Ende 2012 traf sich ein Arbeitskreis bestehend aus Mitglieder der Handwerkskammer und der Handelskammer. Dieser Arbeitskreis kam zu dem Schluss, die Erstellung von Dreadlocks sei Teil der Friseurtätigkeit. Diese Einschätzung zeigt klar, dass in diesem Fall ohne jegliches Fachwissen Entscheidungen getroffen wurden, die zahlreichen Menschen den Job kosten wird.

Mit Hilfe dieser Petition fordern wir die Handwerkskammern Deutschlands dazu auf, die fälschliche und willkürliche Zuordnung der Dreadlocks zum Friseurhandwerk zu widerrufen. Weitergehend sollen sich die Handwerkskammern explizit von der Tätigkeit der Dreadstylist*innen distanzieren und sie für zulassungsfrei erklären.

Eine detailliertere Beschreibung ist unter dreadlocks-retten.de/ zu finden.

Orsak

Wer sich mit der Materie der Dreadlocks auskennt weiß, dass Dreadlocks mit dem Friseurhandwerk in keinerlei Verbindung stehen. Ganz im Gegenteil, Dreadlocks bestehen aus verfilztem Haupthaar, das klassischerweise entsteht, indem man dem Friseursalon fern bleibt. Das Programm “waschen, schneiden, legen” im Sinne der klassischen Friseurtätigkeit findet bei Dreadstylist*innen keine Anwendung.

Aus der Handwerksordnung(HwO) ergibt sich bereits, dass die Erstellung von Dreadlocks nicht dem Friseurhandwerk zugerechnet sein kann. Denn laut HwO sind explizit Tätigkeiten ausgeschlossen, die:

  • Innerhalb von drei Monaten zu erlernen sind
  • wenn das Erlernen länger dauert, alles nach drei Monate nicht relevant für die Ausübung der Tätigkeit ist
  • sich nicht aus einem kammerpflichtigen Beruf heraus entwickelt haben

Alle drei Punkte treffen für Dreadlocks zu. Die Grundtechniken um passable Dreadlocks erstellen zu können sind mit viel Disziplin in kürzester Zeit zu erlernen. Was darüber hinausgeht – sofern es überhaupt darüber hinaus geht – sind meist firmenspezifische Techniken, die zwar die Arbeit erleichtern, für die eigentlich Tätigkeit aber nicht zwingend relevant wären.

Auch der dritte Punkt ist deutlich zu kommentieren: Die Erstellung und Pflege von Dreadlocks ist nicht aus dem Friseurhandwerk entstanden. Dreads sind und waren nie Teil der Ausbildung zur Friseurkraft. Vereinzelte Friseurkräfte, die in der Lage sind Dreadlocks zu erstellen, haben sich dies in Eigenarbeit beigebracht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Nyheter

  • Hallo ihr Lieben,

    (verzeiht bitte, wenn ihr diese Mail doppelt bekommen solltet. Leider schien der bisherige Versand nicht funktioniert zu haben.)

    ich möchte mich noch einmal bei allen Menschen, die hier unterschrieben haben bedanken. Über 11000 Personen haben wir für unser Vorhaben mobilisieren können. Leider jedoch haben die Handwerkskammern und der Zentralverband des Handwerks die Petition vollkommen ignoriert. Nach fast einem Jahr ist mit einer Reaktion wohl nicht mehr zu rechnen.

    Momentan ist also weiterhin das Dreaden von Haaren für die meisten Menschen entweder illegalisiert oder mindestens eine rechtliche Grauzone.

    Wir wollen uns nicht gefallen lassen, dass so viele Menschen einfach ignoriert werden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, einen Verein zu gründen. Der Bundesverband freie Dreadlocks hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen diese absurde Regelung anzugehen.

    Ich findet den Verein unter freie-dreadlocks.de

    (Der Verein ist gemeinnützig und per Satzung zweckgebunden an die Durchsetzung der Inhalte dieser Petition.)

    Falls ihr Interesse an einer Mitarbeit habt, egal ob mit Tipps und Tricks oder mit einer Mitgliedschaft, freuen wir uns über jede Unterstützung. Lasst uns zusammen dieser Petition Nachdruck verleihen. Es darf nicht sein, dass so viele Menschen einfach ignoriert werden können.

