Der Rather See, auch Neubrücker Baggerloch genannt, wird seit Jahren von den Einwohnerinnen und Einwohnern der umliegenden und ferneren Stadtteile als Naherholungsgebiet genutzt. Jetzt, da die Auskiesung beendet ist, besteht endlich die Möglichkeit, diese Nutzung zu legalisieren, den See für alle zugänglich zu machen und richtige Naturschutz-Zonen einzurichten. Stattdessen soll nun nach dem Willen der Stadt eine winzige Ecke des Sees zu einem kostenpflichtigen Strand werden, während 3 Wasserskibahnen den Großteil des Sees für sich beanspruchen und der Rest für die Öffentlichkeit gesperrt wird.

Wir fordern den sofortigen Stopp aller diesbezüglicher Maßnahmen und eine Revidierung der entsprechenden Entscheidungen in den zuständigen städtischen Organen! Der Rather See muss frei zugänglich gemacht werden. Wir wollen ein Naherholungsgebiet für alle Einwohnerinnen und Einwohner. Ohne Behinderung durch Wasserski-aktivitäten, ohne Eintrittspreise und Öffnungszeiten.

Begründung

Der Rather See ist für uns ein Naherholungsparadies. Das ganze Jahr hindurch nutzen Menschen aller Einkommensklassen mit und ohne deutschen Pass den See zum Spazierengehen, Hunde ausführen, Nacktbaden, angezogen Baden, Grillen, Musikmachen, Feiern, Angeln, Entspannen. Trotz der Lage nahe der Autobahn und in der Einflugschneise des Flughafens hören wir hier die Vögel zwitschern und können für einen Moment vergessen mitten in der Stadt zu sein.

Wir möchten den See genau so nutzen wie wir es jetzt tun! Nach dem Abitur feiern die SchülerInnen hier den Sommer, Studierende lesen zwischen den Badegängen ihre Bücher, RentnerInnen ziehen ihre Rückenschwimm-bahnen, Hunde toben sich beim Bällchen-holen aus, romantisch Veranlagte kommen auch schon morgens um 5 Uhr zum Sonnenaufgang, andere bleiben bis spät nachts am Lagerfeuer. Manchmal machen welche Musik, Familien picknicken oder feiern Kindergeburtstage. Hartnäckige SchwimmerInnen durchkreuzen den ganzen See und kommen sogar bei Regen. Viele baden gerne nackt. Und die Leute vom Angelverein, die den See seit Jahrzehnten nutzen, treiben in ihren Bötchen über den See. Es ist genau dieses Idyll und das weitgehend harmonische Miteinander der unterschiedlichen Nutzungen, das wir erhalten möchten. Durch seine Lage zwischen dem eher armen Stadtteil Neubrück und dem wohlhabenderen Rath treffen sich hier Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen und lernen sich kennen. Durch die Planungen der Stadt wäre es mit all dem vorbei: Grillen, Hunde baden, Lagerfeuer und Nacktbaden sind in einem kommerziellen Bad sicher nicht erlaubt, mit 25m entspricht die Schwimmzone gerade mal einem kleinen Becken – von richtigem Schwimmen kann keine Rede mehr sein; und die Ärmeren unter uns könnten sich das Baden nicht mehr leisten. Wer auf Hartz IV Niveau lebt, für den sind schon wenige Euro eine enorme Hürde.

Wir schlagen vor, dass mindestens drei Viertel des Sees gut zugänglich gemacht und als Badebereiche deklariert werden; ein Teil davon als FKK Bereich. Daneben sollen abgesperrte Naturschutzzonen am Ufer eingerichtet werden. Der Rundweg um den See muss erhalten bleiben. Entlang des Weges und an den Badebereiche müssen Mülleimer aufgestellt werden, die von der AWB geleert werden. Der Angelsportverein Rath-Heumar von 1974 soll sein Recht der Gewässerbewirtschaftung in vollem Umfang behalten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, NaturfreundInnen Kalk, AG Rather See aus köln
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  • Grillen. Baden. Aufräumen. – Auf zum Herbstputz am Rather See!

    Drei Stunden Arbeit für einen Sommer voller Freude: Wir haben gebadet, gefeiert, gegrillt und gechillt – jetzt räumen wir den Müll weg.

    Am Samstag, 26. Oktober von 10h bis 13h unterstützen wir den Angelverein ASV Rath bei seinem herbstlichen Arbeitseinsatz am See.

    Kommt mit Euren Müllsäcken, einen Müllcontainer stellen die AnglerInnen!

    Es ist bedauerlich und ärgerlich, dass es immer noch Mitmenschen gibt, die ihren Müll nicht sinnvoll entsorgen. Wir wollen Verantwortung übernehmen und zeigen: wegen ein paar Leuten, denen es an Umweltbewusstsein und Rücksicht fehlt, muss der See noch lange nicht gesperrt werden! Ja, Umweltschutz und Badenutzung sind miteinander vereinbar. Wir können selbstverantwortlich und solidarisch handeln.

    Langfristig wollen wir eine Atmosphäre der Verbindlichkeit zu schaffen, eine See-gemeinschaft, die verantwortungsbewusst und respektvoll mit anderen SeenutzerInnen sowie Tier- und Pflanzenwelt umgeht.

    Der Herbstputz am 26.10. ist die konkrete Möglichkeit, etwas für den See zu tun, sich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und zu zeigen: wir sind da und wir werden uns den Zugang zum See nicht einfach wegnehmen lassen.

    Samstag, 26.10. 10h Treffen am Tor zum ehem. Kieswerk (Zugang Rösrather Str., Einfahrt neben dem Autohaus)


    Naturfreunde Kalk / Initiative Rather See frei!

    Auf Facebook Teilnahme ankündigen: facebook.com/events/522017881207534/?ref=22

    Web: www.naturfreundehaus-kalk.de/heraus-zum-rather-seeputz/

Pro

Gemäß der Planung soll aus "Naturschutzgründen" der bestehende Weg um den See herum verschwinden. Als Alternative für Spaziergänger sollen dann der Brück-Rather-Steinweg und der Brück-Rather-Kirchweg dienen. Von dort aus besteht aber keine Blickbeziehung zum See. Deswegen müssten dort die natürlich gewachsenen Hecken und Bäume gefällt werden, die unter anderem den Seezugang schützen und für die hohe Artenvielfalt verantwortlich sind..

Contra

Wer sorgt für die Sicherheit bzw wer ist Haftbar wenn dann doch ein 12 Jahriger Junge dort ertrinkt weil keiner aufgepasst hat?