Anerkennung & Einheitlichkeit: Gleiche Rechte und faire Standards für alle akkreditierten PA-Studien

Petition richtet sich an
Entscheidungsträgerinnen in Gesundheits- und Hochschulpolitik, Vertreterinnen ärztlicher Berufsorganisationen sowie alle, die an einer fairen und zukunftsfähigen Gestaltung des Berufsbildes „Physician Assistant“ mitwirken.

719 Unterschriften

Sammlung beendet

719 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Mai 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Entscheidungsträgerinnen in Gesundheits- und Hochschulpolitik, Vertreterinnen ärztlicher Berufsorganisationen sowie alle, die an einer fairen und zukunftsfähigen Gestaltung des Berufsbildes „Physician Assistant“ mitwirken.

Wir sind Physician Assistant (PA)-Studierende und Absolventinnen aus verschiedensten Hochschulen – Präsenz wie Fernstudium. Gemeinsam erleben wir, wie bestimmte Akteurinnen aus Standesorganisationen wie der Bundesärztekammer (BÄK) oder der DGPA unsere Studienform pauschal abwerten.
In ihrer Stellungnahme vom 2. Mai 2025 spricht sich die BÄK explizit gegen Fernstudiengänge aus – trotz staatlicher Akkreditierung, hoher Praxisanteile und realer Versorgungsleistung. Diese Aussagen gefährden unsere berufliche Zukunft und werfen grundsätzliche Fragen zur Hochschulautonomie, Gerechtigkeit und wissenschaftlicher Seriosität auf.

Begründung

Unsere Forderungen:

  1. Gleichstellung aller staatlich akkreditierten PA-Studiengänge – unabhängig vom Studienformat (Fern, Präsenz, Hybrid).
  2. Respekt gegenüber allen PA-Studierenden – keine öffentliche Diskreditierung durch Standesvertreter.
  3. Einheitliche gesetzliche Regelung des Berufsbildes PA, die objektive Qualitätsstandards vorgibt statt pauschale Ausschlüsse.
  4. Einheitliche, bundeseinheitlich geregelte Abschlussprüfung für alle PA-Studiengänge – als verbindlicher Qualitätsnachweis und Chance zur Vergleichbarkeit.
  5. Einbindung aller PA-Studierenden und Hochschulen in berufspolitische Debatten – Vielfalt statt Monopol.

Warum das wichtig ist:

  • Fernstudierende leisten ihren Beitrag zur Versorgung – oft parallel zur Arbeit im Gesundheitswesen.
  • Akkreditierte Studiengänge sind rechtlich gleichwertig – sie wurden geprüft, genehmigt und erfüllen definierte Standards.
  • Die pauschale Ablehnung durch Einzelpersonen oder Organisationen ist berufspolitisch destruktiv und wissenschaftlich fragwürdig.
  • Wir brauchen Zusammenhalt – nicht Spaltung.

Wer wir sind:
Diese Petition wird getragen von einer unabhängigen Gruppe PA-Studierender aus Fern- und Präsenzstudiengängen, die sich für ein faires, offenes und modernes Berufsbild einsetzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Eva-Maria Gehr, Leonberg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.05.2025
Sammlung endet: 03.05.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Bildung

Neuigkeiten

  • Update zur Petition – Nach dem DGPA-Pressegespräch
    Am 6. Mai stellte die DGPA in einem öffentlichen Pressegespräch das neue Positionspapier der Bundesärztekammer (BÄK) vor.
    Darin wird der Beruf des Physician Assistant gestärkt – als fester Teil ärztlich geleiteter Teams. Das begrüßen wir ausdrücklich.

    Gleichzeitig enthält das Papier einen kritischen Punkt:
    Zum ersten Mal wird Fernstudiengängen – trotz staatlicher Akkreditierung – die Anerkennung abgesprochen. Die DGPA bestätigt diese Haltung und begründet sie mit vermeintlich fehlender Praxisnähe.

    Was dabei übersehen wird:
    Viele PA-Fernstudierende haben eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitswesen und mindestens drei Jahre Berufserfahrung – oft mehr.
    Sie sind MFA, OTA, Pflegekräfte, Notfallsanitäter*innen o.Ä. – und arbeiten parallel zum Studium im Klinikalltag. Für viele von ihnen ist das Fernstudium die einzige realistische Möglichkeit, sich akademisch weiterzubilden – berufsbegleitend, praxisnah und unter Supervision.

    Das Positionspapier ist kein Gesetz – aber es sendet ein starkes Signal. Und genau deshalb bleibt unser Anliegen aktuell und wichtig:

    Nicht das Studienformat entscheidet über Qualität, sondern Inhalte, Praxisstruktur und Umsetzung.

    Wir wünschen und eine differenzierte Debatte – ohne Pauschalurteile, ohne Spaltung.
    Stattdessen: Fairness, Vergleichbarkeit und gegenseitiger Respekt.

    Eine strukturierte Mitschrift des Gesprächs liegt vor und kann bei Interesse bereitgestellt werden.

Als Studentin der IU kann ich nur sagen,es war und ist eine gute Entscheidung gewesen das Fernstudium zum Physician Assistant zu beginnen. So kann ich Familie und Beruf mit dem Studium gut kombinieren .Als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Praxisanleiter bin ich bereits stark praxisorientiert .Vermittelte Kernkompetenzen lassen sich gut in der Praxis anwenden .

Der Beruf des Physician Assistant ist stark praxisorientiert. Kritiker befürchten, dass im Fernstudium zentrale Kompetenzen wie klinisches Denken oder Notfallmanagement nicht ausreichend vermittelt werden können. Besonders ärztliche Berufsvertretungen fordern deshalb mehr Präsenzanteile und direkte Supervision während der Ausbildung.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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