    Liebe Grüße,
    Marvin Pollock

  • Hallo ihr Lieben,

    ich möchte mich noch einmal bei allen Menschen, die hier unterschrieben haben bedanken. Über 11000 Personen haben wir für unser Vorhaben mobilisieren können. Leider jedoch haben die Handwerkskammern und der Zentralverband des Handwerks die Petition vollkommen ignoriert. Nach fast einem Jahr ist mit einer Reaktion wohl nicht mehr zu rechnen.

    Momentan ist also weiterhin das Dreaden von Haaren für die meisten Menschen entweder illegalisiert oder mindestens eine rechtliche Grauzone.

    Wir wollen uns nicht gefallen lassen, dass so viele Menschen einfach ignoriert werden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, einen Verein zu gründen. Der Bundesverband freie Dreadlocks hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen diese absurde Regelung anzugehen.

    Ich findet den Verein unter freie-dreadlocks.de

    (Der Verein ist gemeinnützig und per Satzung zweckgebunden an die Durchsetzung der Inhalte dieser Petition.)

    Falls ihr Interesse an einer Mitarbeit habt, egal ob mit Tipps und Tricks oder mit einer Mitgliedschaft, freuen wir uns über jede Unterstützung. Lasst uns zusammen dieser Petition Nachdruck verleihen. Es darf nicht sein, dass so viele Menschen einfach ignoriert werden können.

    Liebe Grüße,
    Marvin Pollock

  • Hallo ihr Lieben,

    über 11000 Stimmen haben wir zusammen bekommen. Vielen lieben Dank dafür. Die Petition habe ich längst an den Zentralverband weitergereicht. Leider wird sie bisher stumpf ignoriert. Mit Informationen halten sich die Kammern bedeckt. Damit sind eure Unterschriften aber nicht unnütz geworden.

    Wir haben jetzt die Möglichkeit, der Kammer vorzuwerfen, dass sie nicht nur weltfremd handelt, sondern, dass sie sogar eine umfangreiche Petition ignoriert.

    Wie geht es jetzt weiter? Wir wollen weiter Druck machen. Dafür brauchen wir - wie in fast jedem politischen Prozess - eine Lobby. Diese Lobby seid ihr.

    Wir müssen zusammen und geschlossen etwas unternehmen. Dafür haben wir für den nächsten Schritt den Bundesverband freie Dreadlocks gegründet. Mit diesem gemeinnützigen Verein wollen wir weiter gegen die mutwillige Zuweisung der Handwerkskammer ankämpfen.

    freie-dreadlocks.de

    Und wer weiß, wenn wir genug Unterstützende zusammen bekommen, vielleicht können wir sogar gemeinsam die Struktur dieses Systems angreifen und nachhaltig verändern.

    Werdet Mitglied, helft mit, teilt den Link. Rettet Dreadlocks!

    Vielen Dank!

Pro

Dreadlocks stehen für ein besonderes Lebensgefühl ihrer Träger und sind ein Kulturgut. Dreadlocks-Stylisten sind keine Handwerker, sondern akzeptierte Künstler und Kulturschaffende innerhalb einer eigenständigen kulturellen Gemeinschaft. ?In all ihren Ausdrucksformen bedürfen Kunst und Kultur des besonderen Schutzes ihrer Freiheit? sagt der Kulturausschuss des Bundestages [1]. So sei es !

Contra

Was spricht dagegen jemandem, dessen Handwerk es ist Haare in Form & Farbe zu bringen, sowie die Pflege dessen, die Grundlagen in der Fertigung von Dreadlocks beizubringen? Nirgends steht da was von einem Meisterzwang zur Ausübung! Und das mit den 3 Monaten...wenn es Teil der Ausbildung, also des Erlernens der Grundlagen ist, ist dieses Argument gänzlich irrelevant. Und wer soll dadurch bitte seinen Job verlieren? Niemand, der Dreads will ist gezwungen zu einem Friseur zu gehen! Die meisten machen sich ihre Dreads eh selber...und diejenigen, die das jetzt professionell machen..wer von deren Stammkundschaft sollte deswegen zu nem normalen Friseur gehen..außer der Flechter ist scheiße? Und nebenbei..die hiesige Art der Ausbildung und die Meisterpflicht ist das Beste, was dem Handwerk je zugute kam!