfacher Abstand zu halten als in der Schule.

Die Welt geht nicht unter, weil die Schulen geschlossen sind. Der Onlinebasierte Unterricht hat soweit funktioniert- vielleicht nicht gut, aber immerhin. Meine Erfahrung ist, dass nicht alle Familien Computer haben, aber die meisten haben Smartphones. 

Natürlich ist ein bundeseinheitliches Vorgesehen wünschenswert. Aber die Corona Fallzahlen sind in den Bundesländern sehr verschieden. Man kann Mecklenburg-Vorpommern nicht mit uns vergleichen. Auch besteht keine Vergleichbarkeit beim Abitur: Oder möchten die Kinder in Berlin oder Hessen wirklich unsere Abitursklausuren schreiben?

Es ist sicher richtig, dass die Prüfungen in anderen Bundesländern fertiggestellt wurden. Dort waren die Jugendlichen ja schon mittendrin . BW und Bayern sind aber einfach später dran. Und unsere Corona-Fallzahlen sind höher. Faktisch Unterschiede müssen eben berücksichtigt werden. Was nicht gleich ist, ist eben nicht gleich. Andere EU Länder haben bereits gehandelt. In Frankreich wird dieses Jahr keine Abitursprüfung stattfinden. So ist es eben. Das hat sich niemand ausgesucht. Trotzdem wird sicherlich niemand in der EU diesen Jugendlichen ein Studium verweigern.

Ob und wie der Schulabschluss erfolgt, ist in dieser Situation auch nicht wirklich wichtig.  Wichtig ist ausschließlich der Schutz des Lebens. Niemand möchte seine Mutter, seinen Vater, die Großeltern oder die Kinder gefährden. Unsere Kinder werden die wirtschaftlichen Folgen von Corona für Deutschland und die EU tragen müssen und sehr lange dafür arbeiten. Da kommt es auf ein paar Wochen Schule nicht an. Oder möchten Sie persönlich verantwortlich für eine Ansteckung, Erkrankungen und möglicherweise für den Tod von einzelnen Familienmitgliedern sein, wenn das Kind Corona aus der Schule heimbringt?

Thank you for your support, Elisabeth Feil from Stuttgart
Question to the initiator

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Not yet a PRO argument.

Die Arbeitspläne funktionieren nur, weil und solange die Eltern ehrenamtlich Lehrer spielen. Also Homeoffice tagsüber und Homeschooling nach Feierabend und am Wochenende. Während der Schulschließung wurden neue Themen nicht von den Lehrern z.B. über Webkonferenzen erklärt, es gab keine Fragestunden. Heute schreibt unser Rektor, dass es Webkonferenzen erst ab Klasse 7 gibt. Klasse 4 fällt hinten runter. Schulschließungen sollten nicht auf dem Rücken der Kinder und berufstätiger Eltern ausgetragen werden. Es gibt heute viele technische Möglichkeiten, Lehrstoff remote zu vermitteln.

Why people sign

  • Not public St. Leon-Rot

    2 days ago

    Schule öffnen ohne Abstandsregeln halte ich für hochriskant.

  • 3 days ago

    Kinder verbringen viel Zeit mit Computern. Viele onkologische Krankheiten, Diabetes, Autismus entwickeln sich. Menschliche Kontakte sind wichtig für gesundheitliche psychische kinderentwicklung.

  • Not public Ettlingen

    3 days ago

    Mir ist diese Petition wichtig, da es sehr unvernünftig ist die Schulen zu öffnen und weitere Infektionen zu riskieren, wenn es noch kein Heilmittel gibt!

  • Not public München

    on 02 May 2020

    Weil ich Schulöffnungen für völlig falsch halte

  • Jelena Ilic München

    on 30 Apr 2020

    Frau Feil, großen Respekt für Sie. Ich kann absolut nicht nachvollziehen weshalb Deutschland trotz zahlreicher NICHT Empfehlungen Abschlussklassen zur Schule gehen lässt. Ja liebe Leute sind wir denn hier im Comic ? Unsere Frau Merkel äußert sich dagegen, doch der Rest der Politiksuppe geht entschlossen ins Tal der Finsternis. Sogar das RKI ist nimmer wichtig. Ist ja auch Wurst was die so sagen, die Politiker wissens eh besser. Beneidenswert ! Ich bin wenig enttäuscht umso schockierter. Das Abitur läuft nun niemandem davon. Doch das Leben eines Menschen sackt weg und da ist es nämlich, der große Punkt. Leben retten kann man eben ned verschieben, die Schulen schon und das Abi , ja auch das .

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